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=== Entnazifizierung ===
Nach seiner Freilassung aus US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft 1946 kehrte Landgrebe nicht nach Wien zurück, sondern ließ sich in <span style="color:green">Bad Aussee</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Bad Aussee|Bad Aussee]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>  nieder. Dort registrierte er sich [[1946]] lediglich als Parteianwärter von März 1938 bis September 1940 sowie als NSKK-Mitglied und suchte um Abstandnahme von der Registrierung an. Im Zuge der "Reinigung des österreichischen Buchhandels" wurde Landgrebe als einer jener Autoren genannt, deren Werke nicht weiter verbreitet werden sollten. In der folgenden Zeit war Landgrebe war als Maler aktiv. U. a. stellte er 1946 und [[1947]] im [[Salzburger Künstlerhaus]] aus.  
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Nach seiner Freilassung aus US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft 1946 kehrte Landgrebe nicht nach Wien zurück, sondern ließ sich in <span style="color:green">Bad Aussee</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Bad Aussee|Bad Aussee]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref>  nieder. Dort registrierte er sich [[1946]] lediglich als Parteianwärter von März 1938 bis September 1940 sowie als NSKK-Mitglied und suchte um Abstandnahme von der Registrierung an. Im Zuge der "Reinigung des österreichischen Buchhandels" wurde Landgrebe als einer jener Autoren genannt, deren Werke nicht weiter verbreitet werden sollten. In der folgenden Zeit war Landgrebe war als Maler aktiv. U. a. stellte er 1946 und [[1947]] im [[Salzburger Künstlerhaus]] aus.  
    
Seine Beteiligung an der Ausstellung "Kunst und Handwerk im Ausseer Land" im Kurhaus Bad Aussee 1946 wurde auch in der "Wiener Zeitung" vermerkt, er sei Teil des Altausseerkreises. Die Berichte über seine künstlerische Tätigkeit führten schließlich zu Ermittlungen, da eine über Landgrebes NS-Aktivitäten informierte Person sich an die Redaktion der "Wiener Zeitung" wandte, über seine illegale Betätigung für die NSDAP und seine Rolle als kommissarischer Verwalter berichtete und sogar in den Raum stellte, er habe eine "Judenwohnung" "arisiert". "Er rückte freiwillig zur Wehrmacht ein und gebärdete sich stets als Obernazi. Er trug stets das Parteiabzeichen und versah den Dienst bei der Wehrmacht als Sonderführer in der Propagandakompanie". Der Schreiber, der offenbar einen Decknamen angegeben hatte, empörte sich, dass sich Landgrebe nunmehr "in [[Oberösterreich]] als ‚guter Österreicher’" ausgebe. Landgrebe halte sich in Bad Aussee auf, weil er sich nicht nach Wien zurücktraue, da "er befürchtet, daß er als bekannter
 
Seine Beteiligung an der Ausstellung "Kunst und Handwerk im Ausseer Land" im Kurhaus Bad Aussee 1946 wurde auch in der "Wiener Zeitung" vermerkt, er sei Teil des Altausseerkreises. Die Berichte über seine künstlerische Tätigkeit führten schließlich zu Ermittlungen, da eine über Landgrebes NS-Aktivitäten informierte Person sich an die Redaktion der "Wiener Zeitung" wandte, über seine illegale Betätigung für die NSDAP und seine Rolle als kommissarischer Verwalter berichtete und sogar in den Raum stellte, er habe eine "Judenwohnung" "arisiert". "Er rückte freiwillig zur Wehrmacht ein und gebärdete sich stets als Obernazi. Er trug stets das Parteiabzeichen und versah den Dienst bei der Wehrmacht als Sonderführer in der Propagandakompanie". Der Schreiber, der offenbar einen Decknamen angegeben hatte, empörte sich, dass sich Landgrebe nunmehr "in [[Oberösterreich]] als ‚guter Österreicher’" ausgebe. Landgrebe halte sich in Bad Aussee auf, weil er sich nicht nach Wien zurücktraue, da "er befürchtet, daß er als bekannter