Christbaum: Unterschied zwischen den Versionen

Dr. Reinhard Medicus (Diskussion | Beiträge)
Dr. Reinhard Medicus (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 26: Zeile 26:
Es dauerte wohl noch einige Zeit, bis der Christbaum, von [[Bayern]] (oder von Wien) kommend, auch in einzelnen katholischen Ländern angenommen wurde. Im [[Königreich  Bayern]] war um [[Augsburg]] der Christbaum [[1823]] jedenfalls schon fest im Brauchtum verankert, wie ein Kinderbuch von J. M. Voltz (''Zwölf Blätter Kinder - Bilder zur Unterhaltung und mündlichen Belehrung für Mädchen'') zeigt. In Teilen Bayerns, wo ab [[1805]] die protestantische mit der katholischen Kirche gleichberechtigt war, verbreitete sich der Christbaum als neuer Brauch vergleichsweise rasch.  
Es dauerte wohl noch einige Zeit, bis der Christbaum, von [[Bayern]] (oder von Wien) kommend, auch in einzelnen katholischen Ländern angenommen wurde. Im [[Königreich  Bayern]] war um [[Augsburg]] der Christbaum [[1823]] jedenfalls schon fest im Brauchtum verankert, wie ein Kinderbuch von J. M. Voltz (''Zwölf Blätter Kinder - Bilder zur Unterhaltung und mündlichen Belehrung für Mädchen'') zeigt. In Teilen Bayerns, wo ab [[1805]] die protestantische mit der katholischen Kirche gleichberechtigt war, verbreitete sich der Christbaum als neuer Brauch vergleichsweise rasch.  


[[Datei:Augsburg 1823.jpg|thumb|Christfest mit Christbäumen in Augsburg 1823.]]
Vielleicht gab es erste Christbäume in Salzburg schon in jenen Jahren, in denen Salzburg zu Bayern gehörte. Im [[Salzachkreis]] (heute [[Land Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]) standen jedenfalls schon um [[1820]], vielleicht auch schon früher, erste Christbäume. Sie waren allerdings noch nicht weiter verbreitet. In der Stadt Salzburg gibt es einen ersten direkten Nachweis [[1826]],<ref>[[Erika Scherer]], [[Reinhard Kriechbaum]]: [[Salzburger Brauch]], Seite 49</ref> und zwar im Hause des aus [[Württemberg]] stammenden Spitzenhändlers Josef [[Koch (Kaufmannsfamilie)|Koch]] bekannt. Die Familie mit zwölf Kindern wohnte am [[Makartplatz]] Nr. 11 hatte ihren Christbaum von ihrem Milchbauern aus dem [[Leopoldskroner Moos]] erhalten. Er wurde mit Backwerk, Nüssen, Obst und Kerzen geschmückt.<ref>Salzburger Brauch, Seite 49 → [[Karl Zinnburg]]: ''Salzburger Volksbräuche'', 1972, Seite 63</ref>  
Vielleicht gab es erste Christbäume in Salzburg schon in jenen Jahren, in denen Salzburg zu Bayern gehörte. Im [[Salzachkreis]] (heute [[Land Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]) standen jedenfalls schon um [[1820]], vielleicht auch schon früher, erste Christbäume. Sie waren allerdings noch nicht weiter verbreitet. In der Stadt Salzburg gibt es einen ersten direkten Nachweis [[1826]],<ref>[[Erika Scherer]], [[Reinhard Kriechbaum]]: [[Salzburger Brauch]], Seite 49</ref> und zwar im Hause des aus [[Württemberg]] stammenden Spitzenhändlers Josef [[Koch (Kaufmannsfamilie)|Koch]] bekannt. Die Familie mit zwölf Kindern wohnte am [[Makartplatz]] Nr. 11 hatte ihren Christbaum von ihrem Milchbauern aus dem [[Leopoldskroner Moos]] erhalten. Er wurde mit Backwerk, Nüssen, Obst und Kerzen geschmückt.<ref>Salzburger Brauch, Seite 49 → [[Karl Zinnburg]]: ''Salzburger Volksbräuche'', 1972, Seite 63</ref>