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[[Bild:Pfarrkirche_Schwarzach.jpg|thumb|Pfarrkirche Schwarzach im Pongau]]
 
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[[Datei:Schwarzacher Rathaus.JPG|thumb|Rathaus]]
 
[[Datei:Schwarzacher Rathaus.JPG|thumb|Rathaus]]
[[Datei:Schwarzach KH01.jpg|thumb|Krankenhaus Schwarzach]]
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[[Datei:Markt (Schwarzach im Pongau).jpg|thumb|Blick in den [[Markt (Schwarzach im Pongau)|"Markt"]]]][[Datei:Schwarzach KH01.jpg|thumb|Krankenhaus Schwarzach]]
 
[[Datei:Krankenpflegeschule Schwarzach.jpg|thumb|Schule für Gesundheits- und Krankenpflege]]
 
[[Datei:Krankenpflegeschule Schwarzach.jpg|thumb|Schule für Gesundheits- und Krankenpflege]]
[[Bild:Kriegerdenkmal in Schwarzach.JPG||thumb|Kriegerdenkmal von [[Alois Lidauer]] neben dem Rathaus]]
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[[Bild:Kriegerdenkmal in Schwarzach.JPG|thumb|Kriegerdenkmal von [[Alois Lidauer|Lois Lidauer]] neben dem Rathaus]]
    
'''Schwarzach im Pongau''' ist eine Marktgemeinde im mittleren [[Salzach]]tal im [[Pongau]] und auch ein wichtiger Bahnknoten.
 
'''Schwarzach im Pongau''' ist eine Marktgemeinde im mittleren [[Salzach]]tal im [[Pongau]] und auch ein wichtiger Bahnknoten.
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<!-- === Religionen === -->
 
<!-- === Religionen === -->
 
=== Bevölkerungsentwicklung ===  
 
=== Bevölkerungsentwicklung ===  
Ein Blick auf die Bevölkerungszahlen zeigt, dass Schwarzach im Pongau im Bundesland Salzburg mit derzeit knapp unter 3600 Einwohnern an 7. Stelle des Pongaues und an 35. Stelle im Land Salzburg rangiert. Während zwischen 1981 und 1991 eine Bevölkerungsabnahme von 3684 auf 3489, d.h um 5,3 % der Einwohner mit Hauptwohnsitz, zu verzeichnen war, ist zwischen 1991 und 1999 wieder eine Zunahme von ca. 2,5 % festzustellen.
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Ein Blick auf die Bevölkerungszahlen zeigt, dass Schwarzach im Pongau im Bundesland Salzburg mit derzeit knapp unter 3600 Einwohnern an 7. Stelle des Pongaues und an 35. Stelle im Land Salzburg rangiert.
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Nach einem stetigen und seit dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]]s<nowiki></nowiki>ende anhaltend kräftigen Wachstum wurde im Jahr 1971 ein Höchststand von 3788 Einwohnern erreicht, dem bis 1991 ein Absinken um 7,9% auf 3489 Einwohner folgte. Zwischen 1991 und 2012 ist wieder eine leichte Zunahme von ca. 2,2 % festzustellen.
    
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
 
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
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Die seit ihrem Bestehen wiederholt vom Hochwasser der Salzach gefährdete und schwer beschädigte Salzachbrücke wurde [[1939]] als Holzkonstruktion neu gebaut, [[1956]] beim Bau des [[Flusskraftwerk Schwarzach|Flusskraftwerkes Schwarzach]] verstärkt und saniert, [[1970]] neuerlich adaptiert und schließlich [[1974]] auf Grund des ständig steigenden Verkehrsaufkommens und erhöhter Belastung mit einem Kostenaufwand von acht Mio. Schillling (ca. 580.000 Euro) als Stahlbetonbrücke neu gebaut. In Verbindung damit wurde die Straßenkreuzung auf drei Fahrbahnen erweitert und die Fußgängerunterführung umgebaut und teilweise auch überdacht. Im Jahr [[2002]] wurde die Brücke erneut saniert.
 
Die seit ihrem Bestehen wiederholt vom Hochwasser der Salzach gefährdete und schwer beschädigte Salzachbrücke wurde [[1939]] als Holzkonstruktion neu gebaut, [[1956]] beim Bau des [[Flusskraftwerk Schwarzach|Flusskraftwerkes Schwarzach]] verstärkt und saniert, [[1970]] neuerlich adaptiert und schließlich [[1974]] auf Grund des ständig steigenden Verkehrsaufkommens und erhöhter Belastung mit einem Kostenaufwand von acht Mio. Schillling (ca. 580.000 Euro) als Stahlbetonbrücke neu gebaut. In Verbindung damit wurde die Straßenkreuzung auf drei Fahrbahnen erweitert und die Fußgängerunterführung umgebaut und teilweise auch überdacht. Im Jahr [[2002]] wurde die Brücke erneut saniert.
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:Siehe auch: [[Straßen der Marktgemeinde Schwarzach im Pongau]]
    
==== Ortsumfahrung ====
 
==== Ortsumfahrung ====
Schon seit [[1972]] gibt es aufgrund des ständig steigenden Verkehrsaufkommens auf der Ortsdurchfahrt und der damit verbundenen unerträglichen Lärm-, Abgas- und Staubelästigung der Bevölkerung den Wunsch der Gemeindeverantwortlichen und der Bürger Schwarzachs nach einer Umfahrung. Im Jahr [[1984]] wurde das Planungsbüro Dr. Illetschko in Wien von der Salzburger Landesregierung beauftragt, Projektstudien für die Umfahrung Schwarzach auszuarbeiten. Der damalige Bürgermeister [[Landtagsabgeordneter|LA]] [[Alois Stöllinger]] und die Gemeindevertretung versuchten immer wieder, den Wunsch nach einer Umfahrung voranzutreiben. In Gesprächen mit [[Landesrat]] [[Volker Winkler]], [[Alfred Denk|Hofrat Dipl.Ing. Alfred Denk]] sowie der Marktgemeinde St.&nbsp;Veit kam es schließlich zu einer von allen Seiten akzeptierten Lösungsvariante. Am [[20. Juni]] [[1995]] wurde der offizielle Tunnelanschlag vorgenommen.
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Schon seit [[1972]] gab es aufgrund des ständig steigenden Verkehrsaufkommens auf der Ortsdurchfahrt und der damit verbundenen unerträglichen Lärm-, Abgas- und Staubelästigung der Bevölkerung den Wunsch der Gemeindeverantwortlichen und der Bürger Schwarzachs nach einer Umfahrung. Im Jahr [[1984]] wurde das Planungsbüro Dr. Illetschko in Wien von der Salzburger Landesregierung beauftragt, Projektstudien für die Umfahrung Schwarzach auszuarbeiten. Der damalige Bürgermeister [[Landtagsabgeordneter|LA]] [[Alois Stöllinger]] und die Gemeindevertretung versuchten immer wieder, den Wunsch nach einer Umfahrung voranzutreiben. In Gesprächen mit [[Landesrat]] [[Volker Winkler]], [[Alfred Denk|Hofrat Dipl.Ing. Alfred Denk]] sowie der Marktgemeinde St.&nbsp;Veit kam es schließlich zu einer von allen Seiten akzeptierten Lösungsvariante. Am [[20. Juni]] [[1995]] wurde der offizielle Tunnelanschlag vorgenommen.
    
Die Fertigstellung der Umfahrung Schwarzach ([[Schönbergtunnel]] mit einer Länge von 2,9 km) brachte eine große Verbesserung der Lebensqualität für die Schwarzacher und trägt auch zu einer noch besseren Mobilität für die gesamte Region bei.
 
Die Fertigstellung der Umfahrung Schwarzach ([[Schönbergtunnel]] mit einer Länge von 2,9 km) brachte eine große Verbesserung der Lebensqualität für die Schwarzacher und trägt auch zu einer noch besseren Mobilität für die gesamte Region bei.
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Da die Grenze gegen St. Veit im Osten so ungünstig lag, dass sie knapp am Marktkern und am Rande des Krankenhauses den Baubestand und Talboden durchschneidet und damit jede natürliche Entwicklung nach Osten hin unterband, diese Flächen aber durch die Infrastruktur sowie Lage und Topographie mehr zur Gemeinde Schwarzach tendierten, wurden mit der Gemeinde St.&nbsp;Veit bezüglich einer Gebietsreform seit [[1972]] Verhandlungen geführt. Auch der [[Salzburger Landesregierung]] und dem [[Salzburger Landtag]] wurde [[1976]] eine Bittschrift überreicht. Der [[Salzburger Landtag]] hat dann am [[19. Oktober]] [[1982]] einhellig den Beschluss gefasst, auf Grund einer zwischen den beiden Gemeinden getroffenen Vereinbarung und durchgeführten Befragungen der betroffenen Bevölkerung, die Grenze neu festzusetzen und ein Gebiet von 19&nbsp;ha in die Gemeinde Schwarzach einzugliedern. Das Gesetz trat mit [[1. Jänner]] [[1983]] in Kraft.
 
Da die Grenze gegen St. Veit im Osten so ungünstig lag, dass sie knapp am Marktkern und am Rande des Krankenhauses den Baubestand und Talboden durchschneidet und damit jede natürliche Entwicklung nach Osten hin unterband, diese Flächen aber durch die Infrastruktur sowie Lage und Topographie mehr zur Gemeinde Schwarzach tendierten, wurden mit der Gemeinde St.&nbsp;Veit bezüglich einer Gebietsreform seit [[1972]] Verhandlungen geführt. Auch der [[Salzburger Landesregierung]] und dem [[Salzburger Landtag]] wurde [[1976]] eine Bittschrift überreicht. Der [[Salzburger Landtag]] hat dann am [[19. Oktober]] [[1982]] einhellig den Beschluss gefasst, auf Grund einer zwischen den beiden Gemeinden getroffenen Vereinbarung und durchgeführten Befragungen der betroffenen Bevölkerung, die Grenze neu festzusetzen und ein Gebiet von 19&nbsp;ha in die Gemeinde Schwarzach einzugliedern. Das Gesetz trat mit [[1. Jänner]] [[1983]] in Kraft.
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In den Jahren [[1982]] bis [[1984]] entstand das neue Ortszentrum mit Festsaal, Feuerwehrhaus, sechs Wohnungen, Rot-Kreuz-Haus samt Nebenräumen und Grünanlagen. Im Kellergeschoss des Festsaales, der vom Hotel Post aus betrieben wird, befindet sich das Vereinsheim des Trachtenvereins, ein Zimmergewehr-Schießstand und ein Mehrzweckraum. Das alte Feuerwehrhaus ist 1985 für Zwecke der Sparkasse im Erdgeschoß erweitert und insgesamt adaptiert worden. Der alte Sparkassenanbau wurde abgetragen und der Sparkassenplatz neu gestaltet. Das Kriegerdenkmal hat als neuen Standort den Platz östlich des Rathauses gefunden.
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In den Jahren [[1982]] bis [[1984]] entstand das neue Ortszentrum mit Festsaal, Feuerwehrhaus, sechs Wohnungen, Rot-Kreuz-Haus samt Nebenräumen und Grünanlagen. Im Kellergeschoss des Festsaales, der vom Hotel Post aus betrieben wird, befinden sich das Vereinsheim des Trachtenvereins, ein Zimmergewehr-Schießstand und ein Mehrzweckraum. Das alte Feuerwehrhaus ist 1985 für Zwecke der Sparkasse im Erdgeschoß erweitert und insgesamt adaptiert worden. Der alte Sparkassenanbau wurde abgetragen und der Sparkassenplatz neu gestaltet. Das Kriegerdenkmal hat als neuen Standort den Platz östlich des Rathauses gefunden.
    
Obwohl die Verhältnisse gegenüber anderen Orten auf Grund der Raumknappheit etwas ungünstiger sind, ist die Entwicklung des Ortes nicht abgeschlossen und kann eine weitere Belebung erfahren, wenn z. B. das Gewerbegebiet Urfahr südlich der Bahnanlage für die Ansiedlung von weiteren Betrieben freigegeben wird. Über die Bahnüberführungsbrücke (errichtet [[1971]]) und die Landesstraße [[L 255]] ist das Gebiet vollkommen aufgeschlossen. In den letzten Jahren haben sich dort der neue Gemeindebauhof, die Zimmerei Burgschwaiger, die Fa. Hettegger Transporte und Glas Metall Weißofner angesiedelt.
 
Obwohl die Verhältnisse gegenüber anderen Orten auf Grund der Raumknappheit etwas ungünstiger sind, ist die Entwicklung des Ortes nicht abgeschlossen und kann eine weitere Belebung erfahren, wenn z. B. das Gewerbegebiet Urfahr südlich der Bahnanlage für die Ansiedlung von weiteren Betrieben freigegeben wird. Über die Bahnüberführungsbrücke (errichtet [[1971]]) und die Landesstraße [[L 255]] ist das Gebiet vollkommen aufgeschlossen. In den letzten Jahren haben sich dort der neue Gemeindebauhof, die Zimmerei Burgschwaiger, die Fa. Hettegger Transporte und Glas Metall Weißofner angesiedelt.
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* YX [[Die Grünen (Österreich)|Grüne]]
 
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:''Siehe den Hauptartikel [[Bürgermeister der Marktgemeinde Schwarzach im Pongau]]
 
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<!-- === Ehrenbürger === -->
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* [[Andrea Fischbacher]] (* 14. Oktober 1985 in Schwarzach), Skiläuferin
 
* [[Andrea Fischbacher]] (* 14. Oktober 1985 in Schwarzach), Skiläuferin
 
* [[Michael Gruber]] (* 5. Dezember 1979 in Schwarzach im Pongau), Olympiasieger und Weltmeister in der Nordischen Kombination
 
* [[Michael Gruber]] (* 5. Dezember 1979 in Schwarzach im Pongau), Olympiasieger und Weltmeister in der Nordischen Kombination
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* [[Josef Lackner]] (* [[1954]]), Landesschulinspektor
 
* [[Kurt Leitner]] (* 21. März 1946 in Schwarzach), ehemaliger Fußballspieler bei Austria Wien, Wiener Sport-Club, LASK Linz)
 
* [[Kurt Leitner]] (* 21. März 1946 in Schwarzach), ehemaliger Fußballspieler bei Austria Wien, Wiener Sport-Club, LASK Linz)
 
* [[Herbert Rettensteiner]] (* 26. August 1946 in Schwarzach), ehemaliger Torhüter bei SV Austria Salzburg und Wacker Innsbruck
 
* [[Herbert Rettensteiner]] (* 26. August 1946 in Schwarzach), ehemaliger Torhüter bei SV Austria Salzburg und Wacker Innsbruck
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== Literatur ==
 
== Literatur ==
* [[Josef Lackner|Lackner, Josef]]: ''Schwarzach. Kurzer Abriss seiner Geschichte.'' In: Salzburg. Geschichte und Politik (Mitteilungen der [[Dr.-Hans-Lechner-Forschungsgesellschaft]]) [http://www.lechner-forschungsgesellschaft.at/zeitschrift/Geschichte_und_Politik_1991_1_Schwarzach.pdf 1.&nbsp;Jahr / 1991 / 1]
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* [[Josef Lackner|Lackner, Josef]]: ''Schwarzach. Kurzer Abriss seiner Geschichte.'' In: Salzburg. Geschichte und Politik (Mitteilungen der [[Dr. Hans Lechner-Forschungsgesellschaft]]) [http://www.lechner-forschungsgesellschaft.at/zeitschrift/Geschichte_und_Politik_1991_1_Schwarzach.pdf 1.&nbsp;Jahr / 1991 / 1]
 
<!-- == Sonstiges == -->
 
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