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| | Im Sommer [[1889]] ließ Girstenbrey auf der [[Staatsbrücke]] und auf dem [[Gaisberg]] je ein großes Teleskop ''zur gefälligen Benützung'' aufstellen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18890609&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 1889, Seite 5</ref> | | Im Sommer [[1889]] ließ Girstenbrey auf der [[Staatsbrücke]] und auf dem [[Gaisberg]] je ein großes Teleskop ''zur gefälligen Benützung'' aufstellen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=18890609&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 1889, Seite 5</ref> |
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| − | {{PAGENAME}} hatte dann (ab?) [[1906]]<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19060719&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=10 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe 19. Juli 1906, Seite 10</ref> sein Atelier in Salzburg am [[Mönchsberg]] zwischen dem [[Grand Café Winkler]] und der [[Bürgerwehr]] (vor 1908 bereits einige Jahre<ref name="SC1908">Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19081119&query=%22Bernhard+Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 19. November 1908, Seite 5</ref>). Dazu gibt es eine Meldung im Juni [[1906]]: ''Warnung! Ich warne hiermit eine verehrliche Geschäftswelt vor Herrn Fritz von Thayenthal. Derselbe übernimmt Aufträge und Anzahlungen für ein Reklame-Unternehmen, zu welchen er in gar keiner Weise berechtigt ist. Bernhard Girstenbrey.''"<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19060607&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 7. Juni 1906, Seite 6</ref> | + | {{PAGENAME}} hatte dann (ab?) [[1906]]<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19060719&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=10 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe 19. Juli 1906, Seite 10</ref> sein Atelier in Salzburg am [[Mönchsberg]] Nr. 37 zwischen dem [[Grand Café Winkler]] und der [[Bürgerwehr]] (vor 1908 bereits einige Jahre<ref name="SC1908">Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19081119&query=%22Bernhard+Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 19. November 1908, Seite 5</ref>). |
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| | Im Herbst 1906 suchte Girstenbrey ein "''Anständiges Mädchen mit reiner Aussprache, die sehr gut vom Blatt lesen und etwas nähen kann, findet wöchentlich 3 - 4 bei einem stabilen Marionettentheater Beschäftigung. Vorzustellen von 1- 4- Uhr. G. Girstenbrey, Photograph, Mönchsberg Nr. 37, Salzburg.''"<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19061024&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=9 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 24. Oktober 1906, Seite 9</ref> | | Im Herbst 1906 suchte Girstenbrey ein "''Anständiges Mädchen mit reiner Aussprache, die sehr gut vom Blatt lesen und etwas nähen kann, findet wöchentlich 3 - 4 bei einem stabilen Marionettentheater Beschäftigung. Vorzustellen von 1- 4- Uhr. G. Girstenbrey, Photograph, Mönchsberg Nr. 37, Salzburg.''"<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19061024&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=9 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 24. Oktober 1906, Seite 9</ref> |
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| | : "Die Hand", Sensations-Drama, sehr spannend; "Musik bringt Leben", sehr komisch; "Die Viktoria-Fälle in Zentral-Afrika", Originalaufnahme, hochinteressant; "Der Eilbrief", sehr komisch; "Ein Ganymed", komisch [aus der griechischen Mythologie]; "Eine Reise durch Britisch-Nord-Amerika" (Kanada), herrliche Naturszenerie; "Der Traum des Kunstmalers", herrlich koloriert [Schwarzweiß-Aufnahmen nachträglich mit Farbe versehen]; "Der verzauberte Teich", mit unglaublicher Zauberei; "Spanisches Ballett", Original-Aufnahme; "Der Nachtwächter", spannendes Drama; "Deine Frau hintergeht uns", urkomisch; | | : "Die Hand", Sensations-Drama, sehr spannend; "Musik bringt Leben", sehr komisch; "Die Viktoria-Fälle in Zentral-Afrika", Originalaufnahme, hochinteressant; "Der Eilbrief", sehr komisch; "Ein Ganymed", komisch [aus der griechischen Mythologie]; "Eine Reise durch Britisch-Nord-Amerika" (Kanada), herrliche Naturszenerie; "Der Traum des Kunstmalers", herrlich koloriert [Schwarzweiß-Aufnahmen nachträglich mit Farbe versehen]; "Der verzauberte Teich", mit unglaublicher Zauberei; "Spanisches Ballett", Original-Aufnahme; "Der Nachtwächter", spannendes Drama; "Deine Frau hintergeht uns", urkomisch; |
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| − | Ab [[1908]] betrieb er im [[Hotel Kasererbräu|Kasererbräu]] und ein ''Reklameinstitut'' (Werbeagentur).<ref name="SC1908"></ref>
| + | Im Frühjahr [[1908]] übersiedelte dann das ''Elektra Kinematograph-Theater'' vom Hotel Pitter ins [[Hotel Kasererbräu|Kasererbräu]], wo es am Samstag, den [[4. April]] als ''"Elektra"-Kinematographen-Theater Kasererbräu'' eröffnete.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19080407&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 7. April 1908, Seite 5 sowie [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19080428&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=6 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 28. April 1908, Seite 6</ref> Das Programm wechselte nun alle fünf Tage.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19080503&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=43 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 3. Mai 1908, Seite 43</ref> |
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| | + | [[1919]] suchte er bei der [[Hallein]]er [[Stadtgemeinde Hallein|Gemeinde]] um die Eröffnung eines Kinos in der ehemaligen [[[Oedl]]-Spielzeugfirma an. Zeitgleich wollte aber auch [[Gustav Welfert]] ein zweites Kino in Hallein eröffnen. In einem Gesuch brachte der damalige Besitzer des Hotel Poller zur Kenntnis, dass er um Übertragung der Kinolizenz der Louise Nowak auf seinen Sohn Franz K(R?)osa bereits eingeschritten war. Im Hinblick darauf, dass zwei Kinos in Hallein nicht lebensfähig waren, der eine oder der andere Unternehmer durch Sensationsheischerei einen verderblichen Einfluss auf die Volksbildung ausüben könnte, beantragte die Sektion, die Gesuche der beiden ersten abzulehnen und das Ansuchen des Franz Kosa zu befürworten.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19191108&seite=3&zoom=33&query=%22Salzburger%2BVolksb%C3%BChne%22&ref=anno-search ANNO], Volksfreund, Ausgabe vom 8. November 1919, Seite 3</ref> Girstenbrey überbot aber Kosa, indem er außer einer jährlichen Zuwendung von 5.000 [[Krone]]n an die Stadtgemeinde durch zehn Jahre hindurch, noch weitere Beträge für das Rettungsauto und für das neu zu errichtende Arbeiterheim der sozialdemokratischen Parteiorganisation zu geben sich bereit erklärte. Die Angelegenheit wurde an die Sektion zurückverwiesen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19191105&query=%22Salzburger+Volksb%C3%BChne%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 5. November 1919, Seite 7</ref> |
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| | + | === Salzburger Projektions-Reklame-Institut === |
| | + | Girstenbrey betrieb auch ein ''Reklame-Institut'', wir würde heute dazu Werbeagentur sagen. Dazu gibt es eine Meldung im Juni [[1906]]: ''Warnung! Ich warne hiermit eine verehrliche Geschäftswelt vor Herrn Fritz von Thayenthal. Derselbe übernimmt Aufträge und Anzahlungen für ein Reklame-Unternehmen, zu welchen er in gar keiner Weise berechtigt ist. Bernhard Girstenbrey.''"<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19060607&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 7. Juni 1906, Seite 6</ref> |
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| | + | Die 'Salzburger Chronik' vom [[27. April]] 1908 schrieb "''Das I. Salzburger Projektions-Reklame-Institut (Inhaber Bernhard Girstenbrey, Salzburg, Mönchsberg Nr. 37), beginnt heute mit seinen schon vor 2 Jahren sowie im Vorjahre vom Publikum und der Geschäftswelt mit so großem Beifalle aufgenommenen Projektions-Reklamen auf dem Dache des [[Gasthof "zum goldenen Engel"|Gasthofes "zum goldenen Engel"]] am [[Giselakai]]. Diese Projektions-Reklame-Vorführungen finden täglich bei eintretender Dunkelheit und schöner Witterung statt. Vom 15. Juli bis 15. September auch an Sonntagen. Es ist dies eine der modernsten und wirksamsten Reklamen, so daß Herr Girstenbrey die kräftigste Unterstützung seitens der Geschäftswelt verdient. Die Landschaftsbilder, welche die Kunstanstalt [[Würthle & Sohn|Würthle und Sohn]] beistellt, werden jede Woche gewechselt, so daß das Publikum Gelegenheit hat, im Laufe des Sommers die Reise durch die herrlichsten Landschaften und Städte im Geiste mitmachen zu können.''"<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19080427&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 27. April 1908</ref> |
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| | + | === Weiteres aus seinem Leben === |
| | + | Im Mai 1908 kaufte Josef Nowy das bisher im Besitz von Girstenbrey gewesene "Elektra-Theater" im Kasererbräusaal und das "I. Salzburger Projektions-Reklame-Institut", das seinen Sitz im Gasthof "zum goldenen Engel" hatte und betrieb nun beide Unternehmen unter dem Namen 'Josef Nowy'.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19080514&query=%22Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 14. Mai 1908, Seite 5</ref> |
| | Im Sommer 1908 war Girstenbrey wegen Betrug und Vorschubleistung in eine Geschichte mit einem gewissen Dr. Niederhofer<ref name="SC1908"></ref> verwickelt und wurde nach Wien zur Untersuchung seines Geisteszustands gebracht.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19080711&query=%22Bernhard+Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Volksfreund]], Ausgabe vom 11. Juli 1908, Seite 4</ref> | | Im Sommer 1908 war Girstenbrey wegen Betrug und Vorschubleistung in eine Geschichte mit einem gewissen Dr. Niederhofer<ref name="SC1908"></ref> verwickelt und wurde nach Wien zur Untersuchung seines Geisteszustands gebracht.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19080711&query=%22Bernhard+Girstenbrey%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Volksfreund]], Ausgabe vom 11. Juli 1908, Seite 4</ref> |
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| − | [[1919]] suchte er bei der [[Hallein]]er [[Stadtgemeinde Hallein|Gemeinde]] um die Eröffnung eines Kinos in der ehemaligen [[[Oedl]]-Spielzeugfirma an. Zeitgleich wollte aber auch [[Gustav Welfert]] ein zweites Kino in Hallein eröffnen. In einem Gesuch brachte der damalige Besitzer des Hotel Poller zur Kenntnis, dass er um Übertragung der Kinolizenz der Louise Nowak auf seinen Sohn Franz K(R?)osa bereits eingeschritten war. Im Hinblick darauf, dass zwei Kinos in Hallein nicht lebensfähig waren, der eine oder der andere Unternehmer durch Sensationsheischerei einen verderblichen Einfluss auf die Volksbildung ausüben könnte, beantragte die Sektion, die Gesuche der beiden ersten abzulehnen und das Ansuchen des Franz Kosa zu befürworten.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19191108&seite=3&zoom=33&query=%22Salzburger%2BVolksb%C3%BChne%22&ref=anno-search ANNO], Volksfreund, Ausgabe vom 8. November 1919, Seite 3</ref> Girstenbrey überbot aber Kosa, indem er außer einer jährlichen Zuwendung von 5.000 [[Krone]]n an die Stadtgemeinde durch zehn Jahre hindurch, noch weitere Beträge für das Rettungsauto und für das neu zu errichtende Arbeiterheim der sozialdemokratischen Parteiorganisation zu geben sich bereit erklärte. Die Angelegenheit wurde an die Sektion zurückverwiesen.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19191105&query=%22Salzburger+Volksb%C3%BChne%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 5. November 1919, Seite 7</ref>
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| | Zwischen 1933 und 1936 wurden Gemischtwarenhandlungen in [[Liefering]] und [[Gneis]] betrieben. | | Zwischen 1933 und 1936 wurden Gemischtwarenhandlungen in [[Liefering]] und [[Gneis]] betrieben. |