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=====Bad Unken=====
 
=====Bad Unken=====
1873 wird Unken zum Kurort erhoben. 1907 verliert Unken das Prädikat "Heilklimatische Curort"  
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[[1873]] wurde Unken zum [[Kurort]] erhoben, verliert jedoch bereits [[1907]] wieder das Prädikat "Heilklimatische Curort".
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Bäder werden verabreicht im ''Schütterbad (seit 17. Jhd.)'', auf Oberrain (seit 18.Jhd.) und beim Gasthof Post (ab 1870). Vier Gasthäuser, das Gast- und Badhaus Oberrain, das Gasthaus "Zum weißen Samen" (Kramerwirt), der Gathof Post, und das Schütterbad bieten preiswerte Zimmer mit gesamt über 100 Fremdenbetten an. Nikolaus Rainer und die Familie Mayrgwendtner sind die "Investoren". Bei der Löwenquelle ladet seit 1844 ein „Pavillon“ zum Verweilen ein. Westlich von Oberrain bietet eine Kastanienpromenade* Schatten, gleich wie ein Baumbestand im Gastgarten des Gasthofs Post. Ein Spazierweg an des Saalach, der Josephieweg mit Ruhenbänken ermöglicht unmittelbares Naturerlebnis.In der Fellner Au wird ein Lawtennisplatz angelegt.  Mit Fuhrwerken ist die Schwarzenbergklamm (seit 1836 ? begehbar) und mit Trägern zu günstigem Tarif sind die Hochalm und das Sonntagshorn erreichbar.
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Bäder wurden im ''Schütterbad'' (seit dem [[17. Jahrhundert]]), auf Oberrain (seit dem [[18. Jahrhundert]]) und beim Gasthof Post (ab [[1870]]) verabreicht. Vier Gasthäuser, das Gast- und Badhaus Oberrain, das Gasthaus "Zum weißen Samen" (Kramerwirt), der Gasthof Post und das Schütterbad boten preiswerte Zimmer mit gesamt über 100 Fremdenbetten an. Nikolaus Rainer und die Familie Mayrgwendtner waren die Investoren. Bei der ''Löwenquelle'' ladet seit [[1844]] ein „Pavillon“ zum Verweilen ein. Westlich von Oberrain bietet eine Kastanienpromenade<ref>
In den 80iger oder den 90er  Jahren strebt Oberrain die Nutzung der Sole der Maislquelle durch den Bau einer Soleleitung an. Das Vorhaben kommt über die Erstellung eines Projektplans nicht hinaus.
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Noch heute sind Teile des Baumbestandes von damals erhalten, gleich wie Spazierwege</ref>  Schatten, gleich wie ein Baumbestand im Gastgarten des Gasthofs Post. Ein Spazierweg an des Saalach, der ''Josephieweg'' mit Ruhenbänken ermöglichte unmittelbares Naturerlebnis. In der Fellner Au wurde ein Law-Tennisplatz angelegt.  Mit Fuhrwerken war die Schwarzenbergklamm (seit 1836 ? begehbar) und mit Trägern zu günstigem Tarif die Hochalm und das Sonntagshorn erreichbar.
Die Postverbindung nach Unken sind gut in den letzten Jahrzehnten des 19. Jhd. Zweimal am Tag von Reichenhall (zwei Std.),  dreimal von Lofer (1 Std.) und einmal von Saalfeden (3 Std.) Nach dem Bau der Tirolerbahn von Bischofshofen nach Wörgel und der Linie Salzburg Reichenhall in den 70er Jahren ist Unken über Saalfelden und Reichenhall am Mitteleuropäischen Eisenbahnnetz gelegen! (Das Eisenbahnvorhaben Ende der 9oer Jahre Salzburg - Unken -  Lofer -  Saalfelden bzw. Lofer -  St. Johann i. Tirol wird ab 1914 nicht mehr weiter verfolgt.)
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Im Gästebuch vom Gasthof Post sind eingetragen: König Maximilian von Bayern (1858), Oberstleutnant Graf Papenheim, Hofprediger Stöcker aus Berlin, weiters Gäste aus Leipzig und Dresden. In den zwei Jahrhunderten zuvor besucht vornehmlich die Landbevölkerung des Mitterpinzgaus das Schütterbad.
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In den [[1880er]] oder [[1890er]] Jahren strebte Oberrain die Nutzung der Sole der Maislquelle durch den Bau einer Soleleitung an. Das Vorhaben kam über die Erstellung eines Projektplans nicht hinaus.
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*Noch heute sind Teile des Baumbestandes von damals erhalten, gleich wie Spazierwege.
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Die Postverbindung nach Unken waren in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhundert gut. Zweimal am Tag von [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] (zwei Stunden),  dreimal von [[Lofer]] (eine Stunde) und einmal von [[Saalfeden]] (drei Stunden). Nach dem Bau der [[Giselabahn]] von Bischofshofen nach Wörgl und der Linie Salzburg - Reichenhall in den [[1870er]] Jahren war Unken über Saalfelden und Reichenhall am mitteleuropäischen Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Eisenbahnvorhaben Ende der [[1890er]] Jahre, Salzburg - Unken -  Lofer -  Saalfelden bzw. Lofer -  St. Johann i. Tirol wurde ab [[1914]] nicht mehr weiter verfolgt.
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Im Gästebuch vom Gasthof Post sind eingetragen: König Maximilian von Bayern (1858), Oberstleutnant Graf Papenheim, Hofprediger Stöcker aus Berlin, weiters Gäste aus Leipzig und Dresden. In den zwei Jahrhunderten zuvor besuchte vornehmlich die Landbevölkerung des Mitterpinzgaus das Schütterbad.
    
=====20. Jahrhundert=====
 
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