Anton-Wallner-Kaserne: Unterschied zwischen den Versionen
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Am [[28. Juni]] [[2007]] wurde zur 60-Jahr-Feier der Flucht über den Tauern ein Gedenkstein enthüllt, der an das ehemalige Transitlager der jüdischen Flüchtlinge erinnert. | Am [[28. Juni]] [[2007]] wurde zur 60-Jahr-Feier der Flucht über den Tauern ein Gedenkstein enthüllt, der an das ehemalige Transitlager der jüdischen Flüchtlinge erinnert. | ||
Version vom 23. Februar 2009, 13:49 Uhr
Die Anton-Wallner-Kaserne in Saalfelden ist das Gebirgskampfzentrum des Österreichischen Bundesheeres.
Geschichte
Die Anton-Wallner-Kaserne wurde 1938 von der Deutschen Wehrmacht gegründet. Sie ist nach dem Freiheitskämpfer Anton Wallner benannt, der die Salzburger im Freiheitskampf gegen die Franzosen und Bayern 1809 anführte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete die amerikanische Militärverwaltung hier ein DP-Lager (Displaced Persons) für Kriegsflüchtlinge ein. Im August 1946 entschied man, nur mehr jüdische Flüchtlinge unterzubringen. Das Lager wurde unter dem Namen Givat Avoda (Hügel der Arbeit) bekannt. Von Saalfelden aus gelang bis 1947 5.000 Juden die Flucht über Krimml und das Krimmler Achental nach Südtirol.
Nach dem Abzug der Besatzungsmächte übernahm das Österreichische Bundesheer 1955 die Kaserne und installierte 1963 die Jägerschule in der Wallnerkaserne, die sich der Infanterieausbildung im Gebirge widmete. Mehr als 40 Jahre sollte diese Spezialausbildung die Grundlage des Standortes Saalfelden sein. Ab 1986 kamen zunächst vornehmlich amerikanische Militäreinheiten, darunter auch Spezialeinheiten wie die Navy SEALs, regelmäßig in den Pinzgau, um hier Spezialtrainings abzuhalten. Die Jägerschule entwickelte sich zu einer der bekanntesten Infanterieschulen für die Alpin- und Gebirgskampfausbildung in Europa.
Am 2. Juli 1998 übernahm Oberst Dieter Brell das Kommando der Schule, in die im April 1999 erstmals Frauen einrückten. Mit September 2000 übergab der in den Ruhestand versetzte Brell seine Position für sechs Monate an Oberstleutnant des Generalstabes August Reiter, bevor am 30. März 2001 Brigadier Josef Paul Puntigam (damals noch im Rang eines Oberst) das Kommando übernahm. Puntigam seinerseits wurde im November 2006 von Oberst Michael Lasser abgelöst.
Am 28. Juni 2007 wurde zur 60-Jahr-Feier der Flucht über den Tauern ein Gedenkstein enthüllt, der an das ehemalige Transitlager der jüdischen Flüchtlinge erinnert.
Am 25. September 2008 wurde die Jägerschule des Bundesheeres nach 45 Jahren ins Burgenland abgezogen, der Standort Saalfelden dient seither als Gebirgskampfzentrum. Daneben bietet die Kaserne Kurse zum Heeresbergführer, Heeresskilehrer und Heeresflugretter. Die Kompetenz der Pinzgauer ist weltweit gefragt. Neben Österreichern werden schon seit Jahren Soldaten aus zahlreichen befreundeten Armeen ausgebildet, von Deutschen über Briten und US-Amerikanern bis zu Japanern. Unterrichtssprache ist Englisch. Bisher kamen rund 160 ausländische Soldaten jährlich nach Saalfelden. Diese Zahl wird 2009 auf ca. 1.500 steigen.
Lage
Das 16 Hektar große Areal der Anton-Wallner-Kaserne liegt im Osten der Stadt Saalfelden und ist über die Haltestelle Saalfelden Wallnerkaserne an den innerstädtischen Öffentlichen Verkehr angebunden.