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| | Von den Architekten Walter Baumgartner und Hugo Hübner ließ Adolf Brühl das Schloss Mönchstein zu einem Luxushotel umbauen. Die Ausstattung der Appartements bestand aus wertvollen Teppichen, Gemälden und Stilmöbeln. Das Schloss wurde zum Wohnort zahlreicher [[Salzburger Festspiele|Festspielgäste]] und Festspielakteure, wie z. B. der Opernsängerinnen Hilde Güden und Kirsten Flakstad. Am [[27. Juli]] [[1949]] eröffnete das Hotel für 19 Gäste, das von Lucia Brühl geführt wurde.<ref>"[[Befreit und besetzt, Stadt Salzburg 1945–1955]]", Seite 311</ref> [[1952]] wanderten die Brühls nach [[Brasilien]] aus. | | Von den Architekten Walter Baumgartner und Hugo Hübner ließ Adolf Brühl das Schloss Mönchstein zu einem Luxushotel umbauen. Die Ausstattung der Appartements bestand aus wertvollen Teppichen, Gemälden und Stilmöbeln. Das Schloss wurde zum Wohnort zahlreicher [[Salzburger Festspiele|Festspielgäste]] und Festspielakteure, wie z. B. der Opernsängerinnen Hilde Güden und Kirsten Flakstad. Am [[27. Juli]] [[1949]] eröffnete das Hotel für 19 Gäste, das von Lucia Brühl geführt wurde.<ref>"[[Befreit und besetzt, Stadt Salzburg 1945–1955]]", Seite 311</ref> [[1952]] wanderten die Brühls nach [[Brasilien]] aus. |
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| − | [[1965]] wurde die KG um die Familie Karl Mierka erweitert und erst [[1982]] in die "Hotel Schloss Mönchstein Karl Mierka Hotelbetriebsgesellschaft" umbenannt. Am [[7. Jänner]] [[2003]] begann die PORR-Niederlassung Salzburg, ein Bauunternehmen, mit dem Abriss einiger Altbauteile, da der Besitzer das Hotel umbauen ließ. Das Hotel sollte bereits eine Woche vor Beginn der [[Salzburger Festspiele]], am [[20. Juli]] 2003, wieder eröffnet werden<ref>PORR-NACHRICHTEN Nr. 142, 2003</ref>. Doch der Betreiber des Hotels musste noch im selben Jahr den Konkurs anmelden (46 Betten, 44 Mitarbeiter). Im Konkursverfahren über das Schloss Mönchstein wurden am [[Landesgericht Salzburg]] Forderungen in der Höhe von rund 18,5 Millionen Euro angemeldet. Insgesamt 22 Gläubiger erhoben Forderungen gegen die "Mönchstein Immobilien AG" von 13,54 Millionen Euro, von denen 7,10 Millionen Euro anerkannt wurden. Schätzungen der gesamten Verbindlichkeiten lagen bei etwa 18,5 Millionen Euro. | + | [[1956]] wurde die KG um die Familie Karl Mierka erweitert<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=qAV5rFdeBTDq0x3STNz%2FiTXnRYjYfbcA65zOCrOtgUFDNF6cPt4EERBGLoR8%2FdpJ9rZ05gKkCKk%2BROvLUk8PFVsEHb%2BYdMxtZt6nvZ94HM4dmyust7LSKTYsNb2Bno3w&id1=lo20131001_05&q=Mierka%2520#slide29 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 1. Oktober 2013, Seite 5</ref> und erst [[1982]] in die "Hotel Schloss Mönchstein Karl Mierka Hotelbetriebsgesellschaft" umbenannt. [[1976]] trat Karl Mierka aus der Gesellschaft aus und seine Frau Johanna, "Hansi" genannt, Mierka von Morva-Lieszko, geborene Fritz-Tiefenthaler (* [[31. März]] [[1920]] in der Stadt Salzburg; † [[11. November]] [[2007]] ebenda)<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=uKjo8abWIm8tsP3AETnFIqyXnNv2TB1gnD1%2FmviiJnUxKAHRY0RcRA%2B1B58TUyXkAHxcLW8RSpceHAwHqNVXxVDX9Zityb8gpVtn9XZK5hlo%2Fvy15FAB0xwrRJBqFo9n&id1=20071117_27&q=%2522Karl%2520Mierka%2522#slide27 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 17. November 2007, Seite 27, Parte</ref> trat als Gesellschafterin ein.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=6FpTv2SnQJyvSRSND1Ph3DTPLqFE%2Bk7KJftgVQimGainaQRRemm%2BYFUw1RI4h1BpmtdBTNZHdfGWj6Oq2WygJT8Ur2clBmhiTdM1jZUraNTWZSUMDSdl9f%2B%2BdjxuaKUr&id1=19760816_12&q=Mierka#slide12 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 16. August 1976, Seite 12</ref> |
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| | + | Anfang Oktober [[2000]] kaufte es Anna Gabrielli-Schwarz.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=G7nTRI%2BnWciIMWRcdrQDTl9U%2BU3x1S2cPFDCVGPij9Zf0aosiBXrgDvSKaLhAHhHOqzPH7UD7dB78%2FKm7ruCFG7e3JDR0GuzYptfKEdpF9xhxPXYWI86C30aMP97asCb&id1=lo20001010_01&q=%2522Gabrielli%2520Schwarz%2520%2522#slide29 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 10. Oktober 2000, Seite 1 sowie vom [https://www.sn.at/archivsn?img=Fo1d9imxkNlLhEZv%2BizPFIORYSjb9ORccp0jggWGAiulc3xBXSZKtTSE%2Fx4gsVpE0FPynk8Y53V%2FDM5j9CXb7W472tRK9eSSYlZgdQGJTBRLIy%2FHlat6x4A%2BUWe%2FNgpF&id1=lo20001014_11&q=%2522Gabrielli%2520Schwarz%2520%2522#slide107 14. Oktober 2000, Seite 11]</ref> Die PORR-Niederlassung Salzburg, ein Bauunternehmen, begann am [[7. Jänner]] 2003 mit dem Abriss einiger Altbauteile, da der Besitzer das Hotel umbauen ließ. Nach Angaben der Besitzerin wurden 7,5 Millionen Euro investiert.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=CB6WNlwp3wDqLBAz%2F8PuhKFvOoakt9Agdz9%2BFj41ngt%2F9xgt5DAg0YTT9xCg0ssVxGABIAIPPgPWWrW6CcXFGwb%2Beekd%2B4IZA57k6B5qiSlI27O7LbmRQXXWDYF59bu1&id1=20040821_22&q=%2522Gabrielli%2520Schwarz%2520%2522#slide22 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 21. August 2004, Seite 22</ref> Das Hotel sollte bereits eine Woche vor Beginn der [[Salzburger Festspiele]], am [[20. Juli]] 2003, wieder eröffnet werden.<ref>PORR-NACHRICHTEN Nr. 142, 2003</ref> Bereits am [[28. Oktober]] [[2004]] musste Gabrielli-Schwarz den Konkurs anmelden (46 Betten, 44 Mitarbeiter).<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=jplbN%2BlHHrGxv2iR4XSakBMqmFrxh8fElwTngLE7zzGAEBUvohQsNjVagufpBxkJUzHrrqw4uytFkS3t%2FpeCFSjXdvgyHZro8WSF7VFmnJ60UE1%2BwG7xDLXN7T9tM9lF&id1=20110629_19&q=%2522Gabrielli%2520Schwarz%2520%2522#slide19 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 29. Juni 2011, Seite 19</ref> Im Konkursverfahren über das Schloss Mönchstein wurden am [[Landesgericht Salzburg]] Forderungen in der Höhe von rund 18,5 Millionen Euro angemeldet. Insgesamt 22 Gläubiger erhoben Forderungen gegen die "Mönchstein Immobilien AG" von 13,54 Millionen Euro, von denen 7,10 Millionen Euro anerkannt wurden. Schätzungen der gesamten Verbindlichkeiten lagen bei etwa 18,5 Millionen Euro. |
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| | === 2005: Neubeginn === | | === 2005: Neubeginn === |
| − | Es fand sich ein neuer Eigentümer für das Hotel Schloss Mönchstein, der Deutsche in der Schweiz lebende Unternehmer [[Hans-Peter Wild]]. Er ließ es renovieren und richtete 24 exklusive Zimmer sowie Suiten individuell und hochwertig, entweder im Stil der Wiener Werkstätten oder im Charakter eines Schlosses, ein. Es eröffnete am [[1. Juli]] [[2005]]<ref>Information der Directrice [[Samantha Teufel]] via E-Mail am 25. Oktober 2024 an [[Peter Krackowizer]]</ref> [[2009]] wurde das Hotel Schloss Mönchstein um einen modernen Glasanbau des Architekten [[Volkmar Burgstaller]] erweitert. Ende [[2010]] erhielt das Hotel als erster Salzburger Betrieb die Auszeichnung "Fünf Sterne S", wobei ''S'' für ''Superieur'' steht. Seit [[2011]] kann man im Hotel auch standesamtlich heiraten. | + | Es gab drei Interessenten für das Hotel, eine indisch-englische Gruppe, [[Dietrich Mateschitz]] und die Rudolf Wild GmbH & Co. KG, die in Heidelberg beheimatet ist und durch das Getränk "Capri Sonne" bekannt wurde.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=f8zGwfKF%2BC%2B1M7gy5fqmk46q6Ejb4J9J%2FqwLIYfJeg1%2FNoXziZBOIWI0dTUeUsWq3NXW9fKq07%2F8HA1gzKlWIK5XMfG6AbJ2tOGo2HbdIxQydjxQGSwSr%2B15swee1yDf&id1=lo20050525_03&q=%2522Gabrielli%2520Schwarz%2520%2522#slide35 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 25. Mai 2005, Seite 3</ref> Neuer Eigentümer des Hotels Schloss Mönchstein wurde nun der Deutsche in der Schweiz lebende Unternehmer [[Hans-Peter Wild]], dem das Heidelberger Unternehmen gehört. Der Kaufpreis betrug 10,1 Millionen Euro.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=SYpuXA%2FjWoP3JKmgRLV1PJSqrtzCs%2BZDUZx4sde%2F5N2yet%2FdLrvbbs7hl4Pv4BD%2FIcijWrsNYIpjjbkv6mrav84ZBZztmPUSbdO9ZJDCU%2BLS%2BJbGPKEpQnrxuHpp3xFe&id1=lo20050922_05&q=%2522Gabrielli%2520Schwarz%2520%2522#sn-archiv-52 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 22. September 2005, Seite 5</ref> Er ließ es renovieren und richtete 24 exklusive Zimmer sowie Suiten individuell und hochwertig, entweder im Stil der Wiener Werkstätten oder im Charakter eines Schlosses, ein. Es eröffnete am [[1. Juli]] [[2005]]<ref name="Teufel2024">Information der Directrice [[Samantha Teufel]] via E-Mail am 25. Oktober 2024 an [[Peter Krackowizer]]</ref> [[2009]] wurde das Hotel Schloss Mönchstein um einen modernen Glasanbau des Architekten [[Volkmar Burgstaller]] erweitert. Ende [[2010]] erhielt das Hotel als erster Salzburger Betrieb die Auszeichnung "Fünf Sterne S", wobei ''S'' für ''Superieur'' steht. Seit [[2011]] kann man im Hotel auch standesamtlich heiraten. |
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| | Der Schweizer Milliardär hatte bis [[2018]] rund 34 Mill. Euro zusammen mit dem Kaufpreis seit 2005 in das 5-Sterne-Hotel am Mönchsberg investiert.<ref>[http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/wirtschaft/sn/artikel/goldener-hirsch-in-der-salzburger-altstadt-wird-verkauft-207986/ "Salzburger Nachrichten", online], abgefragt am 5. August 2016 sowie Pressekonferenz am 15. Mai 2018</ref>. | | Der Schweizer Milliardär hatte bis [[2018]] rund 34 Mill. Euro zusammen mit dem Kaufpreis seit 2005 in das 5-Sterne-Hotel am Mönchsberg investiert.<ref>[http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/wirtschaft/sn/artikel/goldener-hirsch-in-der-salzburger-altstadt-wird-verkauft-207986/ "Salzburger Nachrichten", online], abgefragt am 5. August 2016 sowie Pressekonferenz am 15. Mai 2018</ref>. |