| − | Die '''Khuen von Belasy''' (auch: ''Kuen'' …, auch: … ''Belasi, Belassy, Belassi'' udgl.) sind ein [[Südtirol]]er Adelsgeschlecht, das neben mehreren [[Salzburger Domherren|Salzburger Domklerikern]] insbesondere einen Erzbischof ([[1560]] bis [[1586]]), [[Johann Jakob von Kuen-Belasy|Johann Jakob Khuen von Belasy]], stellte. | + | Die '''Khuen von Belasy''' (auch: ''Kuen'' …, auch: … ''Belasi, Belassy, Belassi'' udgl.) sind ein [[Südtirol]]er Adelsgeschlecht, das neben mehreren [[Salzburger Domherren|Salzburger Domklerikern]] insbesondere einen Erzbischof ([[1560]] bis [[1586]]), [[Johann Jakob von Kuen-Belasy|Johann Jakob Kuen von Belasy]], stellte. |
| | ''Khuen'' ist (hier) eine Kurzform des Vornamens Konrad<ref name= " Uradel " >Friedrich Lanjus, [http://austroarchiv.com/joomla/user_upload/bluehende_geschlechter_des_oesterr_uradels.pdf ''Die blühenden Geschlechter des österreichischen Uradels'',] Abschnitt „Khuen von und zu Belasi, Grafen von Lichtenberg“.</ref>. Der Namenszusatz „von Belasi“ weist auf den seinerzeitigen Stammsitz ''Castel Belasi''<ref>Vgl. ''Castel Belasi'' auf [http://www.tr3ntino.it/de/highlights/burgen-schloesser/castel-belasi.html www.tr3ntino.it,] und auf [http://www.questotrentino.it/98/19/trentinoda.htm www.questotrentino.it;] sowie „Cenni Storici“ auf [http://www.comune.campodenno.tn.it/territorio.php?dyncnt_id=19 www.comune.campodenno.tn.it] – von [[1368]] bis in die 1950er-Jahre im Familienbesitz.</ref> im [[Trentino|Trentiner]] Nonstal (Val di Non), Gemeinde Campodenno, hin.<ref>Der Name mag ungarisch anmuten und es gab in der Tat eine ungarische ("slawonische") Linie dieses Geschlechts, die Wurzel des Namens ist aber romanisch und wohl vom griechischen Namen Blasius abgeleitet.</ref> | | ''Khuen'' ist (hier) eine Kurzform des Vornamens Konrad<ref name= " Uradel " >Friedrich Lanjus, [http://austroarchiv.com/joomla/user_upload/bluehende_geschlechter_des_oesterr_uradels.pdf ''Die blühenden Geschlechter des österreichischen Uradels'',] Abschnitt „Khuen von und zu Belasi, Grafen von Lichtenberg“.</ref>. Der Namenszusatz „von Belasi“ weist auf den seinerzeitigen Stammsitz ''Castel Belasi''<ref>Vgl. ''Castel Belasi'' auf [http://www.tr3ntino.it/de/highlights/burgen-schloesser/castel-belasi.html www.tr3ntino.it,] und auf [http://www.questotrentino.it/98/19/trentinoda.htm www.questotrentino.it;] sowie „Cenni Storici“ auf [http://www.comune.campodenno.tn.it/territorio.php?dyncnt_id=19 www.comune.campodenno.tn.it] – von [[1368]] bis in die 1950er-Jahre im Familienbesitz.</ref> im [[Trentino|Trentiner]] Nonstal (Val di Non), Gemeinde Campodenno, hin.<ref>Der Name mag ungarisch anmuten und es gab in der Tat eine ungarische ("slawonische") Linie dieses Geschlechts, die Wurzel des Namens ist aber romanisch und wohl vom griechischen Namen Blasius abgeleitet.</ref> |
| − | Die im Jahr 1560 erfolgte Wahl des Domherrn Johann Jakob Khuen von Belasy zum Erzbischof von Salzburg leitete eine nahezu zweihundertjährige Epoche der Dominanz von Südtiroler Adelsgeschlechtern (Khuen von Belasy, [[Welsperg|Welsperg-Raitenau]], [[Wolkenstein]], [[Lichtenstein (Südtiroler Adelsgeschlecht)|Lichtenstein]], [[Lodron]], [[Spaur]], [[Thun-Hohenstein]], [[Firmian]] ua.) im [[Salzburger Domkapitel]] ein, die, vielfach miteinander versippt, in dieser Epoche zahlreiche [[Salzburger Domherren]] sowie überwiegend die [[Erzbisch%C3%B6fe#F.C3.BCrsterzbisch.C3.B6fe|Salzburger Erzbischöfe]] stellten. | + | Die im Jahr 1560 erfolgte Wahl des Domherrn Johann Jakob Kuen von Belasy zum Erzbischof von Salzburg leitete eine nahezu zweihundertjährige Epoche der Dominanz von Südtiroler Adelsgeschlechtern (Khuen von Belasy, [[Welsperg|Welsperg-Raitenau]], [[Wolkenstein]], [[Lichtenstein (Südtiroler Adelsgeschlecht)|Lichtenstein]], [[Lodron]], [[Spaur]], [[Thun-Hohenstein]], [[Firmian]] ua.) im [[Salzburger Domkapitel]] ein, die, vielfach miteinander versippt, in dieser Epoche zahlreiche [[Salzburger Domherren]] sowie überwiegend die [[Erzbisch%C3%B6fe#F.C3.BCrsterzbisch.C3.B6fe|Salzburger Erzbischöfe]] stellten. |