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* Christine Rod, Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz zeigte sich in einem Interview mit der Kirchenzeitung "[[Rupertusblatt]]" über die mediale Berichterstattung befremdet und sprach von verdrehten Tatsachen. Natürlich hätten die Bilder eine große Macht: Die drei Nonnen würden für Außenstehende "exotisch" erscheinen.
 
* Christine Rod, Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz zeigte sich in einem Interview mit der Kirchenzeitung "[[Rupertusblatt]]" über die mediale Berichterstattung befremdet und sprach von verdrehten Tatsachen. Natürlich hätten die Bilder eine große Macht: Die drei Nonnen würden für Außenstehende "exotisch" erscheinen.
 
* Die Helferinnen der Chorfrauen hingegen bedauern, dass es bisher zu keinem persönlichen Gespräch zwischen Grasl und den Nonnen gekommen ist. Christina Wirtenberger, eine der Helferinnen, widersprach gegenüber der APA dem Bild einer absolut heilen Welt in der Pflegeeinrichtung. Außerdem habe eine der Schwestern wegen Depressionen das Bett nicht mehr verlassen wollen. "Seit sie wieder zu Hause in Goldenstein ist, lacht sie, nimmt wieder an Gewicht zu und isst regelmäßig." Man höre die Schwestern wieder lachen und scherzen. Am meisten hätte den Frauen aber in Oberalm die Kommunikation am gemeinsamen Tisch beim Essen gefehlt. "Sie hatten die letzten eineinhalb Jahre nie mehr die Möglichkeit, gemeinsam zu essen."<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/nonnen-goldenstein-praelat-klosterschwestern-bruch-geluebde-184695844 www.sn.at], 19. September 2025: Nonnen von Goldenstein: Prälat wirft Klosterschwestern Bruch der Gelübde vor</ref>
 
* Die Helferinnen der Chorfrauen hingegen bedauern, dass es bisher zu keinem persönlichen Gespräch zwischen Grasl und den Nonnen gekommen ist. Christina Wirtenberger, eine der Helferinnen, widersprach gegenüber der APA dem Bild einer absolut heilen Welt in der Pflegeeinrichtung. Außerdem habe eine der Schwestern wegen Depressionen das Bett nicht mehr verlassen wollen. "Seit sie wieder zu Hause in Goldenstein ist, lacht sie, nimmt wieder an Gewicht zu und isst regelmäßig." Man höre die Schwestern wieder lachen und scherzen. Am meisten hätte den Frauen aber in Oberalm die Kommunikation am gemeinsamen Tisch beim Essen gefehlt. "Sie hatten die letzten eineinhalb Jahre nie mehr die Möglichkeit, gemeinsam zu essen."<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/nonnen-goldenstein-praelat-klosterschwestern-bruch-geluebde-184695844 www.sn.at], 19. September 2025: Nonnen von Goldenstein: Prälat wirft Klosterschwestern Bruch der Gelübde vor</ref>
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=== Vatikan-Experte zu Nonnen-Rauswurf: "Papst Leo hätte das so nicht gewollt" ===
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Andreas Englisch: "Vatikan weiß Bescheid" – Schwester Rita wünscht sich ruhiges Klosterleben zurück.
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[[Michael Hudelist]] von [[InfoMediaWorx]] berichtete im Facebook<ref>[https://www.facebook.com/share/v/1FbuVdwyXV/ www.facebook.com]</ref> am [[25. September]] 2025, dass am Mittwoch, den [[24. September]] der Vatikan-Kenner und Bestsellerautor Andreas Englisch nach Goldenstein gekommen und seinen Podcast "Vatikangeflüster" erstmals außerhalb von Rom bei den drei Augustiner-Chorfrauen im Kloster Goldenstein produzierte. Nach dem eineinhalbstündigen Gespräch zeigte sich der Vatikan-Experte beeindruckt von der Agilität der drei Nonnen. Er teilte mit, dass sich im Vatikan bereits Verantwortliche um den Fall kümmern würden, "weil eine schlechte Publicity, also wie eine Organisation wie die katholische Kirche mit alten Menschen umgeht, das will niemand und ich bin sicher, dass Papst Leo das so nicht gewollt hätte".
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Er wurde im vierten Stock des Klosters von den Schwestern Rita, Regina und Bernadette mit seinem Team erwarten. Im so genannten "grünen Zimmer" erzählen die Drei dann fast 90 Minuten, wann und warum sie in den Orden der Augustiner Chorfrauen eingetreten sind, was sie als Erzieherinnen und Lehrerinnen erlebt haben und natürlich auch wie sie im Dezember 2023 gegen ihren Willen in das Seniorenwohnheim in Oberalm gebracht wurden.
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Auch drei Wochen nach dem Umzug der Nonnen zurück in ihr Kloster ist noch nicht das normale und ruhiges Klosterleben bei den Schwestern eingekehrt. Neben Journalisten, Fotografen und Fernsehteams kommen auch ehemalige Schülerinnen und Gläubige, die die Geschichte der Nonnen irgendwo gelesen haben. Beispielsweise war am Mittwochnachmittag ein Ehepaar aus den [[Niederlande]]n gekommen, das derzeit in der Nähe von [[Kitzbühel]] auf Urlaub ist. Sie kamen um den drei Nonnen Mut zuzusprechen und ihnen Leckereien aus Tirol zu bringen.
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Schwester Rita, mit 81 Jahren die Jüngste der drei Klosterschwestern, wünscht sich insgeheim ihr altes Klosterleben zurück. Aber sie trotz der unruhigen Zeit innerlich glücklich, "weil ich einfach im Kloster glücklich bin". Am Mittwoch, dem Tag des [[Salzburger Landespatron]]s [[Rupert von Worms|Rupert]], gönnten sich die Schwestern und ihre Helfer ein Mittagessen außer Haus im nahe gelegenen Rechenwirt, der ihnen auch schon öfters Essen in das Kloster bringen ließ.
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Die offizielle Kirche, das zuständige Stift im oberösterreichischen Reichersberg, verweigert nach wie vor das Gespräch mit den drei Nonnen. Der engagierte, externe Krisenmanager sagt, dass "in der aufgeheizten, medialen Atmosphäre ein Gespräch nicht sinnvoll ist", das Stift und der Probst, der für die drei Chorfrauen zuständig ist, bleibt bei seiner Darstellung, dass die Schwestern im Seniorenheim in Kahlsperg am besten aufgehoben seien und nur dort die seiner Meinung nach nötige Pflege erhalten würden. 
    
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