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| | ::Danke schön, ich hab' den Teufel schon an die Hörner gepackt und gerügt meint grinsend [[Benutzer:Mosaico|Mosaico]] 10:29, 17. Mär. 2012 (CET) | | ::Danke schön, ich hab' den Teufel schon an die Hörner gepackt und gerügt meint grinsend [[Benutzer:Mosaico|Mosaico]] 10:29, 17. Mär. 2012 (CET) |
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| | + | == jole Unken Geschichte == |
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| | + | Josef Leitinger |
| | + | Unken Besiedlung im Hochmittelalter |
| | + | Frühmittelalter Kurzfassung |
| | + | Im frühen Mittelalter (7. bis 10. Jh.) ruft um 690 der Bayernherzog Theodo I. aus dem Herrschergeschlecht der Agilofinger Bischof Rupert aus Worms nach Regensburg zur Missionierung des südöstlichen Alpenraums. Rupert errichtet im verlassenen römischen Opidum Juvavum am Fuße des Mönchsberges ein Kloster. Der Konvent vereint zu Beginn bayrische und romanischen Mönche. Das Kloster St. Peter wird von den Agilofingern mit Wälder im Salzachtal, im Saalachtal und mit Salinen in Reichenhall beschenkt. |
| | + | Bonifatius gründet 738 das Bistum Salzburg. Die Äbte des Klosters St. Peter sind auch Bischöfe der Diözese. Unter Bischof Arn wird 798 Salzburg zur Erzdiözese erhoben. |
| | + | EB Friedrich I. trennt 987 das Kloster St. Peter von der Kirche Salzburg. Von den gemeinschaftlich genossenen Gütern bleibt dem Kloster ein bescheidener Anteil u. a. zwei Salzpfannen in Reichenhall. Der Großteil der Schenkungen der Herzöge, wie die Wälder im Saalachtal, werden Eigentum der Kirche Salzburg, (des Erzstifts Salzburg ?) |
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| | + | Hochmittlealter |
| | + | Im Hochmittelalter (11. bis 13. Jd.) werden 1228 die Reichslehen Mitter- Unter- und Oberpinzgau des Herzogtums Bayern dem Erzstift Salzburg verliehen. Bis 1260 besitzen die Plainer Grafen das Saalach- und den östliche Teil des Salzachgebietes mit den Nebentälern als Afterlehen. |
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| | + | Erst im Spätmittelalter (14. und 15. Jh.) ist ab 1328 der Erzbischof Landesfürst und alleiniger Herrscher des Reichsfürstentums und Erzstiftes Salzburg. |
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| | + | Landnahme, Siedlungseinheiten und Güter, Grundherrschaften |
| | + | Um 1000 beginnt unter EB Hartwik die umfangreiche Rodung und Besiedlung im Saalachtal. Die Kolonisierung erfolgt durch die Erzbischöfe als Grundherrn planmäßig, das sichert eine ausgeglichene Zuteilung von Grund und Boden an die Grundholden. Die Vergrößerung des Siedlungsraumes im Erzstift ist durch die starke Bevölkerungszunahmen bedingt. Die Siedler , gegen siebzig Familien (?), dürften aus den alpinen Raum der Erzdiözese stammen. |
| | + | Ein Blick auf die Katastermappe von 1830 (erste kartographische Erfassung der Grundstücke) erschließt die geregelte Zuteilung der Rodungsflächen bzw. die geregelte Verteilung von Hof und Flur in den einzelnen Siedlungsgebieten. |
| | + | Bevorzugt dürfte zu Beginn die große Ebene des Unkenbachschwemmkegels, der “Boden”, gerodet und besiedelt worden sein. Ein Kleinweiler mit den vier Gütern Schrempf, Fritz, Kalchofen und Percht, die anschließende Rotte mit Aschl, Falter, Unterhager, Heistl und Fuchs, die Einzelhöfe am Schemmkegelrand Hölzl und Oberrain und auf der linken oberen Saalachterrasse die Güter Flatscher, Kaltenbach (Forsthaus) bilden möglicher Weise den ersten geschlossenen Siedlungsraum von Unken. |
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| | + | Geeignete Voraussetzungen für eine weitere Siedlungseinheit bieten die Gsenghänge im untersten Bereich und die anschließenden Schwemmkegelreste für die Rotte Egger, Kirchenwirt, Lohweber, Reit, Plaickpoint, Ennsmann, Lummer, und Pichler und am Fuß des Achbergs, die Moränenhügel und die rechtseitige Saalachterrasse für Rotte Fellner, Achner, Punz und Möschl. Weiters die linkseitige untere Saalachterrasse mit der Rotte Neuhauser, Post, und die hochwassergefährtete Saalachniederung mit der Rotte Harm, Lackner, Werfer und Eder, bzw. rechtsseitig mit den Einödhöfen Köstler und Schwaiger.. |
| | + | Im Westen eignen sich die sanften Hänge des Unkenbergs als Siedlungsraum für die Rotte Maisl, Pfannhaus, Hagen, Götz, Graber (?), Datzen(?), Niederberger (?) Brenner (?) , Hoisen, Haitzmann, Soder und den Einödhöfen Kecht und Hengstloch. Die Rodung für die Liedersberger Futterhöfe dürfte erst in der Neuzeit erfolgen. |
| | + | Siedlungen in Extremlage entstehen auf den steilen jedoch nicht felsigen Hängen des Sonnbergs, Vordergfölls und Hintergfölls. Siedlungseinheiten sind am Sonnberg die Rotte Brandner, Beibl, Emater, Brandl, Angerer und die Einödhöfe Gebl, Bauregger und in Vordergföll die Einödhöfe Herbst, Schneiderbauer und Angerer. Ob Hintermühl, Kreuzer, Rausch, Neuhäusl und Lutz auch im Hochmittelalter entstehen bleibe offen. |
| | + | Der Siedlungsraum Hintergföll mit der Rotte Geistler, Moar Wimmer, Leitinger, Hinteregger, Schmiederer, Scheiber und den Einödhöfen Rieger und Hochegger gliedert sich in zwei Flureinheiten. Auf den steilen Hängen der Sonnseite des Unkentals liegen die Fluren in unmittelbarer Nähe zu den Höfen und westlich auf den höher gelegenen Mahder, von den Höfen weit entfernt. Die Frage der Futterhöfe ist offen. |
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| | + | Die Landnahme dürfte im Hochmittelalter großteils zum Abschluß gekommen sein. Siedlungen im Spätmittelalter sind jedoch nicht auszuschließen, gleich die Teilungen von Huben oder Halbhuben. |
| | + | Die sechs Siedlungsräume in Unken / Reith mit den rd. siebzig Gütern bilden im 14. Jh. die Kreuztracht Unken (1353 Kirche St. Jakob), bzw. die Zechen Boden, Niederland, Unkenberg und Gföll, heute die Ortschaften Unken, Niederland, Unkenberg und Gföll. |
| | + | Durch die Talenge Kniepass (1350 chniepoz) getrennt, liegt südlich davon die Siedlung Reith (979 in ruite). Auf der Schemmkegelebene des Innersbaches dürften der Weiler Berger, Uhlinger, Asinger, Stefflinger, Weber, Reitermüller und die Rotte Moar, Pichler und Hofmoar das älteste Siedlungsgebiet sein. Darüber in Hanglage stehen die Einzelhöfe Foischinger, Walcher und der Einödhof Hochreit und in der hochwassergefährteten Saalachniederung die Einzelhöfe Wieser und Dietz. |
| | + | Die Erschließung des Heutals und Nutzung von Almen, ob Einzel- und Gemeinschaftsalmen bzw. Mais- und Freialmen bleibe offen. (1405 verbriefte Almrechte der Zeche Gföll) |
| | + | Gegen dreißig Güter, Gütl und Söllhäusler entstehen in der Jahrhunderten der Neuzeit, vor allem in 16. und 17. Jahrhundert. |
| | + | Im 11. Jh. ist das Erzstift (Hofurbar) alleiniger Grundherr. 1137 wird das Stift Reichersberg mit sechs Güter in Unchen (erste urkundliche Nennung Unkens), und in den folgenden Jahrzehnten das Stift St. Peter (1156 Pfannstatt wo Salz) in Unken und Reith mit neun, die Augustiner Chorherrn Stifte St. Zeno mit fünf, Höglwörth mit sieben, Berchtesgaden mit sieben, die Stiftung Lodronkollegialität mit drei und das herzogliche Urbar ebenfalls mit drei Hofstätten von den Erzbischöfen belehnt. Die rd. siebzig Güter sind im Spätmittelalter Eigentum von sieben Grundherrschaften. |
| | + | Das heutige ländliche Siedlungsgefüge gleicht letztlich dem des Mittelalters. Die Neubauten des 20. und 21. Jahrhunderts stehen auf den im 11. und 12. Jahrhundert gerodeten Fluren. |
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| | + | Klöster (Stifte, Abteien, Propstein) und Orden |
| | + | Die im Früh- und Hochmittelalter gegründeten Klöster sind Stiftungen weltlicher und geistlicher Grundherrn. Dem Konvent der Benediktiner steht der Abt, dem Kollegium der Augustiner-Chorherrn der Propst vor. |
| | + | EB Konrad I. gründet das Augustiner-Chorherrnstift Höglwörth (1129) und St.Zeno (1136) Er wandelt mehrere Klöster zu Augustiner-Chorherrnstifte um, dazu zählen in der Erzdiözese das Domstift zu Salzburg, die Stifte Reichersberg (Diözese Passau), Herrenchiemsee, Gurk, Seckau u. a. Das Chorherrnstift Berchtesgaden entsteht schon 1102. |
| | + | Die Ordenszugehörigkeit der ältesten Klöster, des Benediktinerstifts St. Peter, des Benediktinerinnenstifts Nonnberg und des Benediktinerstifts Michaelbeuern ändert EB Konrad I. |
| | + | Dem Stift St. Zeno der Augustiner Chorherrn obliegt auch die Seelsorge im Saalachtal mit der Mutterkirche St. Martin (1190 ?) und den Filiakirchen in Lofer (1330) und in Unken (1353). |
| | + | 1530 wird das Gotteshaus St. Jakob der Kreuztracht Unken Vikariatskirche, der zwei Chorherrn des Sifts zugeordnet sind. Ab 1812 ist Unken eine sebständige Pfarre der Erzdiözese Salzburg, jedoch weiterhin mit von Augustiner Chorherrn, (Stift 1803 aufgelöst), als Seelsorger. |
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| | + | Salz in Reichenhall, Holz im Saalachtal |
| | + | Im Frühmittelalter sind die Salzquellen und Sudhäuser auf Grund von Schenkungen zur Hälfte Eigentum der Stifte St. Peter und Nonnberg. Im Hochmittelalter werden das Domkapitel, die Stifte St. Zeno, Berchtesgaden, Höglwörth und Reichersberg weitere Eigentümer. |
| | + | 1228 (?) einigt sich Erzbischof Eberhard II. mit Ludwig I. dem Bayer, als Lehensträger der Grafschaft Reichenhall, über die Holzbezugsrechte im Saalachtal. Mehrere Sudhäuser sind noch in salzburgischem Besitz. |
| | + | 1285 werden vom EB Rudolf I. und dem Bayernherzog Heinrich XIII. die Rechte an Holz im Saalachtal erneut festgehalten. Holztrift ersrtmals erwähnt. |
| | + | Ende des 13. Jahrhunderts sind die Bayernherzöge, die Wittelsbacher, alleinige Besitzer der Sudrechte in Reichenhall. Siebzig Pfannen sind in Betrieb und werden mit Holz aus eigenen Schwarzwäldern im Saalachtal versorgt. |
| | + | 1412 beschwert sich Herzog Heinrich XVI. von Bayern beim EB Eberhard IV. dass die Schwarzwälder im Pinzgau durch Einfänge und Schwendungen stark leiden und Herzog Albrecht V. klagt um 1560 wieder gegenüber Johann Jakob von Kuen Belasy über das Brennen und Schwenden der Bauern. D |
| | + | Durch den Vertrag von Mühldorf 1525 unter EB Kardinal Matthäus Lang und Herzog Ludwig X. sind die Rechte Bayerns über die Schwarzwälder im Saalchtal endgültig verbrieft. |
| | + | Im Waldbuch 1529 sind die bayrischen Schwarz- und Hochwälder im Unkental namentlich genannt. Es sind dies die Wälder Großweißbach, Vorder- und Hinterödenbach, Zwickl, Schwarzbergwald, Fußtal, Hochrudersbach, Brunnbach, Schliefbach, Scheibelberg, Martinsbüchl, Finstertbach und Thürnbacheck. |
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| | + | Der Beitrag soll meine Veröffentlichungen in der Homepage des Museums Heimathaus Kalchofengut und im Salzburgwiki ergänzen |