| Zeile 3: |
Zeile 3: |
| | [[Bild:Schloss Mönchstein.jpg|thumb|Die Schlossfront zur Salzach]] | | [[Bild:Schloss Mönchstein.jpg|thumb|Die Schlossfront zur Salzach]] |
| | [[Datei:Schloss Mönchstein oberhalb des Müllner Steges.jpg|thumb|Hotel Schloss Mönchstein oberhalb des Müllner Steges an der Salzach]] | | [[Datei:Schloss Mönchstein oberhalb des Müllner Steges.jpg|thumb|Hotel Schloss Mönchstein oberhalb des Müllner Steges an der Salzach]] |
| − | Das '''{{PAGENAME}}''' befindet sich in der [[Stadt Salzburg]] im nördlichen Teil des [[Mönchsberg]]es nächst der [[Müllner Schanze]]. Es ist in der Bausubstanz jünger als 120 Jahre alt. Kulturhistorisch sind das [[Hotel Schloss Mönchstein]] samt dem Park daher wenig bedeutend, es steht nicht unter Denkmalschutz. Auch der Name "Schloss Mönchstein" stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert. | + | Das '''{{PAGENAME}}''' befindet sich in der [[Stadt Salzburg]] im nördlichen Teil des [[Mönchsberg]]es nächst der [[Müllner Schanze]]. Es ist im Wesentlichen nach 1900 erbaut und oftmals erweitert und umgebaut worden. Kulturhistorisch sind das [[Hotel Schloss Mönchstein]] samt dem Park daher weniger bedeutend, es steht nicht unter Denkmalschutz. Auch der Name "Schloss Mönchstein" stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert. |
| | | | |
| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | === Mittelalterliche Bauten im Umfeld === | | === Mittelalterliche Bauten im Umfeld === |
| − | Im [[Mittelalter]] stand südwestlich der [[Monikapforte (Müllner Schanze)|Monikapforte]] beim [[Mönchstein]] ein Turm, den man ''Tetelheimer Turm'' nannte nach den [[Tetlhaimer]]n, die in der Mitte des [[13. Jahrhundert]]s das [[Pflegegericht]] um [[Waging am See]] inne hatten. Von [[1419]] scheint dann die Familie [[Fröschlmooser]] bis [[1565]] als Besitzer des Turmes auf. Oberhalb der Monikapforte stand als Wachturm der [[Mönchsteinturm]]. | + | Im [[Mittelalter]] stand südwestlich der [[Monikapforte (Müllner Schanze)|Monikapforte]] beim [[Mönchstein]] ein Turm, den man ''Tetelheimer Turm'' nannte nach den [[Tetlhaimer]]n, die in der Mitte des [[13. Jahrhundert]]s das [[Pflegegericht]] um [[Waging am See]] inne hatten. [[1419]] scheint dann die Familie [[Fröschlmooser]] bis [[1565]] als Besitzer der dortigen Liegenschaft auf. Oberhalb der Monikapforte stand als Wachturm der [[Mönchsteinturm]]. |
| | | | |
| | Nach dem Tod von Christof Fröschlmooser verkauft die verarmte Witwe [[1565]] das gesamte Areal dem [[Bürger der Stadt Salzburg|Salzburger Bürger]] Wolf Windisch. Der Teil des Berges zwischen [[Augustinerkloster Salzburg|Augustinerkloster Mülln]] bis zum Bürgerholz bei der [[Bürgerwehr]] wurde dann ''Windischberg'' genannt. | | Nach dem Tod von Christof Fröschlmooser verkauft die verarmte Witwe [[1565]] das gesamte Areal dem [[Bürger der Stadt Salzburg|Salzburger Bürger]] Wolf Windisch. Der Teil des Berges zwischen [[Augustinerkloster Salzburg|Augustinerkloster Mülln]] bis zum Bürgerholz bei der [[Bürgerwehr]] wurde dann ''Windischberg'' genannt. |
| | | | |
| − | === ''Professorenschlösschen'' für die Benediktineruniversität === | + | === ''Collegischlösschen'' die Benediktineruniversität === |
| | Nach mehreren Besitzerwechseln, unter anderem auch an das Augustinerkloster Mülln ([[1622]]), verkauft Elisabeth Huber, Witwe nach Balthasar Huber, Doktor der Rechte, Hofkammerrat und Landschaftskanzler,<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18960523&query=%22M%c3%b6nchstein%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 23. Mai 1896, Seite 4</ref> das Areal [[1654]] die [[Alte Universität|Universität Salzburg]]. Hier erbaute die [[Benediktineruniversität]] südöstlich der Monikapforte ein kleines Schlösschen, in dem Professoren ihren Sommerurlaub verbrachten, daher hatte das Anwesen den Namen ''Professorenschlösschen''. Das daneben liegende Gebäude nannte man ''Konviktschlösschen''.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19140215&query=%22M%c3%b6nchstein%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 15. Februar 1914, Seite 3</ref> | | Nach mehreren Besitzerwechseln, unter anderem auch an das Augustinerkloster Mülln ([[1622]]), verkauft Elisabeth Huber, Witwe nach Balthasar Huber, Doktor der Rechte, Hofkammerrat und Landschaftskanzler,<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18960523&query=%22M%c3%b6nchstein%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 23. Mai 1896, Seite 4</ref> das Areal [[1654]] die [[Alte Universität|Universität Salzburg]]. Hier erbaute die [[Benediktineruniversität]] südöstlich der Monikapforte ein kleines Schlösschen, in dem Professoren ihren Sommerurlaub verbrachten, daher hatte das Anwesen den Namen ''Professorenschlösschen''. Das daneben liegende Gebäude nannte man ''Konviktschlösschen''.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19140215&query=%22M%c3%b6nchstein%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 15. Februar 1914, Seite 3</ref> |
| | | | |
| Zeile 18: |
Zeile 18: |
| | | | |
| | === Kapelle === | | === Kapelle === |
| − | Die bereits um 1540 auf diesem Grundstück erwähnte Kapelle wurde am [[31. August]] [[1661]] zu Ehren der heiligen Maria, Anna und aller heiligen Mönche vom Universitätsrektor neu geweiht. Eine neuerliche große Feier, zu der alle Professoren und Studenten der Universität in einem feierlichen Zug beim Schlösschen erschienen, fand 100 Jahre später zur Jahrhundertfeier statt. Sie wurde vor 1867 abgerissen. Drei der Glasgemälde aus dieser Kapelle konnten 1870 in München entdeckt und für das [[Salzburg Museum|Städtische Museum]] angekauft werden.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700627&query=%22M%c3%b6nchstein%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 27. Juni 1870, Seite 2</ref>
| + | Eine bereits um 1540 auf diesem Grundstück erwähnte Kapelle wurde am [[31. August]] [[1661]] zu Ehren der heiligen Maria, Anna und aller heiligen Mönche vom Universitätsrektor neu erbaut und geweiht. Eine neuerliche große Feier, zu der alle Professoren und Studenten der Universität in einem feierlichen Zug beim Schlösschen erschienen, fand 100 Jahre später zur Jahrhundertfeier statt. Sie wurde vor 1867 abgerissen. Drei der Glasgemälde aus dieser Kapelle konnten 1870 in München entdeckt und für das [[Salzburg Museum|Städtische Museum]] angekauft werden.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18700627&query=%22M%c3%b6nchstein%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 27. Juni 1870, Seite 2</ref> |
| | | | |
| | === 19. Jahrhundert === | | === 19. Jahrhundert === |