Kobler-Spängler-Briefe von 1871: Unterschied zwischen den Versionen
→Brief vom 12. Dezember 1871 von Franz Spängler an Fanni Schlegel: neuer Brief ~~~~ |
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"Geschnitzer": Die Familie Gschnitzer gehört zu den angesehenen Handelsfamilien in Salzburg; von 1847 bis 1850 ist Matthias Gschnitzer Bürgermeister, von 1854 bis 1861 dann Alois Spängler. Es liegt ein Partezettel vor für Anna von Reichel, geb. Gschnitzer, 84 Jahre alt, o. J. | "Geschnitzer": Die Familie Gschnitzer gehört zu den angesehenen Handelsfamilien in Salzburg; von 1847 bis 1850 ist Matthias Gschnitzer Bürgermeister, von 1854 bis 1861 dann Alois Spängler. Es liegt ein Partezettel vor für Anna von Reichel, geb. Gschnitzer, 84 Jahre alt, o. J. | ||
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==== Brief vom 16. Dezember 1871 von Franz Spängler an Fanni Schlegel ==== | |||
Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]] mit Umschlag, aufgedruckte Marke 5 kr.; Poststempel "Mödling 16/12…" [teils verwischt], rückseitig "Salzburg Stadt 17/12/10-11 Früh/71"; kleines rotes Lacksiegel "F Sp"; ''Frl'' [unterstrichen:] ''Fanny Schlegel //'' [unterstrichen:] ''Salzburg // Marktpla[t]z N 10 II Sto[c]k''. Ein Bogen; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]:<br /> | |||
''Mödling 16/12 1871 // Meine liebe Fanny! // Mir tut es wirklich leid, wenn je[t]zt öfters Störungen od Verzögerungen im regelmäßigen Laufe der Briefe eintreten; doch dürfte die Ursache mitunter auch in Verzögerungen der Eisenba[h]nzüge wegen Schneeverwehungen liegen; mir ist es selbst einmal auf der Fahrt nach Wien passi[e]rt, dß wir statt 36 Minuten über 1 ½ Stunden nach Wien brauchten, indem wir in einer Schneeverwehung ste[c]ken blieben, u erst als ausgeschaufelt worden war, weiter fa[h]ren konnten.'' […] Über den Weihnachtsabend / werden sie miteinander sprechen; maßgebend ist das Befinden der Großmutter. Seine Schafwollsocken hat er ''mit kunstfertiger Hand selbst verstopft [!]''. // Vielleicht wird er sich eine Haube kaufen, mit Lappen über die Ohren, wie für kleine Kinder. Die Mutter soll sich nicht sorgen, / er ist der Kälte gegenüber abgehärtet. // Am Abend in der Liedertafel wird Wilhelm Tell mit verteilten Rollen gelesen, er liest die Partie des Stauffacher. […] / Er arbeitet, damit es keine Rückstände gibt. Er muss schließen, in 8 Tagen hofft er in Salzburg zu sein. […] ''dein treuer Franz''. Grüße an die Großmutter. | |||
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