Der Sauerfelder Wald beherbergt das bedeutendste Moorgebiet der [[Alpen]]. Zwar findet man dort nicht viele Moore, doch die vorhandenen sind sehr verschiedenartig und bereichern die Vielfalt der regionalen Feuchtgebiete auf bemerkenswerte Weise. Das Gebiet besteht vollständig aus Glimmerschiefer, während [[Eiszeit|glaziale]] Landschaftsformen sich auf die Bergrücken und die hangnahen Teile des Talbodens beschränken. Das Klima ist subalpin-kontinental und ähnelt borealen Bedingungen, was in den Alpen eine Besonderheit darstellt (695 mm Niederschlag, 4,2 °C auf 1 000 m Höhe). Im Sauerfelder Wald kommen verschiedene hydrologische Moortypen vor: Durchströmungsmoore, Quellmoore und Hochmoore. Anders als die Moore des nördlich gelegenen Überling weist die Vegetation hier meist auf saure Standorte hin. Besonders erwähnenswert ist die dominierende Pflanzengesellschaft der Hochmoore: Die Fichten-Torfmoos-Gesellschaft (''Pino mugo-Sphagnetum magellanici'', Ausprägung von [[Picea abies]]) ist in den Alpen überaus selten und nur von wenigen weiteren Orten bekannt. | Der Sauerfelder Wald beherbergt das bedeutendste Moorgebiet der [[Alpen]]. Zwar findet man dort nicht viele Moore, doch die vorhandenen sind sehr verschiedenartig und bereichern die Vielfalt der regionalen Feuchtgebiete auf bemerkenswerte Weise. Das Gebiet besteht vollständig aus Glimmerschiefer, während [[Eiszeit|glaziale]] Landschaftsformen sich auf die Bergrücken und die hangnahen Teile des Talbodens beschränken. Das Klima ist subalpin-kontinental und ähnelt borealen Bedingungen, was in den Alpen eine Besonderheit darstellt (695 mm Niederschlag, 4,2 °C auf 1 000 m Höhe). Im Sauerfelder Wald kommen verschiedene hydrologische Moortypen vor: Durchströmungsmoore, Quellmoore und Hochmoore. Anders als die Moore des nördlich gelegenen Überling weist die Vegetation hier meist auf saure Standorte hin. Besonders erwähnenswert ist die dominierende Pflanzengesellschaft der Hochmoore: Die Fichten-Torfmoos-Gesellschaft (''Pino mugo-Sphagnetum magellanici'', Ausprägung von [[Picea abies]]) ist in den Alpen überaus selten und nur von wenigen weiteren Orten bekannt. |