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[[1734]] wurde der "Mann im Salz" gefunden, eine Leiche, die noch Haupt- und Barthaare trug. Man fand ihn, als im so genannten ''Kilb-Werk'' der Werkshimmel auf die Ablassvorrichtung (Anm. der Sole) gestürzt und dadurch die Anlage unbrauchbar geworden war. Als man mit der Wiederherstellung begann, stieß man auf diesen "Man im Salz", der vermutlich mehr als zwei Jahrtausende bei einem Stolleneinbruch verschüttet wurde.
 
[[1734]] wurde der "Mann im Salz" gefunden, eine Leiche, die noch Haupt- und Barthaare trug. Man fand ihn, als im so genannten ''Kilb-Werk'' der Werkshimmel auf die Ablassvorrichtung (Anm. der Sole) gestürzt und dadurch die Anlage unbrauchbar geworden war. Als man mit der Wiederherstellung begann, stieß man auf diesen "Man im Salz", der vermutlich mehr als zwei Jahrtausende bei einem Stolleneinbruch verschüttet wurde.
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Bereits um 900 v. Chr. begannen die Menschen, sich in den Salzberg hinein zu graben. Bis dahin nutzte man nur Oberflächensalz oder salzhaltige Quellen. Im Laufe der Jahrtausende entstand dann ein Stollensystem von etwa 4&nbsp;000 Metern. Heute weiß man, dass etwa ein Monat für einen Meter Stollen an Zeitaufwand notwendig war. Da die ''taube Schicht''<ref>nicht Salz führende Gesteinsschicht(en)</ref> etwa 35 bis 65 Meter dick sind, benötigten die Menschen damals mehrere Jahre, um an das Salz zu gelangen.  
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Im Laufe der Jahrtausende entstand dann ein Stollensystem von etwa 4&nbsp;000 Metern. Heute weiß man, dass etwa ein Monat für einen Meter Stollen an Zeitaufwand notwendig war. Da die ''taube Schicht''<ref>nicht Salz führende Gesteinsschicht(en)</ref> etwa 35 bis 65 Meter dick sind, benötigten die Menschen damals mehrere Jahre, um an das Salz zu gelangen.  
    
===Soleleitung===
 
===Soleleitung===
[[1595]] wurde erstmals durch eine hölzerne Leitung Sole aus dem Hallstätter Bergwerk nach [[Bad Ischl|Ischl]] gebracht und im Sudwerk verarbeitet. [[1757]] wurde vom Hallstätter Johann Spielbichler der ''Gosauzwang'' errichtet, der die bis dahin frei über das Tal führende Soleleitung über sieben steinerne Pfeiler führte. Bis [[1607]] war dann die Soleleitung von Ischl nach Ebensee am Traunsee verlängert und man begann dort mit dem Salzsieden.  
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[[1595]] wurde erstmals durch eine hölzerne Leitung Sole aus dem Hallstätter Bergwerk nach [[Bad Ischl|Ischl]] gebracht und im Sudwerk verarbeitet. [[1757]] wurde vom Hallstätter Johann Spielbichler der ''Gosauzwang'' errichtet, der die bis dahin frei über das Tal führende Soleleitung über sieben steinerne Pfeiler führte. Bis [[1607]] war dann die Soleleitung von Ischl nach Ebensee am Traunsee verlängert und man begann dort mit dem Salzsieden.
    
==Das Bergwerk==
 
==Das Bergwerk==