Änderungen

keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 9: Zeile 9:  
Der Blütenstängel ist stielrund, hohl, und zur Blütezeit mit wenigen Ausnahmen länger als die Blätter. Pro Stängel werden ein bis drei Teilblütenstände mit jeweils ein bis drei Einzelblüten gebildet, die in Form eines so genannten "Fächels“ (Rhipidium) zickzackförmig verzweigt sind. Die Einzelblüten sind kurz gestielt, und stehen in der Achsel eines kleinen trockenhäutigen Tragblattes. Reich blühende Stängel tragen sieben, in seltenen Fällen bis zu acht Einzelblüten.
 
Der Blütenstängel ist stielrund, hohl, und zur Blütezeit mit wenigen Ausnahmen länger als die Blätter. Pro Stängel werden ein bis drei Teilblütenstände mit jeweils ein bis drei Einzelblüten gebildet, die in Form eines so genannten "Fächels“ (Rhipidium) zickzackförmig verzweigt sind. Die Einzelblüten sind kurz gestielt, und stehen in der Achsel eines kleinen trockenhäutigen Tragblattes. Reich blühende Stängel tragen sieben, in seltenen Fällen bis zu acht Einzelblüten.
   −
Eine Einzelblüte besteht aus sechs blauvioletten Blüten- (Perigon-)blättern (es treten jedoch im Freiland sehr selten vollkommen weiß blühende Mutationen auf). Die drei äußeren Blütenblätter hängen nach unten und werden "Hängeblätter“ genannt. Diese sind an der Spitze blauviolett, gegen den Grund weißlich mit dunkel blauvioletter Aderung und verschmälern sich plötzlich zum braungelben, purpurn geaderten "Nagel“ (Anlockfunktion und Orientierungshilfe für Bestäuber). Die drei inneren, deutlich kleineren blauvioletten Blütenblätter stehen aufrecht und werden als "Domblätter“ bezeichnet. Der Griffel ist dreiästig, über jedem Hängeblatt steht ein blumenblattartig gestalteter blauvioletter Griffelast, welcher nahe dem aufwärts gekrümmten Ende unterseits als Empfangsorgan für den Pollen die unscheinbare Narbe, einen kleinen schuppenartigen Lappen, trägt.  Den zwei Blütenblattkreisen folgt ein Kreis mit drei Staubblättern. Jedes Staubblatt liegt unter jeweils einem Griffelast. Die Bestäubung erfolgt üblicherweise durch Hummeln. Eine Selbstbestäubung ist nicht möglich.
+
Eine Einzelblüte besteht aus sechs blauvioletten Blüten- (Perigon-)blättern (es treten im Freiland sehr selten weiß blühende Mutationen auf). Die drei äußeren Blütenblätter hängen nach unten und werden "Hängeblätter“ genannt. Diese sind an der Spitze blauviolett, gegen den Grund weißlich mit dunkel blauvioletter Aderung und verschmälern sich plötzlich zum braungelben, purpurn geaderten "Nagel“ (Anlockfunktion und Orientierungshilfe für Bestäuber). Die drei inneren, deutlich kleineren blauvioletten Blütenblätter stehen aufrecht und werden als "Domblätter“ bezeichnet. Der Griffel ist dreiästig, über jedem Hängeblatt steht ein blumenblattartig gestalteter blauvioletter Griffelast, welcher nahe dem aufwärts gekrümmten Ende unterseits als Empfangsorgan für den Pollen die unscheinbare Narbe, einen kleinen schuppenartigen Lappen, trägt.  Den zwei Blütenblattkreisen folgt ein Kreis mit drei Staubblättern. Jedes Staubblatt liegt unter jeweils einem Griffelast. Die Bestäubung erfolgt üblicherweise durch Hummeln. Eine Selbstbestäubung ist nicht möglich.
    
Als Frucht wird eine Kapsel gebildet, die bei der Samenreife (meist Ende August/Anfang September) von der Spitze her dreispaltig aufspringt. Die hell- bis schwarzbraun gefärbten, stark abgeflachten hartschaligen Samen werden durch Stoß- bzw. Schüttelausbreitung entlassen.
 
Als Frucht wird eine Kapsel gebildet, die bei der Samenreife (meist Ende August/Anfang September) von der Spitze her dreispaltig aufspringt. Die hell- bis schwarzbraun gefärbten, stark abgeflachten hartschaligen Samen werden durch Stoß- bzw. Schüttelausbreitung entlassen.
Zeile 31: Zeile 31:  
Datei:Iris_sibirica_Bestäubung.jpg|Hummelbestäubung einer Sibirien-Schwertlilie. Foto: Bernhard Schmall
 
Datei:Iris_sibirica_Bestäubung.jpg|Hummelbestäubung einer Sibirien-Schwertlilie. Foto: Bernhard Schmall
 
Datei:Iris sibirica Salzburg.jpg|Reich blühender Iris-Bestand nördlich der Stadt Salzburg. Foto: Bernhard Schmall
 
Datei:Iris sibirica Salzburg.jpg|Reich blühender Iris-Bestand nördlich der Stadt Salzburg. Foto: Bernhard Schmall
 +
Datei:Iris_sibirica_weiss.jpg|Weiß blühende Mutante der Sibirien-Schwertlilie. Foto: Bernhard Schmall
 
</gallery>
 
</gallery>
  
222

Bearbeitungen