Karl Tobis: Unterschied zwischen den Versionen

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In diesem Akt befindet sich ein Brief von Karl Tobis, den dieser am [[28. Oktober]] [[1840]] verfasste. In diesem beschreibt er seine Lebensumstände und wie viel Zeit und Verdienst ihn die Vertretung des Kreisarztes gekostet hat. Er beschreibt auch die Erziehung seiner Tochter: "Ein anderer mir durch gänzlichen Zeitmangel zugegangener empfindlicher Nachtheil ist dieser: meiner Tochter kann ich kein Vermögen hinterlaßen; ihr eine ihren Talenten angemeßene Erziehung zu geben, ist also um so unerläßlichere Vaterpflicht. Aus Mangel an den Mitteln hiezu, war ich in den Stunden der Muße, stets selbst ihr Lehrer. Seit einem Jahre aber, gab es für mich keine solchen Stunden mehr, und ich mußte, wollte ich das angefangene Werk nicht unvollendet, und das bereits in Sprachen u. Musik Erlernte nicht vergeßen laßen, Lehrer aufstellen, die bedeutendes Geld kosteten." <ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 157.</ref>  
In diesem Akt befindet sich ein Brief von Karl Tobis, den dieser am [[28. Oktober]] [[1840]] verfasste. In diesem beschreibt er seine Lebensumstände und wie viel Zeit und Verdienst ihn die Vertretung des Kreisarztes gekostet hat. Er beschreibt auch die Erziehung seiner Tochter: "Ein anderer mir durch gänzlichen Zeitmangel zugegangener empfindlicher Nachtheil ist dieser: meiner Tochter kann ich kein Vermögen hinterlaßen; ihr eine ihren Talenten angemeßene Erziehung zu geben, ist also um so unerläßlichere Vaterpflicht. Aus Mangel an den Mitteln hiezu, war ich in den Stunden der Muße, stets selbst ihr Lehrer. Seit einem Jahre aber, gab es für mich keine solchen Stunden mehr, und ich mußte, wollte ich das angefangene Werk nicht unvollendet, und das bereits in Sprachen u. Musik Erlernte nicht vergeßen laßen, Lehrer aufstellen, die bedeutendes Geld kosteten." <ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 157.</ref>  


Bereits [[1846]] im Alter von nur 49 Jahren starb Karl Tobis in der Stadtpfarre Salzburg St. Andrä, Hausnr. 457. Er hatte anscheinend mehrere Schlaganfälle und konnte wegen seiner Bewusstlosigkeit nur mit der hl. Ölung versehen werden. Begraben wurde er im [[Friedhof St. Sebastian]] am [[25. Mai]] um 16 Uhr.<ref>Salzburg-St. Andrä, 1841-1850 Sterbefälle</ref> Seine Tochter Maria Tobis (* 10. Mai 1826 in Wien Landstraße)<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 159.</ref> war bei seinem Tod erst 19 Jahre alt.
Bereits [[1846]] im Alter von nur 49 Jahren starb Karl Tobis in der Stadtpfarre Salzburg St. Andrä, Hausnr. 457. Er hatte anscheinend mehrere Schlaganfälle und konnte wegen seiner Bewusstlosigkeit nur mit der hl. Ölung versehen werden. Begraben wurde er im [[Friedhof St. Sebastian]] am [[25. Mai]] um 16 Uhr.<ref>Salzburg-St. Andrä, 1841-1850 Sterbefälle</ref> Seine Tochter Maria Tobis (* 10. Mai 1826 in Wien Landstraße)<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 159.</ref> war bei seinem Tod gerade erst 20 Jahre alt.
 
Barbara Tobis die Witwe von Karl Tobis war bei seinem Tod 45 Jahre alt. Die beiden hatten am 9. Jänner 1826 - 4 Monate vor der Geburt der gemeinsamen Tochter -  in Wien Landstraße geheiratet. Barabara Tobis besaß weder ein eigenes Vermögen, noch ist ihr nach ihrem Ehegatten eines zugefallen. Das wurde in einem Armutszeugnis vom 17. April 1846 und durch die Sperr-Relation<ref>nach dem Tod einer Person wurde die Sperre verfügt, d.h. der potentielle Nachlass wurde gewissermaßen versiegelt, nachzulesen in Abt Dominikus Hagenauer (1746 - 1811) von St. Peter in Salzburg: Tagebücher 1786 - 1810 (3 Bände).</ref> des kk. Stadt und Landrechtes Salzburg vom 4. April 1846 nachgewiesen.