| | Seit 1988 ist er mit der Forschungsgruppe für Humanethologie in der Max-Planck-Gesellschaft des Instituts für Verhaltensphysiologie in Andechs und Seewiesen bei München verbunden. Als freiberuflicher Mitarbeiter arbeitete er an verschiedenen Forschungsprojekten auf den Trobriand-Inseln (Papua-Neuguinea), bei den Eipo im Hochland von Irian Jaya (Indonesien), auf den Molukken (Indonesien), bei den OvaHimba (Namibia) sowie in Vanuatu und Burkina Faso. Seit 1990 hat Medicus zusammen mit Wulf Schiefenhövel und Margret Schleidt am Institut für Psychologie der Universität Innsbruck den Lehrauftrag „Einführung in die Humanethologie“; Margret Schleidt beendete ihre Mitarbeit 2010. | | Seit 1988 ist er mit der Forschungsgruppe für Humanethologie in der Max-Planck-Gesellschaft des Instituts für Verhaltensphysiologie in Andechs und Seewiesen bei München verbunden. Als freiberuflicher Mitarbeiter arbeitete er an verschiedenen Forschungsprojekten auf den Trobriand-Inseln (Papua-Neuguinea), bei den Eipo im Hochland von Irian Jaya (Indonesien), auf den Molukken (Indonesien), bei den OvaHimba (Namibia) sowie in Vanuatu und Burkina Faso. Seit 1990 hat Medicus zusammen mit Wulf Schiefenhövel und Margret Schleidt am Institut für Psychologie der Universität Innsbruck den Lehrauftrag „Einführung in die Humanethologie“; Margret Schleidt beendete ihre Mitarbeit 2010. |
| − | Gerhard Medicus leistete wissenschaftliche Beiträge, die in Lehrbücher und wissenschaftliche Enzyklopädien Eingang gefunden haben: z. B. zur Evolution des Verhaltens bei Wirbeltieren (im Speziellen leistete Medicus Beiträge zur Rekonstruktion der evolutionäre Wurzeln von: kognitiven Leistungen, der Moralfähigkeit, des Besitzverhaltens, der menschlichen Hierarchie, von Persönlichkeitsstörungen, von geschlechtsspezifischen Unterschieden. Er konnte zeigen, dass die psychomotorische Entwicklung des Kindes nicht der biogenetischen Regel folgt. Einige seiner Beiträge sind wissenschaftliche Grundlagen der medizinischen Psychologie und Psychotherapie, einige befassen sich mit der Theorie der Interdisziplinarität zwischen Natur- und Geisteswissenschaften (bzw. „Leib- und Seelenwissenschaften“; Orientierungswissen bietet z.B. sein „Periodensystem der Humanwissenschaften,“ das die vier Grundfragen der ethologischen Forschung von Tinbergen einbezieht). Seine wichtigsten wissenschaftlichen Beiträge sind in seinem Buch „[[Was uns Menschen verbindet]] – Angebote zur Verständigung zwischen Natur-, Kultur- und Geisteswissenschaften“ zusammengefasst (Berlin, VWB-Verlag, erste Auflage 2012; sechste Auflage 2022: Teil I: Beiträge zur Theorie der Interdisziplinarität, Teil II: Beiträge zur Theoriebildung in Psychologie und Psychotherapie) Online verfügbar (6. Aufl.) <ref>https://diglib.uibk.ac.at/8012394|</ref>. | + | Gerhard Medicus leistete wissenschaftliche Beiträge, die in Lehrbücher und wissenschaftliche Enzyklopädien Eingang gefunden haben: z. B. zur Evolution des Verhaltens bei Wirbeltieren (im Speziellen leistete Medicus Beiträge zur Rekonstruktion der evolutionäre Wurzeln von: kognitiven Leistungen, der Moralfähigkeit, des Besitzverhaltens, der menschlichen Hierarchie, von Persönlichkeitsstörungen, von geschlechtsspezifischen Unterschieden. Er konnte zeigen, dass die psychomotorische Entwicklung des Kindes nicht der biogenetischen Regel folgt. Einige seiner Beiträge sind wissenschaftliche Grundlagen der medizinischen Psychologie und Psychotherapie, einige befassen sich mit der Theorie der Interdisziplinarität zwischen Natur- und Geisteswissenschaften (bzw. „Leib- und Seelenwissenschaften“; Orientierungswissen bietet z.B. sein „Periodensystem der Humanwissenschaften,“ das die vier Grundfragen der ethologischen Forschung von Tinbergen einbezieht). Seine wichtigsten wissenschaftlichen Beiträge sind in seinem Buch „[[Was uns Menschen verbindet]] – Angebote zur Verständigung zwischen Natur-, Kultur- und Geisteswissenschaften“ zusammengefasst (Berlin, VWB-Verlag, erste Auflage 2012; sechste Auflage 2022: Teil I: Beiträge zur Theorie der Interdisziplinarität, Teil II: Beiträge zur Theoriebildung in Psychologie und Psychotherapie) Online verfügbar (6. Aufl. in der digitalen Bibliothek der Universität Innsbruck) <ref>https://doi.org/10.25651/1.2022.0001</ref>. |