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| − | Die Sibirien-Schwertlilie, auch Sibirische Schwertlilie, Blaue Schwertlilie oder Wiesen-Schwertlilie (Iris sibirica L.) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schwertlilien (Iris) innerhalb der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). | + | Die '''Sibirien-Schwertlilie''', auch '''Sibirische Schwertlilie''', '''Blaue Schwertlilie''' oder '''Wiesen-Schwertlilie''' (''Iris sibirica'' L.) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schwertlilien (''Iris'') innerhalb der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). |
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| | ==Beschreibung== | | ==Beschreibung== |
| | Die Sibirien-Schwertlilie ist eine ausdauernde, krautige, 45–90 (120) cm hohe Pflanze. Als Überdauerungsorgan wird ein kräftiges Rhizom gebildet, das sich mit zunehmendem Alter immer mehr verzweigt, wodurch im Laufe der Jahre große Horste entstehen. Alle oberirdischen Teile sterben im Herbst ab; im Frühjahr erscheinen schmale, bläulich-güne, 0,5–1 cm breite schwertförmige Blätter. | | Die Sibirien-Schwertlilie ist eine ausdauernde, krautige, 45–90 (120) cm hohe Pflanze. Als Überdauerungsorgan wird ein kräftiges Rhizom gebildet, das sich mit zunehmendem Alter immer mehr verzweigt, wodurch im Laufe der Jahre große Horste entstehen. Alle oberirdischen Teile sterben im Herbst ab; im Frühjahr erscheinen schmale, bläulich-güne, 0,5–1 cm breite schwertförmige Blätter. |
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| − | Der Blütenstängel ist stielrund, hohl, und zur Blütezeit mit wenigen Ausnahmen länger als die Blätter. Pro Stängel werden 1-3 Teilblütenstände mit jeweils 1-3 Einzelblüten gebildet, die in Form eines so genannten „Fächels“ (Rhipidium) zickzackförmig verzweigt sind. Die Einzelblüten sind kurz gestielt, und stehen in der Achsel eines kleinen trockenhäutigen Tragblattes. Reich blühende Stängel tragen sieben, in seltenen Fällen bis zu acht Einzelblüten. | + | Der Blütenstängel ist stielrund, hohl, und zur Blütezeit mit wenigen Ausnahmen länger als die Blätter. Pro Stängel werden 1-3 Teilblütenstände mit jeweils 1-3 Einzelblüten gebildet, die in Form eines so genannten "Fächels“ (Rhipidium) zickzackförmig verzweigt sind. Die Einzelblüten sind kurz gestielt, und stehen in der Achsel eines kleinen trockenhäutigen Tragblattes. Reich blühende Stängel tragen sieben, in seltenen Fällen bis zu acht Einzelblüten. |
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| − | Eine Einzelblüte besteht aus sechs Blüten- (Perigon-)blättern. Die drei äußeren hängen nach unten und werden „Hängeblätter“ genannt. Diese sind an der Spitze blauviolett, gegen den Grund weißlich mit dunkel blauvioletter Aderung und verschmälern sich plötzlich zum braungelben, purpurn geaderten „Nagel“. Die drei inneren, deutlich kleineren blauvioletten Blütenblätter stehen aufrecht und werden als „Domblätter“ bezeichnet. Der Griffel ist dreiästig, über jedem Hängeblatt steht ein blumenblattartig gestalteter blauvioletter Griffelast, welcher nahe dem aufwärts gekrümmten Ende unterseits als Empfangsorgan für den Pollen die unscheinbare Narbe, einen kleinen schuppenartigen Lappen, trägt. Den zwei Blütenblattkreisen folgt ein Kreis mit drei Staubblättern. Jedes Staubblatt liegt unter jeweils einem Griffelast. Die Bestäubung erfolgt üblicherweise durch Hummeln. Eine Selbstbestäubung ist nicht möglich. | + | Eine Einzelblüte besteht aus sechs Blüten- (Perigon-)blättern. Die drei äußeren hängen nach unten und werden "Hängeblätter“ genannt. Diese sind an der Spitze blauviolett, gegen den Grund weißlich mit dunkel blauvioletter Aderung und verschmälern sich plötzlich zum braungelben, purpurn geaderten "Nagel“. Die drei inneren, deutlich kleineren blauvioletten Blütenblätter stehen aufrecht und werden als "Domblätter“ bezeichnet. Der Griffel ist dreiästig, über jedem Hängeblatt steht ein blumenblattartig gestalteter blauvioletter Griffelast, welcher nahe dem aufwärts gekrümmten Ende unterseits als Empfangsorgan für den Pollen die unscheinbare Narbe, einen kleinen schuppenartigen Lappen, trägt. Den zwei Blütenblattkreisen folgt ein Kreis mit drei Staubblättern. Jedes Staubblatt liegt unter jeweils einem Griffelast. Die Bestäubung erfolgt üblicherweise durch Hummeln. Eine Selbstbestäubung ist nicht möglich. |
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| | Als Frucht wird eine Kapsel gebildet, die bei der Samenreife (meist Ende August/Anfang September) von der Spitze her dreispaltig aufspringt. Die hell- bis schwarzbraun gefärbten, stark abgeflachten hartschaligen Samen werden durch Stoß- bzw. Schüttelausbreitung entlassen. | | Als Frucht wird eine Kapsel gebildet, die bei der Samenreife (meist Ende August/Anfang September) von der Spitze her dreispaltig aufspringt. Die hell- bis schwarzbraun gefärbten, stark abgeflachten hartschaligen Samen werden durch Stoß- bzw. Schüttelausbreitung entlassen. |
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| | ==Standorte== | | ==Standorte== |
| | Die Sibirien-Schwertlilie kommt auf nassen Wiesen, in (Flach-)Mooren, auf Sumpfwiesen und im Röhricht vor. | | Die Sibirien-Schwertlilie kommt auf nassen Wiesen, in (Flach-)Mooren, auf Sumpfwiesen und im Röhricht vor. |
| − | Verbreitung im Bundesland Salzburg: Mit Ausnahme des [[Lungaues]] sind natürliche Vorkommen im gesamten [[Bundesland Salzburg]] bekannt. Schwerpunktmäßig tritt die Art im [[Flachgau]] auf. | + | |
| | + | ==Verbreitung im Bundesland Salzburg== |
| | + | Mit Ausnahme des [[Lungaues]] sind natürliche Vorkommen im gesamten [[Bundesland Salzburg]] bekannt. Schwerpunktmäßig tritt die Art im [[Flachgau]] auf. |
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| | ==Gefährdung und Schutz== | | ==Gefährdung und Schutz== |