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==Bauleitung und Arbeiterschaft==
 
==Bauleitung und Arbeiterschaft==
 
=== 1938 – 1945 ===
 
=== 1938 – 1945 ===
Dipl.-Ing. DDr. [[Hermann Grengg]] (* [[1891]], † [[25. Oktober]] [[1978]]), seit April 1938 Vorstandsmitglied der Alpen-Elektrowerke (AEW), wurde einen Tag vor dem Spatenstich zum hauptverantwortlichen Direktor der Tauernkraftwerke Kaprun bestellt. Sein Stellvertreter war Dipl.-Ing. [[Robert Steiner]] (* [[1884]]). Als Bauleiter fungierte Dr.-Ing. [[Rudolf Bratschko]], der als Mitglied von Grenggs Führungsteam die wichtigste Funktion vor Ort bekleidete. Alle Genannten waren Mitglieder der [[NSDAP]].
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Dipl.-Ing. DDr. [[Hermann Grengg]] (* [[1891]]; † [[25. Oktober]] [[1978]]), seit April 1938 Vorstandsmitglied der Alpen-Elektrowerke (AEW), wurde einen Tag vor dem Spatenstich zum hauptverantwortlichen Direktor der Tauernkraftwerke Kaprun bestellt. Sein Stellvertreter war Dipl.-Ing. [[Robert Steiner]] (* [[1884]]). Als Bauleiter fungierte Dr.-Ing. [[Rudolf Bratschko]], der als Mitglied von Grenggs Führungsteam die wichtigste Funktion vor Ort bekleidete. Alle Genannten waren Mitglieder der [[NSDAP]].
    
Der Anteil ausländischer Arbeitskräfte an der Arbeiterschaft der Baustelle war mit ca. 6 300 sehr hoch, anfangs darunter auch viele freiwillige Arbeitskräfte. Ab Beginn des Krieges arbeiteten in Kaprun mehr und mehr [[Zwangsarbeit|zwangsbeschäftigte]] Zivilarbeiter und Kriegsgefangene. Von [[1939]] bis [[1941]] wurden jährlich bis zu 600 Ausländer eingestellt, [[1942]] und [[1943]] war der Anteil an Ausländern am höchsten. Die Zwangsbeschäftigung der Kriegsgefangenen ist bisher am wenigsten erforscht, da ihre Daten im Melderegister nicht aufscheinen. Eine Gesamtzahl zwischen 4000 und 6000 liegt nach dem bisherigen Stand des Wissens nahe. Es handelte sich um polnische, belgische, französische und russische Kriegsgefangene, die unter unterschiedlich schlechten Bedingungen eingesetzt waren.
 
Der Anteil ausländischer Arbeitskräfte an der Arbeiterschaft der Baustelle war mit ca. 6 300 sehr hoch, anfangs darunter auch viele freiwillige Arbeitskräfte. Ab Beginn des Krieges arbeiteten in Kaprun mehr und mehr [[Zwangsarbeit|zwangsbeschäftigte]] Zivilarbeiter und Kriegsgefangene. Von [[1939]] bis [[1941]] wurden jährlich bis zu 600 Ausländer eingestellt, [[1942]] und [[1943]] war der Anteil an Ausländern am höchsten. Die Zwangsbeschäftigung der Kriegsgefangenen ist bisher am wenigsten erforscht, da ihre Daten im Melderegister nicht aufscheinen. Eine Gesamtzahl zwischen 4000 und 6000 liegt nach dem bisherigen Stand des Wissens nahe. Es handelte sich um polnische, belgische, französische und russische Kriegsgefangene, die unter unterschiedlich schlechten Bedingungen eingesetzt waren.