Kobler-Spängler-Briefe von 1871: Unterschied zwischen den Versionen
→Brief vom 19. bis 21. Oktober 1871 von Franz Spängler an Fanni Schlegel: neuer Brief ~~~~ |
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==== Brief vom 21. und 22. Oktober 1871 von Franz Spängler an Fanni Schlegel ==== | ==== Brief vom 21. und 22. Oktober 1871 von Franz Spängler an Fanni Schlegel ==== | ||
Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]] mit Umschlag, aufgedruckte Marke 5 kr., zusätzlich aufgeklebt 15 kr.; Poststempel "Mödling…" [verwischt], rückseitig "Salzburg…" [verwischt]; kleines rotes Lacksiegel "F. Sp. "; vorne gestempelt RECOM. [eingeschrieben] und | Brief von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Spängler]] mit Umschlag, aufgedruckte Marke 5 kr., zusätzlich aufgeklebt 15 kr.; Poststempel "Mödling…" [verwischt], rückseitig "Salzburg…" [verwischt]; kleines rotes Lacksiegel "F. Sp. "; vorne gestempelt RECOM. [eingeschrieben] und ''168''. ''An Fräulein'' [unterstrichen:] ''Fanny Schlegel //'' [unterstrichen:] ''Salzburg // Marktpla[t]z 10 II Sto[c]k''. Vier Bögen; [Ergänzung]:<br /> | ||
''Mödling 21. Oct'' [ohne Jahr] ''// 11 Uhr Ab[en]ds // Meine innigst geliebte Fanny! // Gerne habe ich erst heute Mittags einen Brief an Dich aufgegeben, aber doch kann ich den Tag nicht beschließen ohne einen neuen an Dich anzufangen, um Dir immer wieder zu sagen, wie gern ich Dich habe, wie oft ich Deiner liebend gedenke.'' […] – Er war bei einer Liedertafelproduktion, an die sich nun ein Kränzchen anschließt. Walzer und Polka erklingen, die Paare drehen sich, und er geht nach Hause, um ihr zu schreiben und nennt sie mit einem Gedicht von Geibel "liebes Kind". Es kommen weitere Assoziationen zu Gedichten Geibels […] 22. Oktober früh. Er hat in der Kirche für sie und für die Großmutter gebetet, und er fügt ein Verzeichnis der Wohnungen bei, zu denen er umfangreiche Hinweise gibt.<ref>Die Wohnungen I. bis IX. sind auf den folgenden drei Bögen ausführlich beschrieben, Zeichnungen der Grundrisse sind eingefügt und beschriftet. Aus diesen Unterlagen greife ich, [[Otto Holzapfel]], nur (für mich) Auffälliges heraus.</ref> Falls die Großmutter erlaubt, dass Fanni nach Wien kommt, müsste das verschoben werden, weil er in einer großen "Commission" für die Wiener Wasserleitung ist und einige Tage damit beschäftigt ist. Er hofft, dass Fanni die Großmutter bewegen kann, die Reise zu erlauben. ''Mit herzlichem Gruße u Kuße // Dein // treuer Franz'' | ''Mödling 21. Oct'' [ohne Jahr] ''// 11 Uhr Ab[en]ds // Meine innigst geliebte Fanny! // Gerne habe ich erst heute Mittags einen Brief an Dich aufgegeben, aber doch kann ich den Tag nicht beschließen ohne einen neuen an Dich anzufangen, um Dir immer wieder zu sagen, wie gern ich Dich habe, wie oft ich Deiner liebend gedenke.'' […] – Er war bei einer Liedertafelproduktion, an die sich nun ein Kränzchen anschließt. Walzer und Polka erklingen, die Paare drehen sich, und er geht nach Hause, um ihr zu schreiben und nennt sie mit einem Gedicht von Geibel "liebes Kind". Es kommen weitere Assoziationen zu Gedichten Geibels […] 22. Oktober früh. Er hat in der Kirche für sie und für die Großmutter gebetet, und er fügt ein Verzeichnis der Wohnungen bei, zu denen er umfangreiche Hinweise gibt.<ref>Die Wohnungen I. bis IX. sind auf den folgenden drei Bögen ausführlich beschrieben, Zeichnungen der Grundrisse sind eingefügt und beschriftet. Aus diesen Unterlagen greife ich, [[Otto Holzapfel]], nur (für mich) Auffälliges heraus.</ref> Falls die Großmutter erlaubt, dass Fanni nach Wien kommt, müsste das verschoben werden, weil er in einer großen "Commission" für die Wiener Wasserleitung ist und einige Tage damit beschäftigt ist. Er hofft, dass Fanni die Großmutter bewegen kann, die Reise zu erlauben. ''Mit herzlichem Gruße u Kuße // Dein // treuer Franz'' | ||