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Erstmals [[1664]] erhielt Thomas Pichler, ein Bauernsohn aus [[Embach]], die Erlaubnis, sich als Einsiedler oberhalb des Schlosses Lichtenberg niederzulassen. Er baute jene Höhle, in der das Bildnis des hl. Georg verehrt wurde, zu einer Kapelle aus. Ab [[1677]] durften auch Heilige Messen gefeiert werden.
 
Erstmals [[1664]] erhielt Thomas Pichler, ein Bauernsohn aus [[Embach]], die Erlaubnis, sich als Einsiedler oberhalb des Schlosses Lichtenberg niederzulassen. Er baute jene Höhle, in der das Bildnis des hl. Georg verehrt wurde, zu einer Kapelle aus. Ab [[1677]] durften auch Heilige Messen gefeiert werden.
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Die Einsiedelei mit einer kleinen Kapelle wurde auf einem Felsen unterhalb der Höhle errichtet. Die Klausner besorgten besonders während der Nacht auch den wichtigen Dienst der Feuerwache. Sobald sie einen Brand bemerkten, läuteten sie mit der Glocke. Als Ausgleich zu ihrer wichtigen Funktion durften sie mit obrigkeitlicher Genehmigung in den Gemeinden Saalfelden, [[Maria Alm am Steinernen Meer|Maria Alm]], [[Leogang]], [[Weißbach bei Lofer]], [[St. Martin bei Lofer]] und [[Lofer]] Spenden sammeln.
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Die Einsiedelei mit einer kleinen Kapelle wurde auf einem Felsen unterhalb der Höhle errichtet. Die Klausner waren auch Kapellenmesner und besorgten besonders während der Nacht auch den wichtigen Dienst der Feuerwache. Die einstigen Eremiten waren auch Kapellenmesner und Feuermelder. Sobald sie einen Brand bemerkten, läuteten sie mit der Glocke. Als Ausgleich zu ihrer wichtigen Funktion durften sie mit obrigkeitlicher Genehmigung in den Gemeinden Saalfelden, [[Maria Alm am Steinernen Meer|Maria Alm]], [[Leogang]], [[Weißbach bei Lofer]], [[St. Martin bei Lofer]] und [[Lofer]] Spenden sammeln.
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Obwohl unter Joseph II 1782 bis 1787 zahlreiche Eremitenklöster aufgehoben und enteignet wurden, erhielt sich am Palfen die Tradition. Noch heute finden sich nach dem Abgang eines Einsiedlers immer wieder genügend Bewerber, die vom Bürgermeister und vom Saalfeldner Pfarrer angelobt werden. Sie "arbeiten" ohne Gehalt, weder Gemeinde noch Kirche entlohnt sie. Der Einsiedler muss daher seinen Lebensunterhalt weitgehend selbst zu bestreiten.
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Obwohl unter Joseph II 1782 bis 1787 zahlreiche Eremitenklöster aufgehoben und enteignet wurden, erhielt sich am Palfen die Tradition. Früher mussten sie auch in Winternächten  ausharren, im 19. Jahrhundert wurde ein Bruderhaus  geschaffen. Noch heute finden sich nach dem Abgang eines Einsiedlers immer wieder genügend Bewerber, die vom Bürgermeister und vom Saalfeldner Pfarrer angelobt werden. Sie "arbeiten" ohne Gehalt, weder Gemeinde noch Kirche entlohnt sie. Der Einsiedler muss daher seinen Lebensunterhalt weitgehend selbst zu bestreiten. Seit 1992 gibt es nur mehr freie Einsiedler.  
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Seit 1968 ist das Felsenhaus für Besucher offen und von der [[Bürgerau]] in 20 Minuten erreichbar.  Die einstigen Eremiten waren auch Kapellenmesner und Feuermelder. Seit 1992 gibt es nur mehr freie Einsiedler. Früher mussten sie auch in Winternächten  ausharren, im 19. Jahrhundert wurde ein Bruderhaus  geschaffen.
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Seit 1968 ist das Felsenhaus für Besucher offen und von der [[Bürgerau]] in 20 Minuten erreichbar.   
    
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