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| | Bei der Wahl zum Salzburger konstituierenden [[Landtag]], die am [[6. April]] [[1919]] stattfand, fand Ing. Karl Irresberger, der sich im Wahlkampf besonders eingesetzt hatte, nur auf der dritten, nicht mehr aussichtsreichen Stelle der Liste für den Wahlkreis Stadt Salzburg Platz. Das Wahlergebnis war für die Deutschfreiheitlichen enttäuschend, Ing. Irresberger zog nicht in den konstituierenden Landtag ein. | | Bei der Wahl zum Salzburger konstituierenden [[Landtag]], die am [[6. April]] [[1919]] stattfand, fand Ing. Karl Irresberger, der sich im Wahlkampf besonders eingesetzt hatte, nur auf der dritten, nicht mehr aussichtsreichen Stelle der Liste für den Wahlkreis Stadt Salzburg Platz. Das Wahlergebnis war für die Deutschfreiheitlichen enttäuschend, Ing. Irresberger zog nicht in den konstituierenden Landtag ein. |
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| − | Bei den [[Gemeinderatswahl 1919 (Stadt Salzburg)|Wahlen]] zum [[Salzburger Gemeinderat]] vom [[13. Juli]] 1919 traten die deutschnationalen Gruppen auf fünf verschiedenen Listen an. Zusammen erzielten sie mit 32,8% der Stimmen nur ein mäßiges Ergebnis, wobei 8,76 % auf die von Ing. Irresberger angeführte Liste des Deutschfreiheitlichen Volksbundes entfielen. Die acht bürgerlichen deutschfreiheitlichen Gemeinderäte schlossen sich zu einer Fraktion zusammen und wählten Ing. Karl Irresberger zu ihrem Obmann. Die [[Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei]], deren sozialistischer Kurs im Wahlkampf vom wirtschaftsliberalen Ing. Irresberger dezidiert abgelehnt worden war, blieb abseits. | + | Bei den [[Gemeinderatswahl 1919 (Stadt Salzburg)|Wahlen]] zum [[Salzburger Gemeinderat]] vom [[13. Juli]] 1919 traten die deutschnationalen Gruppen auf fünf verschiedenen Listen an. Zusammen erzielten sie mit 32,8% der Stimmen nur ein mäßiges Ergebnis, wobei 8,76 % auf die von Ing. Irresberger angeführte Liste des Deutschfreiheitlichen Volksbundes entfielen. Die acht bürgerlichen deutschfreiheitlichen Gemeinderäte schlossen sich zu einer Fraktion zusammen und wählten Ing. Karl Irresberger zu ihrem Obmann. Die [[Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei]], deren sozialistischer Kurs im Wahlkampf vom wirtschaftsliberalen Ing. Irresberger dezidiert abgelehnt worden war, blieb abseits. |
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| − | Am [[12. November]] 1919, dem Jahrestag der Ausrufung der Republik, wurde die "Deutschfreiheitliche Partei in der Stadt Salzburg" als neue städtische bürgerliche deutschfreiheitliche Sammelpartei gegründet, in der ua. der Deutschfreiheitliche Volksbund aufging. Zum Obmann wurde Ing. Irresberger gewählt. Allerdings ließ sich dieser nach 1½ Monaten wegen Arbeitsüberlastung auf drei Monate beurlauben. Im April [[1920]] legte er auch sein Gemeinderatsmandat nieder. Am [[15. Mai]] 1920 kandidierte er nicht mehr für die Funktion des Parteiobmanns, blieb jedoch im 20-köpfigen Parteivorstand als eines von fünf die Gruppe der freien Berufe vertretenden Mitgliedern. | + | Am [[12. November]] 1919, dem Jahrestag der Ausrufung der Republik, wurde die "[[Deutschfreiheitliche Partei]] in der Stadt Salzburg" als neue städtische bürgerliche deutschfreiheitliche Sammelpartei gegründet, in der ua. der Deutschfreiheitliche Volksbund aufging. Zum Obmann wurde Ing. Irresberger gewählt. Allerdings ließ sich dieser nach 1½ Monaten wegen Arbeitsüberlastung auf drei Monate beurlauben. Im April [[1920]] legte er auch sein Gemeinderatsmandat nieder. Am [[15. Mai]] 1920 kandidierte er nicht mehr für die Funktion des Parteiobmanns, blieb jedoch im 20-köpfigen Parteivorstand als eines von fünf die Gruppe der freien Berufe vertretenden Mitgliedern. |
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| | Damit hatte er sich, nach kaum zwei Jahren, im Wesentlichen aus der Politik zurückgezogen. In dem Nachruf, den ihm das Salzburger Volksblatt zwölf Jahre später widmete, hieß es, dass er dem Gemeinderat "den Rücken kehrte, als ihn das Parteigetriebe anzuwidern begann". | | Damit hatte er sich, nach kaum zwei Jahren, im Wesentlichen aus der Politik zurückgezogen. In dem Nachruf, den ihm das Salzburger Volksblatt zwölf Jahre später widmete, hieß es, dass er dem Gemeinderat "den Rücken kehrte, als ihn das Parteigetriebe anzuwidern begann". |