Johann Georg Hagenauer: Unterschied zwischen den Versionen
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Als am 22. Februar 1803 das Hochstift Passau aufgelöst wurde, kehrte der fürstbischöfliche Hofarchitekt nach [[Salzburg]] zurück. Dies war auch möglich, da der Salzburger Erzbischof Hieronymus von Colloredo, mit dem sich der Architekt Hagenauer seinerzeit überworfen hatte, bereits im Jahr 1800 vor den Franzosen nach Wien geflüchtet war. In Salzburg wurde Hagenauer Amtsnachfolger seines bereits 1801 verstorbenen Bruders Wolfgang im kurfürstlichen Kameralbauamt. Er wurde kaiserlicher Rat und arbeitete als kurfürstlicher Baudirektor für seinen Vetter, den Salzburger Abt Dominikus von Hagenauer in Abtenau und Hallein. 1807 in österreichische Dienste übernommen, wurde er 1812 von der bayerischen Regierung quiesziert und 1819 pensioniert. Gegen Ende seines langen Lebens wurde er zunehmend blind und taub. Er starb als letzter der Hagenauer-Brüder am 6. April 1835 in Salzburg und wurde in der Familiengruft am St. Petersfriedhof beigesetzt. | Als am 22. Februar 1803 das Hochstift Passau aufgelöst wurde, kehrte der fürstbischöfliche Hofarchitekt nach [[Salzburg]] zurück. Dies war auch möglich, da der Salzburger Erzbischof Hieronymus von Colloredo, mit dem sich der Architekt Hagenauer seinerzeit überworfen hatte, bereits im Jahr 1800 vor den Franzosen nach Wien geflüchtet war. In Salzburg wurde Hagenauer Amtsnachfolger seines bereits 1801 verstorbenen Bruders Wolfgang im kurfürstlichen Kameralbauamt. Er wurde kaiserlicher Rat und arbeitete als kurfürstlicher Baudirektor für seinen Vetter, den Salzburger Abt Dominikus von Hagenauer in Abtenau und Hallein. 1807 in österreichische Dienste übernommen, wurde er 1812 von der bayerischen Regierung quiesziert und 1819 pensioniert. Gegen Ende seines langen Lebens wurde er zunehmend blind und taub. Er starb als letzter der Hagenauer-Brüder am 6. April 1835 in Salzburg und wurde in der Familiengruft am St. Petersfriedhof beigesetzt. | ||
==Familie== | |||
Am 17. November 1786 heiratete der zuvor in den Adelsstand erhobene "hochwohlgeborene Herr Joh. Georg von Hagenauer, wirklicher Hofkammerrath, hochfürstlicher Baudirektor und Architekt" im Passauer Dom St. Stephan die "hoch und wohlgeborene Karolina Leopoldina Antonia Freyin von La Marre, k.k. Hauptmannstochter von Wr. Neustadt gebürtig" (* 18. März 1761; † 21. April 1790), Tochter des k.k. Hauptmanns Anton Freiherrn von La Marre und der Karoline Barbara von Altmannshofen. Der Domdechant und Weihbischof von Passau, Thomas Johann Nepomuk Graf von Thun und Hohenstein, zelebrierte die Trauung. Trauzeugen waren der wirkl. geheime Rath und Hofkanzler Johann Jakob Merian Edler von Molitor, sowie der Hofkammerrath und Hofpfleger Christian Schneditz. | |||
Hagenauers Freund, der Fürstbischof Kardinal Joseph Franz Anton von Auersperg wurde Taufpate von seinen beiden Kindern, die nach Auersperg benannt wurden: Josepha von Hagenauer (* 1. Dezember 1787; † 24. April 1792), die vierjährig starb, und Franz de Paula I. von Hagenauer (* 9. Dezember 1789; † 5. Dezember 1843), der am 28.April 1823 die Edle Marie Schlossgängl von Edlenbach in Maria-Plain heiratete. | |||
==Werke== | ==Werke== | ||
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==Quelle== | ==Quelle== | ||
*Passauer Kirchenbuch, Eintragung 17. November 1786, Passau | |||
*Franz Xaver Weilmeyr: Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813, S. 97 | *Franz Xaver Weilmeyr: Salzburg, die Hauptstadt des Salzachkreises, Mayr´sche Verlag, Salzburg 1813, S. 97 | ||
*de.wikipedia.org | *de.wikipedia.org | ||