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== Geognosie ==
 
== Geognosie ==
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Das Dachsteingebirge besteht zur Gänze aus Karbonatgesteinen und führt seine Genese auf das Erdmittelalter zurück (vgl. [[Hagengebirge]]). Die charakteristische Kalkart des Dachsteingebirges wirkte namengebend auf die gesamte Region der Nördlichen Kalkalpen ([[Dachsteinkalk]]). Die äußeren Schichten des Dachsteinkalkes, die namentlich in den steil abfallenden Wandpartien zutage treten, bezeichnen wir als ''Dachsteinriffkalk'', während der Kern des Gebirges aus härterem Gesteinsmaterial, dem so genannten ''[[Dolomit|Ramsaudolomit]]'', besteht. Der Grad der Verkarstung erreicht im Dachsteinmassiv seine wohl größte Ausprägung.
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Das Dachsteingebirge besteht zur Gänze aus Karbonatgesteinen und führt seine Genese auf das Erdmittelalter zurück (vgl. [[Hagengebirge]]). Die charakteristische Kalkart des Dachsteingebirges wirkte namengebend auf die gesamte Region der [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] ([[Dachsteinkalk]]). Die äußeren Schichten des Dachsteinkalkes, die namentlich in den steil abfallenden Wandpartien zutage treten, bezeichnen wir als ''Dachsteinriffkalk'', während der Kern des Gebirges aus härterem Gesteinsmaterial, dem so genannten ''[[Dolomit|Ramsaudolomit]]'', besteht. Der Grad der Verkarstung erreicht im Dachsteinmassiv seine wohl größte Ausprägung.
    
===Gletscher===
 
===Gletscher===
In der Dachsteingruppe befinden sich die bei weitem größten Gletscher der Nördlichen Kalkalpen. Die äußere Morphologie des Gebirges zusammen mit seiner geographischen Lage als Wetterscheide, die häufige Niederschläge begünstigt, sind als die Hauptursachen zu nennen, weshalb sich hier im Gegensatze zu anderen Regionen der Nördlichen Kalkalpen ausgedehntere Gletschergebiete zu bilden und zu erhalten vermochten.  
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In der Dachsteingruppe befinden sich die bei weitem größten [[Gletscher]] der Nördlichen Kalkalpen. Die äußere Morphologie des Gebirges zusammen mit seiner geographischen Lage als Wetterscheide, die häufige Niederschläge begünstigt, sind als die Hauptursachen zu nennen, weshalb sich hier im Gegensatze zu anderen Regionen der Nördlichen Kalkalpen ausgedehntere Gletschergebiete zu bilden und zu erhalten vermochten.  
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Die größten Gletscher des Dachsteines sind der Reihe nach: der ''Hallstätter Gletscher'', der mit einer Fläche von über 3 km² zugleich auch der größte Gletscher der Nördlichen Kalkalpen ist. Seine Mächtigkeit ist mit etwa 90 Metern im zentralen Teil noch durchaus beachtlich. Es folgen der ''Große Gosaugletscher'' (1,2 km², etwa 80 Meter im zentralen Teil), ''Schladminger Gletscher'' (95 ha) sowie der kleinere ''Schneelochgletscher'' (22 ha), der deutlich niedriger im Schatten der Wände des Hohen Kreuzes gelegen ist und vorzüglich von Lawinen ernährt wird. Darüber hinaus existieren am Dachstein noch kleinere Eisfelder, die allerdings die Bezeichnung „Gletscher“ kaum verdienen; so etwa der ''Kleine Gosaugletscher'', der ''Nördliche'' und ''Südliche Torsteingletscher'' und der einzige „Gletscher“ auf steirischem Gebiet, der kleine ''Edelgrießgletscher'', wobei der Erstgenannte sowohl aufgrund seiner Größe wie durch seine äußere Gliederung in Nährgebiet, mit Spaltenbildung im mittleren Bereich und kleiner Zunge im Ablationsbereich noch am ehesten die Kriterien eines wahren Gletschers erfüllt. Der Hallstädter Gletscher wird zuweilen auch als ''Karls Eisfeld'' bezeichnet; er verdankt dieses Cognomen einem Besuch des abenteuerlustigen Erzherzogs Karl von Österreich, der im Jahre [[1812]] bis zum damals noch weit hinabreichenden Gletscherrand vordrang.
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Die größten Gletscher des Dachsteines sind der Reihe nach:  
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* Der ''Hallstätter Gletscher'', der mit einer Fläche von über 3 km² zugleich auch der größte Gletscher der Nördlichen Kalkalpen ist. Seine Mächtigkeit ist mit etwa 90 Metern im zentralen Teil noch durchaus beachtlich.
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* Der ''Große Gosaugletscher'' mit einer Fläche von 1,2 km² und einer Länge von etwa 80 Meter im zentralen Teil  
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* Der ''Schladminger Gletscher'' (95 ha) sowie der kleinere ''Schneelochgletscher'' (22 ha), der deutlich niedriger im Schatten der Wände des ''Hohen Kreuzes'' gelegen ist und hauptsächlich von Lawinen ernährt wird.  
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Darüber hinaus existieren am Dachstein noch kleinere Eisfelder, die allerdings die Bezeichnung „Gletscher“ kaum verdienen; so etwa der ''Kleine Gosaugletscher'', der ''Nördliche'' und ''Südliche Torsteingletscher'' und der einzige „Gletscher“ auf steirischem Gebiet, der kleine ''Edelgrießgletscher'', wobei der Erstgenannte sowohl aufgrund seiner Größe wie durch seine äußere Gliederung in Nährgebiet, mit Spaltenbildung im mittleren Bereich und kleiner Zunge im Ablationsbereich noch am ehesten die Kriterien eines wahren Gletschers erfüllt. Der Hallstädter Gletscher wird zuweilen auch als ''Karls Eisfeld'' bezeichnet; er verdankt dieses Cognomen einem Besuch des abenteuerlustigen Erzherzogs Karl von Österreich, der im Jahre [[1812]] bis zum damals noch weit hinabreichenden Gletscherrand vordrang.
    
===Höhlen===
 
===Höhlen===