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Zur Erinnerung an die Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer in Salzburg errichtet das Land Salzburg in jedem Bezirk einen Gedenkort. Neben den künstlerisch gestalteten Erinnerungsorten werden die Biografien der Betroffenen und die verschiedenen Formen des Widerstands historisch aufgearbeitet und mit einem Vermittlungsprogramm für Schüler*innen begleitet. Geleitet wird das Projekt von der Arbeitsgemeinschaft „Orte des Gedenkens“, der die Kunsthistorikerin [[Hildegard Fraueneder]] und die Historiker [[Albert Lichtblau]] und [[Robert Obermair]] angehören.
 
Zur Erinnerung an die Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer in Salzburg errichtet das Land Salzburg in jedem Bezirk einen Gedenkort. Neben den künstlerisch gestalteten Erinnerungsorten werden die Biografien der Betroffenen und die verschiedenen Formen des Widerstands historisch aufgearbeitet und mit einem Vermittlungsprogramm für Schüler*innen begleitet. Geleitet wird das Projekt von der Arbeitsgemeinschaft „Orte des Gedenkens“, der die Kunsthistorikerin [[Hildegard Fraueneder]] und die Historiker [[Albert Lichtblau]] und [[Robert Obermair]] angehören.
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Der erste Erinnerungsort wird in [[Neumarkt am Wallersee]] im Salzburger [[Flachgau]] entstehen. Das [[Projekt Einwurf]] soll an den widerständigen [[Georg Rinnerthaler]] erinnern. Der [[Gasthof Rinnerthaler|Gasthofbesitzer]] war schon [[1934]] zum Ziel von NS-Anschlägen geworden. Sein Sohn Johann und er wurden nach dem „[[Anschluss]]“ ein Jahr lang im [[KZ Dachau]] interniert.
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Der erste Erinnerungsort wird in [[Neumarkt am Wallersee]] im Salzburger [[Flachgau]] entstehen. Das [[Kunstprojekt Einwurf]] soll an den widerständigen [[Georg Rinnerthaler]] erinnern. Der [[Gasthof Rinnerthaler|Gasthofbesitzer]] war schon [[1934]] zum Ziel von NS-Anschlägen geworden. Sein Sohn Johann und er wurden nach dem „[[Anschluss]]“ ein Jahr lang im [[KZ Dachau]] interniert.
    
<blockquote>„Rinnerthaler war schon in der Zeit des Austrofaschismus politisch aktiv. Die Personen, die mit ihm Schwierigkeiten hatten, wollten in der Nazi-Zeit Rache üben. Er hielt dagegen“, erläutert Historiker Albert Lichtblau. Seine Rolle zeige, wie breit gefächert Widerständigkeit war. Rinnerthaler passte nicht in eine Schublade des Widerstands, etwa besonders links, oder katholisch. „Er ist einer jener, die überzeugt waren, dass dieses Regime und die nationalsozialistische Ideologie in seinen Grundsätzen nichts Gutes waren. Von dieser Meinung ließ er sich auch nicht abbringen“,</blockquote> ergänzt der Zeithistoriker Robert Obermair.
 
<blockquote>„Rinnerthaler war schon in der Zeit des Austrofaschismus politisch aktiv. Die Personen, die mit ihm Schwierigkeiten hatten, wollten in der Nazi-Zeit Rache üben. Er hielt dagegen“, erläutert Historiker Albert Lichtblau. Seine Rolle zeige, wie breit gefächert Widerständigkeit war. Rinnerthaler passte nicht in eine Schublade des Widerstands, etwa besonders links, oder katholisch. „Er ist einer jener, die überzeugt waren, dass dieses Regime und die nationalsozialistische Ideologie in seinen Grundsätzen nichts Gutes waren. Von dieser Meinung ließ er sich auch nicht abbringen“,</blockquote> ergänzt der Zeithistoriker Robert Obermair.