Eduard Paul Tratz: Unterschied zwischen den Versionen
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Während der [[NSDAP|NS]]-Zeit nutzte Tratz seine Regimetreue zur Weiterentwicklung des Museums. Er war SS-Hauptsturmführer, Träger des Totenkopfrings und in prominenter Position mit der SS-Wissenschaftsorganisation "Ahnenerbe" verbunden. Der Historiker [[Robert Hoffmann (Historiker)|Robert Hoffmann]] hat aufgezeigt, dass Tratz an Kunstraubaktionen in Polen beteiligt war, dass er das "[[NS-Euthanasie]]-Programm" rechtfertigte und dass die Tibetschau im Haus der Natur das Ergebnis einer engen Kooperation zwischen Tratz und dem Leiter der SS-Expedition [[1938]]/[[1939|39]] gewesen sei. | Während der [[NSDAP|NS]]-Zeit nutzte Tratz seine Regimetreue zur Weiterentwicklung des Museums. Er war SS-Hauptsturmführer, Träger des Totenkopfrings und in prominenter Position mit der SS-Wissenschaftsorganisation "Ahnenerbe" verbunden. Der Historiker [[Robert Hoffmann (Historiker)|Robert Hoffmann]] hat aufgezeigt, dass Tratz an Kunstraubaktionen in Polen beteiligt war, dass er das "[[NS-Euthanasie]]-Programm" rechtfertigte und dass die Tibetschau im Haus der Natur das Ergebnis einer engen Kooperation zwischen Tratz und und Dr. Schäfer, dem Leiter der von der SS geförderten Tibet-Expedition [[1938]]/[[1939|39]] gewesen sei. | ||
[[1945]] wurde Tratz als Direktor des Museums abgesetzt und für zwei Jahre im [[Lager Glasenbach]] interniert. Er wurde jedoch später rehabilitiert und [[1949]] wieder als Direktor bestellt. | [[1945]] wurde Tratz als Direktor des Museums abgesetzt und für zwei Jahre im [[Lager Glasenbach]] interniert. Er wurde jedoch später rehabilitiert und [[1949]] wieder als Direktor bestellt. | ||