Schach-Landesverband Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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§ 1 der Vereinsstatuten: "Der Zweck der Gesellschaft ist, Schachfreunden (Herren und Damen) einen Vereinigungspunkt und Gelegenheit zur Übung und sachgemäßen Fortbildung im Schachspiele zu bieten und …".<br /> | § 1 der Vereinsstatuten: "Der Zweck der Gesellschaft ist, Schachfreunden (Herren und Damen) einen Vereinigungspunkt und Gelegenheit zur Übung und sachgemäßen Fortbildung im Schachspiele zu bieten und …".<br /> | ||
Klubabend war jeden Donnerstag ab 16.00 Uhr. Wobei man die Hälfte der Mitglieder dort aber fast täglich im Café sah.<br /> | Klubabend war jeden Donnerstag ab 16.00 Uhr. Wobei man die Hälfte der Mitglieder dort aber fast täglich im Café sah.<br /> | ||
Der Meisterspieler, Staatsbahn-Ingenieur [[Josef Hrdina]] (1882-1914), sowie die Schach-Senioren Baumeister [[Joseph Christoph]] (* 1842, † 1913), [[Mitglieder des Salzburger Gemeinderates|Salzburger Gemeinderat]] von 1897 bis 1909, der Sieger des kleinen Stadtturniers von 1878/79, und der Bahninspektor [[Adolf Mehrer]] (1853-) sind die drei Initatoren und wurden am [[21. Juni]] [[1912]] bei der Versammlung im Mozartstübchen des Stieglkeller Ehrenmitglieder der Salzburger Schachgesellschaft. <br /> | Der Meisterspieler, Staatsbahn-Ingenieur [[Josef Hrdina]] (1882-1914), sowie die Schach-Senioren Baumeister [[Joseph Christoph]] (* 1842, † 1913), [[Mitglieder des Salzburger Gemeinderates|Salzburger Gemeinderat]] von 1897 bis 1909, der Sieger des kleinen Stadtturniers von 1878/79, und der Bahninspektor [[Adolf Mehrer]] (1853-) sind die drei Initatoren und wurden am [[21. Juni]] [[1912]] bei der Versammlung im Mozartstübchen des Stieglkeller Ehrenmitglieder der Salzburger Schachgesellschaft. <br /> | ||
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Einige Lehrer (Amannshauser, Barth, ...), Schuldirektoren, Beamte, auch Bahn- und Postbeamte, Gewerbetreibende, Dachdeckermeister [[Otto Kunstmann]], … ein Adjunkt, Primarius, einige Offiziere, der Fotograf Carl P. Wagner, der aber bald nach Innsbruck ging. Morawetz, Kuhn, Juristen …, Landesrat Dr. Tischlinger, …finden sich berufsmäßig in der Mitgliederliste ab 1910 und den ersten Jahren aus anfangs 1910 31 Personen. Im folgenden Jahr 1911 37, das bis 1923 auf 120 Spieler anstieg.<br /> | Einige Lehrer (Amannshauser, Barth, ...), Schuldirektoren, Beamte, auch Bahn- und Postbeamte, Gewerbetreibende, Dachdeckermeister [[Otto Kunstmann]], … ein Adjunkt, Primarius, einige Offiziere, der Fotograf Carl P. Wagner, der aber bald nach Innsbruck ging. Morawetz, Kuhn, Juristen …, Landesrat Dr. Tischlinger, …finden sich berufsmäßig in der Mitgliederliste ab 1910 und den ersten Jahren aus anfangs 1910 31 Personen. Im folgenden Jahr 1911 37, das bis 1923 auf 120 Spieler anstieg.<br /> | ||
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Arbeiterschach und Vororte''' | |||
Vielleicht stärkere Spieler aus dem Arbeiterstand hätten sich damals die teuren Standes-Cafés, hohe Klubgebühren, oder teure Schach-Literatur, aber gar nicht leisten können. Von denen wurde noch eher lose in Gasthäusern gespielt.<br /> | |||
Anmerkung: Interessanterweise wurde Ende dieses Gründungsjahres 1910 auch der Grazer Arbeiterschachklub gegründet. Zuvor im Dez. 1909 bereits der Wiener Arbeiterschachklub (mit Spiellokalen anfangs in Favoriten und Ottakring).<br /> | |||
Anfang Juni 1910 wird in Hallein der Arbeiter-Turn-und Sportverein "Freiheit Hallein", gegründet (nach Zusammenkünften ab 1908), der eine der Keimzellen der Arbeitersportbewegung in Salzburg wurde. 1919 Gründung des ATSV-Bischofshofen, wo um 1923 der B´hofer Schachspieler A. Maggi hervortritt. 1926 ATSV-Itzling. Im Rahmen dieser Sportvereine wurde auch gelegentlich in kleineren Zirkeln Schach gespielt. In Itzing wurde schon seit 1900 gelegentlich beim Gasthof zum Aignherr (zur Westbahn), im Rahmen des Itzlinger Schulvereines, von zumeist armen Eisenbahnern gegründet 1900, gespielt. Später wird 1935 der Schachklub Itzling offiziell gegründet. Auch da wird wieder dieser Gasthof erwähnt, neben dem Gärtnerwirt und Auerhahn.).<br /> | |||
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