| | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== | | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== |
| − | ''Y. cagnagella'' ist in Salzburg bisher nur von wenigen Fundorten nachgewiesen (Embacher & Kurz 2009), die sich auf die Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und II (nördliche Kalkalpen) verteilen. Ursache dafür ist hauptsächlich, dass die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] nicht sicher von ''[[Yponomeuta malinellus]]'' und weißen Formen von ''[[Yponomeuta padella]]'' unterschieden werden können und der faunistische Nachweis nur über die Raupen und die Kenntnis der Futterpflanzen eindeutig möglich ist. Eine Suche nach den Raupen in den letzten Jahren hat aber gezeigt, dass die Art zumindest im Umkreis der [[Stadt Salzburg]] durchaus verbreitet und häufig ist. Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit 420 - 610 m aber sehr gering und wird stark durch die Höhenverbreitung der Futterpflanze (''[[Evonymus europaea]]'', Pfaffenhütchen) bestimmt (in Salzburg von 420 - 720 m dokumentiert, siehe [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2012). Der Lebensraum der Art umfasst laubdominierte Gehölze, Waldränder, sowie hochstauden- und gebüschreiche Schlagflächen mit Vorkommen der Futterpflanze, wobei im Gegensatz zu verwandten Arten bisher kein besonderer Unterschied zwischen Raupen und [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] festgestellt wurde. ''Y. cagnagella'' bringt nur eine Generation im Jahr hervor. Raupen sind hauptsächlich im Mai, [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] von Juni bis August zu finden. | + | ''Y. cagnagella'' war in Salzburg bisher nur von wenigen Fundorten nachgewiesen (Embacher & Kurz 2008), die sich auf die Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und II (nördliche Kalkalpen) verteilten (Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2025). Ursache dafür ist hauptsächlich, dass die [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] nicht sicher von ''[[Yponomeuta malinellus]]'' und weißen Formen von ''[[Yponomeuta padella]]'' unterschieden werden können und der faunistische Nachweis nur über die Raupen und die Kenntnis der Nahrungspflanzen eindeutig möglich ist. Eine Suche nach den Raupen in den letzten Jahren hat aber gezeigt, dass die Art zumindest im Umkreis der [[Stadt Salzburg]] durchaus verbreitet und häufig ist. Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit 420 bis 630 m aber sehr gering und wird stark durch die Höhenverbreitung der Nahrungspflanze (''[[Euonymus europaea]]'', das Pfaffenhütchen) bestimmt (in Salzburg von 400 bis 800 m dokumentiert, siehe [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025). Allerdings fand eine Exkursion des Tiroler Landesmuseum im Wildgerlostal (Zone IV, Zentralalpen) ein Exemplar auch auf fast 1700 m Höhe. Dabei dürfte es sich um ein mit Aufwinden verfrachtetes Tier gehandelt haben. Der Lebensraum der Art umfasst laubdominierte Gehölze, Waldränder, hochstauden- und gebüschreiche Schlagflächen, aber auch Gärten und Hecken mit Vorkommen der Nahrungspflanze, wobei im Gegensatz zu verwandten Arten bisher kein besonderer Unterschied im Lebensraum zwischen Raupen und [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] festgestellt wurde. ''Y. cagnagella'' bringt nur eine Generation im Jahr hervor. Raupen sind hauptsächlich im Mai, [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] von Juni bis August zu finden. |
| | Über die Biologie der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] ist in Salzburg nichts bekannt. Die Raupen fressen bei uns ausschließlich am Gemeinen Pfaffenhütchen (''[[Evonymus europaea]]''). Wie die übrigen verwandten Gespinstmotten fertigen sie Gemeinschaftsnester aus Seide an, die einige Dutzend Tiere umfassen können. Gelegentlich treten sie auch in größeren Massen auf und können dann einzelne Büsche ihre Futterpflanzen kahl fressen. Die Verpuppung erfolgt in spindelförmigen Kokons, oft ebenfalls gemeinschaftlich im Nest. Als Parasit wurde in Salzburg eine bis jetzt nicht näher identifizierte Raupenfliege festgestellt. Trotz der geringen Höhenverbreitung kann die Art in Salzburg auf Basis der neueren Raupenfunde als ungefährdet angesehen werden. | | Über die Biologie der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] ist in Salzburg nichts bekannt. Die Raupen fressen bei uns ausschließlich am Gemeinen Pfaffenhütchen (''[[Evonymus europaea]]''). Wie die übrigen verwandten Gespinstmotten fertigen sie Gemeinschaftsnester aus Seide an, die einige Dutzend Tiere umfassen können. Gelegentlich treten sie auch in größeren Massen auf und können dann einzelne Büsche ihre Futterpflanzen kahl fressen. Die Verpuppung erfolgt in spindelförmigen Kokons, oft ebenfalls gemeinschaftlich im Nest. Als Parasit wurde in Salzburg eine bis jetzt nicht näher identifizierte Raupenfliege festgestellt. Trotz der geringen Höhenverbreitung kann die Art in Salzburg auf Basis der neueren Raupenfunde als ungefährdet angesehen werden. |