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| | Wer von der [[Glaserstraße]] aus die Rezeption betritt, der steht im ältesten Teil des “Doktorwirts“: Ein Gebäude, das ca. um das Jahr 1000 erbaut wurde, zu einer Zeit also, in der Salzburg erst wenige Jahre Stadtrecht genoß. Was heute „Doktorwirt“ heißt, war einst ein Gutshof. [[1412]] gab es dann die erste urkundliche Erwähnung des Anwesens. [[1451]] übernahm es ein gewisser [[Leonhardt Frieseneckher]] als Besitzer, weshalb man heute noch vom „Frieseneggergut“ spricht. | | Wer von der [[Glaserstraße]] aus die Rezeption betritt, der steht im ältesten Teil des “Doktorwirts“: Ein Gebäude, das ca. um das Jahr 1000 erbaut wurde, zu einer Zeit also, in der Salzburg erst wenige Jahre Stadtrecht genoß. Was heute „Doktorwirt“ heißt, war einst ein Gutshof. [[1412]] gab es dann die erste urkundliche Erwähnung des Anwesens. [[1451]] übernahm es ein gewisser [[Leonhardt Frieseneckher]] als Besitzer, weshalb man heute noch vom „Frieseneggergut“ spricht. |
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| − | Erst [[1670]] lässt sich ein wirklicher Doktor nachweisen und mit ihm Salzburger Persönlichkeiten: Dr. med. [[Franz Mayr]] kaufte das Gut. Seine Frau Maria Johanna kam aus der Familie des aus Oberitalien stammenden [[Santino Solari]] (* 1546, † 1646), der vom Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] zum [[Dom]]<nowiki>baumeister</nowiki> berufen wurde. Dr. Franz Mayr gab dem Anwesen den Namen „Doktorwirt“. | + | Erst [[1670]] lässt sich ein wirklicher Doktor nachweisen und mit ihm Salzburger Persönlichkeiten: Dr. med. [[Franz Mayr]] kaufte das Gut. Seine Frau Maria Johanna kam aus der Familie des aus Oberitalien stammenden [[Santino Solari]] (* 1546; † 1646), der vom Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Markus Sittikus von Hohenems|Markus Sittikus]] zum [[Dom]]<nowiki>baumeister</nowiki> berufen wurde. Dr. Franz Mayr gab dem Anwesen den Namen „Doktorwirt“. |
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| | Die folgenden Jahrhunderte waren von Verkäufen von Familie zu Familie geprägt: [[1789]] erwarb [[Hannes Sienlechner]] das Gut. [[1802]] erscheinen „Rup Eisl et uxor (= Rup Eisl und Ehefrau) Schörzhoferi“ als Eigentümer, die den Besitz an ihre Kinder vererbten. | | Die folgenden Jahrhunderte waren von Verkäufen von Familie zu Familie geprägt: [[1789]] erwarb [[Hannes Sienlechner]] das Gut. [[1802]] erscheinen „Rup Eisl et uxor (= Rup Eisl und Ehefrau) Schörzhoferi“ als Eigentümer, die den Besitz an ihre Kinder vererbten. |
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| | Doch der alte Karl Schnöll hatte andere Pläne. Er stellte seinen Sohn vor die Wahl: Entweder er übernimmt das Gut, oder er verkauft alles. Karl II. blieb. Mehrere Phasen des Ausbaus haben den "Doktorwirt" zu dem gemacht, was er heute ist: Ein Hotel-Restaurant, in dem sich ländliches Flair mit der typischen Salzburger Lebenskultur mischen. | | Doch der alte Karl Schnöll hatte andere Pläne. Er stellte seinen Sohn vor die Wahl: Entweder er übernimmt das Gut, oder er verkauft alles. Karl II. blieb. Mehrere Phasen des Ausbaus haben den "Doktorwirt" zu dem gemacht, was er heute ist: Ein Hotel-Restaurant, in dem sich ländliches Flair mit der typischen Salzburger Lebenskultur mischen. |
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| − | Karl Schnöll fand seine große Liebe in einem österreichischen Nachbarland, in der Schweiz. [[1964]] heiratete er Anna Louisa (Annelies) Durrer, die heutige Chefin. Ihre Großmutter ''von Flüh'' war ein direkter Nachkomme des Heiligen Nikolaus von Flüh (* 1417, † 1487), der seine Frau und zehn Kinder verließ, um Einsiedler zu werden und später heilig gesprochen wurde. | + | Karl Schnöll fand seine große Liebe in einem österreichischen Nachbarland, in der Schweiz. [[1964]] heiratete er Anna Louisa (Annelies) Durrer, die heutige Chefin. Ihre Großmutter ''von Flüh'' war ein direkter Nachkomme des Heiligen Nikolaus von Flüh (* 1417; † 1487), der seine Frau und zehn Kinder verließ, um Einsiedler zu werden und später heilig gesprochen wurde. |
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| | Seit 1. Jänner 2001 ist Karl III Chef des Hauses. | | Seit 1. Jänner 2001 ist Karl III Chef des Hauses. |