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Österreichs einzige Kratzenfabrik war nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] ein Musterbetrieb in Saalfelden. Die Geschichte der Kratzenfabrik Mänhardt reicht bis [[1860]] zurück, als Adolf Viktor Mänhardts Großvater Adolf im heute polnischen Bielitz, damals [[Schlesien]], die Produktion aufnahm. Das Unternehmen beschäftigte später 600 Personen. Es war die größte Kratzenfabrik Österreich-Ungarns bzw. nach dem [[Ersten Weltkrieg]] Polens. [[1945]] wurde Adolf Viktor Mänhardt enteignet und flüchtete nach Österreich, wo er [[1945]] in Saalfelden eine neue Heimat fand. Er konnte aber vorher Kapital ins Ausland retten und besaß ein bedeutendes Aktienpaket von BMW.
 
Österreichs einzige Kratzenfabrik war nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] ein Musterbetrieb in Saalfelden. Die Geschichte der Kratzenfabrik Mänhardt reicht bis [[1860]] zurück, als Adolf Viktor Mänhardts Großvater Adolf im heute polnischen Bielitz, damals [[Schlesien]], die Produktion aufnahm. Das Unternehmen beschäftigte später 600 Personen. Es war die größte Kratzenfabrik Österreich-Ungarns bzw. nach dem [[Ersten Weltkrieg]] Polens. [[1945]] wurde Adolf Viktor Mänhardt enteignet und flüchtete nach Österreich, wo er [[1945]] in Saalfelden eine neue Heimat fand. Er konnte aber vorher Kapital ins Ausland retten und besaß ein bedeutendes Aktienpaket von BMW.
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Er begann praktisch aus dem Nichts wieder etwas zu schaffen. Im Verein mit einigen Bielitzer Spezialarbei­tern ging er [[1946]] daran, Maschinen zur Kratzenherstellung zu bauen. Der Betrieb war vorerst nur notdürftig in der Lederfabrik Kitzmantel unter­ gebracht. Doch wo Leistung, da auch Erfolg. Der Absatz war gut und man begann mit dem Bau einer großen Fabrikshalle, mechanisierte den Be­trieb weitestgehend und stattete das neue Gebäude modernst aus. Am [[18. April]] [[1951]] wurde die neue Produktionshalle, die "Mänhardthalle", unter Anwesenheit von [[Landeshauptmann]] [[Josef Klaus]] eingeweiht. Mänhardt notierte in seinem in Kurrentschrift geschriebenen Tagebuch: "Presse war nur die SN eingeladen und anwesend, die dann auch einen Artikel brachte."
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Er begann praktisch aus dem Nichts wieder etwas zu schaffen. Im Verein mit einigen Bielitzer Spezialarbei­tern ging er [[1946]] daran, Maschinen zur Kratzenherstellung zu bauen. Der Betrieb war vorerst nur notdürftig in der Lederfabrik Kitzmantel unter­ gebracht. Doch wo Leistung, da auch Erfolg. Der Absatz war gut und man begann mit dem Bau einer großen Fabrikshalle, mechanisierte den Be­trieb weitestgehend und stattete das neue Gebäude modernst aus. Am [[18. April]] [[1951]] wurde die neue Produktionshalle, die "Mänhardthalle", unter Anwesenheit von [[Landeshauptmann]] [[Josef Klaus (Politiker)|Josef Klaus]] eingeweiht. Mänhardt notierte in seinem in Kurrentschrift geschriebenen Tagebuch: "Presse war nur die SN eingeladen und anwesend, die dann auch einen Artikel brachte."
    
Im gleichen Jahr trat der damals 14-jährige Ekkehard Reichl als Bürolehrling in die Firma ein und blieb bis zu seinem letzten Tag.
 
Im gleichen Jahr trat der damals 14-jährige Ekkehard Reichl als Bürolehrling in die Firma ein und blieb bis zu seinem letzten Tag.