Friedrich Rainer: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Friedrich Rainer''' (* [[28. Juli]] [[1903]] St. Veit an der Glan, Kärnten; † [[19. Juli]] [[1947]] Ljubljana, Slowenien) war Jurist, Politiker und [[Gauleiter]] von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]. | '''Friedrich Rainer''' (* [[28. Juli]] [[1903]] in St. Veit an der Glan, Kärnten; † [[19. Juli]] [[1947]] in Ljubljana, Slowenien) war Jurist, Politiker und [[Gauleiter]] von [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]]. | ||
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Am [[29. November]] [[1941]] wechselte er als Reichsstatthalter zurück nach Kärnten. Damit ist Friedrich Rainer bis heute der einzige Landeshauptmann Österreichs, der dieses Amt in zwei Bundesländern ausübte. | Am [[29. November]] [[1941]] wechselte er als Reichsstatthalter zurück nach Kärnten. Damit ist Friedrich Rainer bis heute der einzige Landeshauptmann Österreichs, der dieses Amt in zwei Bundesländern ausübte. | ||
Am [[27. Juli]] [[1945]] berichten die Salzburger Nachrichten vom Kampf des vormaligen NS-Gauleiters Friedrich Rainer gegen kirchliche Ortsnamen in Salzburg: [[St. Johann im Pongau]] wollte er in "Markt Pongau" umbenennen, [[Pfarrwerfen]] in "Dorfwerfen". Und Orte wie [[St. Gilgen]], [[Sankt Georgen bei Salzburg]] oder [[St. Michael im Lungau]] sollten nach Ansicht des Gauleiters nur noch Gilgen, Georgen oder Michael heißen. Erst ein Erlass des Reichsinnenministeriums gegen die willkürliche Umbenennung von Örtlichkeiten machten dem absurden Treiben ein Ende. | Am [[27. Juli]] [[1945]] berichten die [[Salzburger Nachrichten]] vom Kampf des vormaligen NS-Gauleiters Friedrich Rainer gegen kirchliche Ortsnamen in Salzburg: [[St. Johann im Pongau]] wollte er in "Markt Pongau" umbenennen, [[Pfarrwerfen]] in "Dorfwerfen". Und Orte wie [[St. Gilgen]], [[Sankt Georgen bei Salzburg]] oder [[St. Michael im Lungau]] sollten nach Ansicht des Gauleiters nur noch Gilgen, Georgen oder Michael heißen. Erst ein Erlass des Reichsinnenministeriums gegen die willkürliche Umbenennung von Örtlichkeiten machten dem absurden Treiben ein Ende. | ||
Zum Ende des Krieges wurde Rainer von den Alliierten in Haft genommen und in Dachau untergebracht. Er wurde bei den Nürnberger Prozessen vor allem zu Seyß-Inquart befragt, in dessen Kabinett er als Staatssekretär gedient hatte. Am [[13. März]] [[1947]] wurde er an Jugoslawien ausgeliefert und dort am [[19. Juli]] hingerichtet. | Zum Ende des Krieges wurde Rainer von den Alliierten in Haft genommen und in Dachau untergebracht. Er wurde bei den Nürnberger Prozessen vor allem zu Seyß-Inquart befragt, in dessen Kabinett er als Staatssekretär gedient hatte. Am [[13. März]] [[1947]] wurde er an Jugoslawien ausgeliefert und dort am [[19. Juli]] hingerichtet. | ||