Die Enkelin Brigitte Menne aus [[Werfen]] sammelt unter zum Teil widrigen Umständen seit Jahren Material über ihre mütterliche Großmutter Maria Etzer, bevor ihre Freundin und Studienkollegin Maria Prieler-Woldan die Aufgabe übernimmt, das Schicksal von Maria Etzer wissenschaftlich aufzuarbeiten und das Ergebnis zu publizieren. Die Sozialforscherin Maria Prieler-Woldan schildert in ihrem Buch mit dem Titel „Das Selbstverständliche tun“ das Leben der Pongauer Bergbäuerin Maria Etzer, die wegen ihrer religiösen und antinazistischen Haltung mit dem ihr zugeteilten französichen Kriegsgefangenen einen menschlichen Umgang pflegt. Nach Denunziation aus ihrem engeren Umfeld wird ihr ein „Geschlechtsverkehrsverbrechen“ unterstellt und Maria Etzer wird zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. 1945, nach ihrer Entlassung aus der Haft, sieht sie sich aufgrund der moralischen Verurteilung, die das Leben ehemaliger NS-Zuchthaus-Häftlinge und KZ-Insassen nach Ende des Nationalsozialismus meist lebenslänglich prägt, nicht imstande, auf ihren Hof zurückzukehren. | Die Enkelin Brigitte Menne aus [[Werfen]] sammelt unter zum Teil widrigen Umständen seit Jahren Material über ihre mütterliche Großmutter Maria Etzer, bevor ihre Freundin und Studienkollegin Maria Prieler-Woldan die Aufgabe übernimmt, das Schicksal von Maria Etzer wissenschaftlich aufzuarbeiten und das Ergebnis zu publizieren. Die Sozialforscherin Maria Prieler-Woldan schildert in ihrem Buch mit dem Titel „Das Selbstverständliche tun“ das Leben der Pongauer Bergbäuerin Maria Etzer, die wegen ihrer religiösen und antinazistischen Haltung mit dem ihr zugeteilten französichen Kriegsgefangenen einen menschlichen Umgang pflegt. Nach Denunziation aus ihrem engeren Umfeld wird ihr ein „Geschlechtsverkehrsverbrechen“ unterstellt und Maria Etzer wird zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. 1945, nach ihrer Entlassung aus der Haft, sieht sie sich aufgrund der moralischen Verurteilung, die das Leben ehemaliger NS-Zuchthaus-Häftlinge und KZ-Insassen nach Ende des Nationalsozialismus meist lebenslänglich prägt, nicht imstande, auf ihren Hof zurückzukehren. |