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| | ==Begriffe== | | ==Begriffe== |
| | ===Domkapitulare=== | | ===Domkapitulare=== |
| − | Ein Kapitular ist nach dem Recht der römisch-katholischen Kirche ein Priester, dem allein oder in Gemeinschaft mit anderen Priestern (dem Kapitel) die Aufgabe anvertraut ist, an einer Kathedralkirche feierliche Gottesdienste zu halten und alle vom Bischof übertragenen Aufgaben zu erfüllen<ref>Quelle: [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitular Kapitular]</ref> | + | Ein Kapitular ist nach dem Recht der [[Katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] ein Priester, dem allein oder in Gemeinschaft mit anderen Priestern (dem Kapitel) die Aufgabe anvertraut ist, an einer Kathedralkirche feierliche Gottesdienste zu halten und alle vom Bischof übertragenen Aufgaben zu erfüllen<ref>Quelle: [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitular Kapitular]</ref> |
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| | ===Domherr=== | | ===Domherr=== |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | ===Entstehung=== | | ===Entstehung=== |
| − | Der erste Dom wurde von Bischof [[Virgil]] (der gleichzeitig auch Abt von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] war) am [[25. September]] [[774]] geweiht. Das war auch der Grund, weshalb man nun ein ''Domkapitel'' brauchte. | + | Der erste [[Salzburger Dom]] wurde von Bischof [[Virgil]] (der gleichzeitig auch Abt von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] war) am [[25. September]] [[774]] geweiht. Das war auch der Grund, weshalb nun ein ''Domkapitel'' vonnöten war. |
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| − | Seit [[817]] führten diese Kanoniker<ref>Kanoniker (lateinisch "Canonici") oder in der weiblichen Form Kanonissen waren ursprünglich Priester bzw. Ordensfrauen, welche nach einer gewissen Regel, dem "Kanon", zusammenlebten; weitere Informationen [http://www.heiligenlexikon.de/Glossar/Kanoniker_Kanonissen.htm Kanoniker und Kanonissen]</ref> nach der Regel (= canon) des Wormser Bischofs Chrodegang ein gemeinschaftliches Leben. [[987]] trennte sich ein Teil von der Gemeinschaft und begann unter dem aus Regensburg kommenden Abt [[Tito]] in [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] eine neue Mönchsgemeinschaft. | + | Seit [[817]] führten diese Kanoniker<ref>Kanoniker (lateinisch "Canonici") oder in der weiblichen Form Kanonissen waren ursprünglich Priester bzw. Ordensfrauen, welche nach einer gewissen Regel, dem "Kanon", zusammenlebten; weitere Informationen [http://www.heiligenlexikon.de/Glossar/Kanoniker_Kanonissen.htm Kanoniker und Kanonissen]</ref> nach der Regel (= canon) des Wormser Bischofs Chrodegang ein gemeinschaftliches Leben. [[987]] trennte sich ein Teil von der Gemeinschaft und begann unter dem aus [[Regensburg]] kommenden Abt [[Tito]] in [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] eine neue Mönchsgemeinschaft. |
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| | ===Das Augustiner-Chorherrenstift (1122 bis 1514)=== | | ===Das Augustiner-Chorherrenstift (1122 bis 1514)=== |
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| | Unter den Amts- und Würdenträgern des Augustinerchorherrenstifts nahm, im Gegensatz zu den Einrichtungen der aus Weltpriestern bestehenden Domkapitel, der '''[[Dompropst]]''' eine überragende Stellung ein. Er war unumschränkter Vorgesetzter der übrigen Kapitularen, bei der Profess musste ihm Gehorsam geschworen werden. Der [[Dompropst]] wurde vom Kapitel frei gewählt, nur manchmal nahm der Papst, einmal der Erzbischof die Ernennung in Anspruch. | | Unter den Amts- und Würdenträgern des Augustinerchorherrenstifts nahm, im Gegensatz zu den Einrichtungen der aus Weltpriestern bestehenden Domkapitel, der '''[[Dompropst]]''' eine überragende Stellung ein. Er war unumschränkter Vorgesetzter der übrigen Kapitularen, bei der Profess musste ihm Gehorsam geschworen werden. Der [[Dompropst]] wurde vom Kapitel frei gewählt, nur manchmal nahm der Papst, einmal der Erzbischof die Ernennung in Anspruch. |
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| − | Der '''Domdekan ''', der vom Kapitel frei gewählt wurde, war im Chorherrenstift lediglich im Chordienst das Oberhaupt des Kapitels. | + | Der '''Domdekan''', der vom Kapitel frei gewählt wurde, war im Chorherrenstift lediglich im Chordienst das Oberhaupt des Kapitels. |
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| − | Der '''Stadtpfarrer''' – die Stadtpfarrkirche, das war die heutige [[Franziskanerkirche]], war mit dem Domstift fest verbunden –war der erste Seelsorger der Hauptstadt, im Kapitel spielte er keine größere Rolle. | + | Der '''Stadtpfarrer''' – die Stadtpfarrkirche, das war die heutige [[Franziskanerkirche]], war mit dem Domstift fest verbunden – war der erste Seelsorger der Hauptstadt, im Kapitel spielte er keine größere Rolle. |
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| | Der '''Domscholastikus''' war der Leiter der Domschule, dem die Erziehung der Domizellaren oblag. | | Der '''Domscholastikus''' war der Leiter der Domschule, dem die Erziehung der Domizellaren oblag. |
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| | Der '''Domoblajar''' war der Verwalter der Meßstiftungen im Dom, deren jährlicher Ertrag unter die Priester des Domstiftes verteilt wurde. | | Der '''Domoblajar''' war der Verwalter der Meßstiftungen im Dom, deren jährlicher Ertrag unter die Priester des Domstiftes verteilt wurde. |
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| − | Der '''Spitalmeister''' (Hospitalarius) war der Leiter des Domherrenspitals im Kai. Im 15. Jahrhundert wurde das Spital in erster Linie für die Bediensteten des Domkapitels verwendet. Es befand sich neben der St. Johanns-Kirche an der Ecke der späteren [[Kapitelgasse]]. | + | Der '''Spitalmeister''' (''Hospitalarius'') war der Leiter des [[Armen-_und_Krankenfürsorge_(historisch)#Domkapitelspital_St._Johann_in_Stubenberg|Domkapitelspital]]s im [[Kaiviertel|Kai]]. Im [[15. Jahrhundert]] wurde das Spital in erster Linie für die Bediensteten des Domkapitels verwendet. Es befand sich neben der St. Johanns-Kirche an der Ecke der späteren [[Kapitelgasse]]. |
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| | Der '''Siechenmeister''' betreute die Infirmarie, die Krankenabteilung im Stift selbst. | | Der '''Siechenmeister''' betreute die Infirmarie, die Krankenabteilung im Stift selbst. |
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| | ====Persönliche Zusammensetzung des Kapitels==== | | ====Persönliche Zusammensetzung des Kapitels==== |
| − | Das Domkapitel war eine Domäne des Adels. Im 14. Jahrhundert waren bürgerlicher Herkunft Pilgrim Laubezz und Karl Muschopf; der erste aus einer [[Bad Reichenhall|Reichenhall]]er, der zweite aus einer [[Regensburg]]er Bürgerfamilie. | + | Das Domkapitel war eine Domäne des Adels. Im [[14. Jahrhundert]] waren bürgerlicher Herkunft Pilgrim Laubezz und Karl Muschopf; der erste aus einer [[Bad Reichenhall|Reichenhall]]er, der zweite aus einer [[Regensburg]]er Bürgerfamilie. |
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| | Die regionale Herkunft der Domherren umfaßt nach Wagner [1952] für das 14. und 15. Jahrhundert den gesamten süddeutschen Raum von Schwaben bis Krain: | | Die regionale Herkunft der Domherren umfaßt nach Wagner [1952] für das 14. und 15. Jahrhundert den gesamten süddeutschen Raum von Schwaben bis Krain: |
| − | * Salzburg, Steiermark und Kärnten (Diözese Salzburg mit den Suffraganen Chiemsee, [[Gurk]], [[Seckau]] und Lavant) 55, | + | * Salzburg, [[Steiermark]] und [[Kärnten]] (Diözese Salzburg mit den Suffraganen Chiemsee, [[Gurk]], [[Seckau]] und Lavant) 55, |
| − | * Österreich ob und unter der Enns 37, | + | * Österreich [[OÖ|ob]] und [[NÖ|unter der Enns]] 37, |
| | * [[Baiern]] 34, | | * [[Baiern]] 34, |
| − | * Krain 7, | + | * [[Slowenien#Krain|Krain]] 7, |
| − | * Franken 6, | + | * [[Bayern#Franken|Franken]] 6, |
| | * [[Tirol]] 5, | | * [[Tirol]] 5, |
| − | * Schwaben 2, | + | * [[Württemberg|Schwaben]] 2, |
| | * nicht bestimmbar: 15. | | * nicht bestimmbar: 15. |
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| | Ein Universitätsstudium lässt sich bei 49 Domherren, also bei fast einem Drittel, feststellen. | | Ein Universitätsstudium lässt sich bei 49 Domherren, also bei fast einem Drittel, feststellen. |
| − | Siehe auch die [[Liste Salzburger Domherren]]. | + | |
| | + | Siehe auch den Artikel "[[Salzburger Domherren]]". |
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| | ===Das weltliche Domkapitel (1514 bis 1806)=== | | ===Das weltliche Domkapitel (1514 bis 1806)=== |
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| | ====Ewiges Statut==== | | ====Ewiges Statut==== |
| − | [[1606]] fasste das Domkapitel den Beschluss, dass nie ein bayerischer Prinz oder österreichischer Erzherzog Erzbischof werden darf. Dieses so genannte ''Ewige Statut''' wurde dann auch in Folge ohne Unterbrechung eingehalten. | + | [[1606]] fasste das Domkapitel den Beschluss, dass nie ein bayerischer Prinz oder österreichischer Erzherzog Erzbischof werden dürfe. Dieses so genannte ''Ewige Statut''' wurde in der Folge ohne Unterbrechung eingehalten. |
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| | ====Residenzpflicht==== | | ====Residenzpflicht==== |
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| − | Die Domherren mussten sich einst jährlich mindestens drei Monate in der Stadt Salzburg aufhalten und benötigten dazu entsprechende Häuser. Diese wurden in der [[Kapitelgasse]] und im [[Kaiviertel]] errichtet. | + | Die Domherren mussten sich jährlich mindestens drei Monate in der Stadt Salzburg aufhalten und benötigten dazu entsprechende Wohngebäude. Diese [[Domherrenhäuser]] wurden in der [[Kapitelgasse]] und im [[Kaiviertel]] errichtet. |
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| | ====Bischöfe von Chiemsee==== | | ====Bischöfe von Chiemsee==== |
| | Ab [[1610]] waren die nun ständig aus dem Domkapitel ernannten [[Bischöfe von Chiemsee]] zugleich Weihbischöfe von Salzburg. | | Ab [[1610]] waren die nun ständig aus dem Domkapitel ernannten [[Bischöfe von Chiemsee]] zugleich Weihbischöfe von Salzburg. |
| | ====Persönliche Zusammensetzung des Kapitels==== | | ====Persönliche Zusammensetzung des Kapitels==== |
| − | Die Herkunftsorte der Domherren umfassen die katholischen Gegenden des Reiches, besonders jedoch den süddeutschen Raum. Tirol ist stark vertreten, einheimische Familien jedoch nur in geringem Ausmaß, besonders wenn man die von den Erzbischöfen, die selbst durchwegs auswärtiger Herkunft waren, ins Land gebrachten Angehörigen ihrer Herkunftsfamilien (siehe den Artikel „[[Nepotismus im Fürsterzbistum Salzburg]]“) außer Betracht lässt. | + | Die Herkunftsorte der Domherren umfassen die katholischen Gegenden des [[Reich#Heiliges Römisches Reich|Reich]]es, besonders jedoch den süddeutschen Raum. [[Tirol]] ist stark vertreten, einheimische Familien jedoch nur in geringem Ausmaß, besonders wenn man die von den Erzbischöfen, die selbst fast durchwegs auswärtiger Herkunft waren, ins Land gebrachten Angehörigen ihrer Herkunftsfamilien (siehe den Artikel „[[Nepotismus im Fürsterzbistum Salzburg]]“) außer Betracht lässt. |
| − | Siehe auch die [[Liste Salzburger Domherren]]. | + | |
| | + | Siehe auch den Artikel "[[Salzburger Domherren]]". |
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| | ===Bedeutung=== | | ===Bedeutung=== |
| − | Die Salzburger Kanoniker ließen es sich nicht nehmen, sich an der geistlichen und weltlichen Führung der Diözese maßgeblich zu beteiligen. Die Erzbischöfe gingen im 14. und 15. Jahrhundert mit einer einzigen Ausnahme ([[Johann von Gran]]) aus dem Domkapitel hervor. Ebenso wurden die Salzburger Suffraganbistümer teilweise mit Salzburger Domherren besetzt, besonders [[Bistum Chiemsee|Chiemsee]], in geringerem Maße auch [[Seckau]] und [[Lavant]]). | + | Die Salzburger Kanoniker ließen es sich nicht nehmen, sich an der geistlichen und weltlichen Führung der Diözese maßgeblich zu beteiligen. Die Erzbischöfe gingen im 14. und 15. Jahrhundert mit einer einzigen Ausnahme ([[Johann von Gran]]) aus dem Domkapitel hervor. Ebenso wurden die Salzburger Eigen- bzw. Suffraganbistümer teilweise mit Salzburger Domherren besetzt, besonders [[Bistum Chiemsee|Chiemsee]], in geringerem Maße auch [[Seckau]] und [[Lavant]]. |
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| | In weltlichen Belangen spielte das Kapitel besonders in den Zeiten von Sedisvakanzen eine wichtige Rolle. Hier stellte es den Ökonom und dessen zwei Gehilfen. Diese drei führten die Regierung bis zum Amtsantritt eines neuen Erzbischofs. Auch bei Abwesenheit des Erzbischofs besorgte ein Kapitular, meist der [[Dompropst]], die Stellvertretung. | | In weltlichen Belangen spielte das Kapitel besonders in den Zeiten von Sedisvakanzen eine wichtige Rolle. Hier stellte es den Ökonom und dessen zwei Gehilfen. Diese drei führten die Regierung bis zum Amtsantritt eines neuen Erzbischofs. Auch bei Abwesenheit des Erzbischofs besorgte ein Kapitular, meist der [[Dompropst]], die Stellvertretung. |
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| | ===Wiedererrichtung und Wahlrecht=== | | ===Wiedererrichtung und Wahlrecht=== |
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| − | Nachdem das erste Domkapitel als reichsunmittelbare Institution [[1806]] untergegangen war (es war die Zeit der Säkularisierung, als [[Ferdinand III. von Toskana]] über Salzburg herrschte), fand am [[25. März]] [[1825]] die Errichtung des neuen Domkapitels statt. Diesem gehören 12 Domherren an. Das mit päpstlichem Breve vom [[23. April]] [[1823]] zugestandene kanonische Wahlrecht<ref>Details zum Nachlesen hier [http://home.hetnet.nl/~otto.vervaart/kanonisches_recht.htm Kanonisches Recht]</ref> des Erzbischofs wurde bis [[1918]] ausgeübt. | + | Nachdem das erste Domkapitel als reichsunmittelbare Institution [[1806]] untergegangen war (es war die Zeit der Säkularisierung, als [[Ferdinand III. von Toskana]] als [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürst]] über Salzburg herrschte), fand am [[25. März]] [[1825]] die Errichtung des neuen Domkapitels statt. Diesem gehören seither 12 Domherren an. Das mit päpstlichem Breve vom [[23. April]] [[1823]] zugestandene kanonische Wahlrecht<ref>Details zum Nachlesen hier [http://home.hetnet.nl/~otto.vervaart/kanonisches_recht.htm Kanonisches Recht]</ref> des Erzbischofs wurde bis [[1918]] ausgeübt. |
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| | + | Seit dem [[1933]] zwischen der Republik Österreich und dem Apostolischen Stuhl geschlossenen Konkordat<ref>Konkordat nennt man völkerrechtliche Vereinbarungen zwischen der Katholischen Kirche und einem Staat über beiderseitig interessierende Fragen.</ref> präsentiert dieser dem Domkapitel zu Salzburg drei Kandidaten, aus denen es in freier und geheimer Wahl einen Erzbischof erwählen muss. |
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| − | Seit dem [[1933]] zwischen der Republik Österreich und dem Apostolischen Stuhl geschlossenen Konkordat<ref>Konkordat nennt man völkerrechtliche Vereinbarungen zwischen der katholischen Kirche und einem Staat über beiderseitig interessierende Fragen</ref> präsentiert dieser dem Domkapitel zu Salzburg drei Kandidaten, aus denen es in freier und geheimer Wahl einen Erzbischof erwählen muss.
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| | ===Amtskleidung=== | | ===Amtskleidung=== |
| − | Die Amtskleidung der Domherren besteht aus einem schwarzen rot gesäumten Talar mit roten Knöpfen, einer kirschroten Mozetta, einem eben solchen Birett und einem Kapitelkreuz, das [[Kaiser Franz II./I.]] am [[25. März]] [[1827]] gestiftet hat. | + | Die Amtskleidung der Domherren besteht aus einem schwarzen, rot gesäumten Talar mit roten Knöpfen, einer kirschroten Mozetta, einem ebensolchen Birett und einem Kapitelkreuz, das [[Kaiser Franz II./I.]] am [[25. März]] [[1827]] gestiftet hat. |
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| | ==Das Domkapitel heute== | | ==Das Domkapitel heute== |
| | ===Allgemeines=== | | ===Allgemeines=== |
| − | Das Domkapitel ist ein Priesterkollegium, das im Sinne des 2. Vatikanischen Konzils <ref>das 21. ökumenische Konzil am 25. Jänner 1959 wurde zum Symbol für die Erneuerung der katholischen Kirche. Weitere Informationen [http://www.heiligenlexikon.de/Glossar/2__Vatikanisches_Konzil.htm 2. Vatikanisches Konzil]</ref> für das geistliche Wohl der ganzen Diözese Verantwortung trägt, die mitbrüderliche Sorge für die Priester und die Pflege der Gemeinschaft. Außerdem hat es die Aufgabe des Kollegiums der Konsultoren, das in bestimmten personellen und ökonomischen Fragen zu hören ist, dem u. U. die Wahl eines Diözesanadministrators zufällt und dem ein neuernannter Bischof sein Ernennungsdekret bei der Besitzergeifung der Diözese vorzulegen hat. Als Priestergemeinschaft sind die Domkapitulare zur gemeinsamen Feier des Stundengebetes, der Konventmesse und der feierlichen sonntäglichen Domliturgie verpflichtet. Ebenso ist die Erhaltung der Domkirche ihre Aufgabe. Wenigstens viermal im Jahr sind halbtägige Besprechungen abzuhalten. | + | Das Domkapitel ist ein Priesterkollegium, das im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils<ref>Das 21. ökumenische Konzil am 25. Jänner 1959 wurde zum Symbol für die Erneuerung der katholischen Kirche. Weitere Informationen: [http://www.heiligenlexikon.de/Glossar/2__Vatikanisches_Konzil.htm 2. Vatikanisches Konzil]</ref> für das geistliche Wohl der ganzen Diözese Verantwortung trägt, die mitbrüderliche Sorge für die Priester und die Pflege der Gemeinschaft. Außerdem hat es die Aufgabe des Kollegiums der Konsultoren, das in bestimmten personellen und ökonomischen Fragen zu hören ist, dem u. U. die Wahl eines Diözesanadministrators zufällt und dem ein neuernannter Bischof sein Ernennungsdekret bei der Besitzergeifung der Diözese vorzulegen hat. Als Priestergemeinschaft sind die Domkapitulare zur gemeinsamen Feier des Stundengebetes, der Konventmesse und der feierlichen sonntäglichen Domliturgie verpflichtet. Ebenso ist die Erhaltung der Domkirche ihre Aufgabe. Wenigstens viermal im Jahr sind halbtägige Besprechungen abzuhalten. |
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| | ===Statuten=== | | ===Statuten=== |
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| | * Prälat [[Martin Walchhofer (Priester)|Martin Walchhofer]], Rektor des [[Borromäum|Bildungszentrums Borromäum]], Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke | | * Prälat [[Martin Walchhofer (Priester)|Martin Walchhofer]], Rektor des [[Borromäum|Bildungszentrums Borromäum]], Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke |
| | * Prälat Univ.-Prof. Dr. [[Hans Paarhammer]] | | * Prälat Univ.-Prof. Dr. [[Hans Paarhammer]] |
| − | * Prälat Dr. [[Hansjörg Hofer]], Generalvikar, Seelsorger in (([[Hallein|Rehhof]] | + | * Prälat Dr. [[Hansjörg Hofer]], Generalvikar, Seelsorger in [[Hallein|Rehhof]] |
| | * Prälat Dr. [[Johann Reißmeier]], Bischofsvikariat für die Weltkirche und die Ständigen Diakone | | * Prälat Dr. [[Johann Reißmeier]], Bischofsvikariat für die Weltkirche und die Ständigen Diakone |
| | * Dr. [[Gottfried Laireiter]], Regens des [[Priesterseminar]]s | | * Dr. [[Gottfried Laireiter]], Regens des [[Priesterseminar]]s |
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| | ==Literatur== | | ==Literatur== |
| | * [[Herbert Klein]], ''Die Standesverhältnisse des Salzburger Domkapitels im Mittelalter (bis 1400)''. 1923. | | * [[Herbert Klein]], ''Die Standesverhältnisse des Salzburger Domkapitels im Mittelalter (bis 1400)''. 1923. |
| − | * [[Hans Wagner (Historiker)|Hans Wagner]], ''Das Salzburger Domkapitel in seiner persönlichen Zusammensetzung 1400-1550, 1949 | + | * [[Hans Wagner (Historiker)|Hans Wagner]], ''Das Salzburger Domkapitel in seiner persönlichen Zusammensetzung 1400-1550''. 1949. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * [http://www.kirchen.net/portal/page.asp?id=6484 www.kirchen.net] | + | * [http://www.kirchen.net/portal/page.asp?id=10616 Erzdiözese Salzburg > Domkapitel] |
| | {{Quelle Salzburgs Synchronik}} | | {{Quelle Salzburgs Synchronik}} |
| − | * [[Hans Wagner (Historiker)|Hans Wagner]], Herbert Klein: ''Salzburger Domherren von 1300 bis 1514'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 92, 1952, S. 1-81. | + | * [[Hans Wagner (Historiker)|Hans Wagner]], [[Herbert Klein]]: ''Salzburger Domherren von 1300 bis 1514'', in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 92, 1952, S. 1-81. |
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| | ==Fußnoten== | | ==Fußnoten== |
| | <references/> | | <references/> |
| | ==Weblink== | | ==Weblink== |
| − | * [http://www.kirchen.net/portal/page.asp?id=9192 die Beschreibungen der einzelnen Mitglieder Stand 2007] | + | * [http://www.kirchen.net/portal/page.asp?id=10616 Erzdiözese Salzburg > Domkapitel] |
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| | [[Kategorie:Kirche|Domkapitel, Salzburger]] | | [[Kategorie:Kirche|Domkapitel, Salzburger]] |
| | [[Kategorie:Kirche (Sonstiges)|Domkapitel, Salzburger]] | | [[Kategorie:Kirche (Sonstiges)|Domkapitel, Salzburger]] |