Änderungen

K
Textersetzung - „““ durch „"“
Zeile 9: Zeile 9:  
''Ungeschönte, ehrliche Zeitzeugenberichte geben Einblick in ein interessantes  Leben''
 
''Ungeschönte, ehrliche Zeitzeugenberichte geben Einblick in ein interessantes  Leben''
   −
Fachtl, Gattihosn, roasen – das Buch habe ich hinten zu lesen begonnen, bei den Erklärungen der Begriffe und Dialektausdrücken. Denn dann macht das Lesen der Beiträge, die Friedl gesammelt und in verschiedenen Kapiteln aufbereitet hat, erst richtig Spaß. Es ist ein Eintauchen in die Zeit etwa von 1920 bis 1960 und schildert, die harten, die romantischen, die traurigen Seiten des bäuerlichen Alltags in [[Oberösterreich]]. Es sind Zeitzeugen, die Friedl da erzählten und  Bilder zur Verfügung stellten. Auf den linken Seiten im Buch meist Text, auf den rechten Seiten meist Bilder.  Reiten auf der Sau, der Knecht mit Grammophon, die Mentscher und die Buam, der arme Fasslbinder, vom Liaben und vom Heiraten, die Zwangsarbeiterin, der Störschneider, das "schöne Fachtl“, auf der Sunnbenk und andere Beiträge, sowie fünf Rezepte (z. B. "Zwiegspitzerte Nudeln“) geben dem Leser einen wirklich guten und breiten Einblick in das Leben, das zwar eigentlich noch nicht lange her ist, aber doch so ganz anders war.
+
Fachtl, Gattihosn, roasen – das Buch habe ich hinten zu lesen begonnen, bei den Erklärungen der Begriffe und Dialektausdrücken. Denn dann macht das Lesen der Beiträge, die Friedl gesammelt und in verschiedenen Kapiteln aufbereitet hat, erst richtig Spaß. Es ist ein Eintauchen in die Zeit etwa von 1920 bis 1960 und schildert, die harten, die romantischen, die traurigen Seiten des bäuerlichen Alltags in [[Oberösterreich]]. Es sind Zeitzeugen, die Friedl da erzählten und  Bilder zur Verfügung stellten. Auf den linken Seiten im Buch meist Text, auf den rechten Seiten meist Bilder.  Reiten auf der Sau, der Knecht mit Grammophon, die Mentscher und die Buam, der arme Fasslbinder, vom Liaben und vom Heiraten, die Zwangsarbeiterin, der Störschneider, das "schöne Fachtl", auf der Sunnbenk und andere Beiträge, sowie fünf Rezepte (z. B. "Zwiegspitzerte Nudeln") geben dem Leser einen wirklich guten und breiten Einblick in das Leben, das zwar eigentlich noch nicht lange her ist, aber doch so ganz anders war.
 
Wenngleich auch das Buch vom bäuerlichen Leben in Oberösterreich handelt, so wird es in Teilen Salzburgs wie dem [[Flachgau]] wohl kaum anders gewesen sein. Auch strahlen das [[Innviertel]] und das [[Mondseeland]] ins Salzburgische.
 
Wenngleich auch das Buch vom bäuerlichen Leben in Oberösterreich handelt, so wird es in Teilen Salzburgs wie dem [[Flachgau]] wohl kaum anders gewesen sein. Auch strahlen das [[Innviertel]] und das [[Mondseeland]] ins Salzburgische.
Mich haben zum Beispiel die Beiträge über das Brotbacken, "Ogstochn is!, der Störschneider und die Dienstboten fasziniert. Und, weil im Moment wieder aktuell, wie mit Bettlern und Hausierern, darunter auch die Scherenschleifer, meist [[Roma]], umgegangen wurde: sie waren Bestandteil ihres Lebens und man ging mit ihnen menschlicher um als die Gesellschaft heute mit ihnen. Zugegeben, es sind Momentaufnahmen, und andere mögen manches aus anderem Blickwinkel sehen. Aber dieses Buch zeigt, wie vor rund 70 Jahren die Gesellschaft am Land funktioniert hat und welche Aufgaben sie bewältigte.  
+
Mich haben zum Beispiel die Beiträge über das Brotbacken, "Ogstochn is!", der Störschneider und die Dienstboten fasziniert. Und, weil im Moment wieder aktuell, wie mit Bettlern und Hausierern, darunter auch die Scherenschleifer, meist [[Roma]], umgegangen wurde: sie waren Bestandteil ihres Lebens und man ging mit ihnen menschlicher um als die Gesellschaft heute mit ihnen. Zugegeben, es sind Momentaufnahmen, und andere mögen manches aus anderem Blickwinkel sehen. Aber dieses Buch zeigt, wie vor rund 70 Jahren die Gesellschaft am Land funktioniert hat und welche Aufgaben sie bewältigte.  
"''Sitz di zuwa, rast a wenig'', sagte der Ähnl (Großvater), "''..du hast eh so an Orsch wia a Tischplottn!''– das Leben bot  herben Charme und doch Zufriedenheit.
+
"''Sitz di zuwa, rast a wenig''", sagte der Ähnl (Großvater), "''..du hast eh so an Orsch wia a Tischplottn!''" – das Leben bot  herben Charme und doch Zufriedenheit.
    
==Rezension 2==  
 
==Rezension 2==