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Es war die reiche Münzmeisterfamilie [[Thenn]], die das Schlössl zu Beginn des [[16. Jahrhundert]]s erbauen ließ. Georg Thenn kaufte am [[2. November]] [[1511]] von Wolf Reinthaler ein Grundstück, das ''die Schluchten'' genannt wurde. Am [[9. Oktober]] [[1554]] erwarb er von den Vormünden der Christoph Saxlschen Kinder deren Behausung samt Stadel und Grundstücken sowie das kleine Haus auf dem ''Vogelthenn''.  
 
Es war die reiche Münzmeisterfamilie [[Thenn]], die das Schlössl zu Beginn des [[16. Jahrhundert]]s erbauen ließ. Georg Thenn kaufte am [[2. November]] [[1511]] von Wolf Reinthaler ein Grundstück, das ''die Schluchten'' genannt wurde. Am [[9. Oktober]] [[1554]] erwarb er von den Vormünden der Christoph Saxlschen Kinder deren Behausung samt Stadel und Grundstücken sowie das kleine Haus auf dem ''Vogelthenn''.  
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In einem Erbschaftsstreit nach dem Tod seiner Frau zeigte es sich, dass Georg Thenn seinen Besitz an [[Ludwig Alt VI.|Ludwig Alt IV.]] (die Familie [Alt]] war mit der Familie Thenn verwandt) verpfändet hatte. Dessen einzige Tochter heiratete den fürstlichen Rat und Untermarschall Sebastian von Haunsberg. Das Ehepaar verkaufte [[1589]] den Besitz an [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]], der es zu seinem Sommersitz machte. Bald schon hatte Wolf Dietrich die Freude am Schloss verloren und gab das ''Thennschlössl'' mit dem ''Frankmannschlössl'' im Tausch gegen einen Teil des ''Dechanteigartens'' dem [[Salzburger Domkapitel]]. Fortan hieß das Schlössl ''Dekanatschlösschen''.
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In einem Erbschaftsstreit nach dem Tod seiner Frau zeigte es sich, dass Georg Thenn seinen Besitz an [[Ludwig Alt VI.|Ludwig Alt IV.]] (die Familie [[Alt]] war mit der Familie Thenn verwandt) verpfändet hatte. Dessen einzige Tochter heiratete den fürstlichen Rat und Untermarschall Sebastian von Haunsberg. Das Ehepaar verkaufte [[1589]] den Besitz an [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]], der es zu seinem Sommersitz machte. Bald schon hatte Wolf Dietrich die Freude am Schloss verloren und gab das ''Thennschlössl'' mit dem ''Frankmannschlössl'' im Tausch gegen einen Teil des ''Dechanteigartens'' dem [[Salzburger Domkapitel]]. Fortan hieß das Schlössl ''Dekanatschlösschen''.
    
Am [[29. September]] [[1678]] erwarb die [[Hohe Salzburger Landschaft]] das Schlössl. Diese brachten dann Soldatenfamilien darin unter. [[1713]] waren 39 Männer, 41 Frauen und 68 (!) Kinder dort wohnhaft. Für alle Soldatenkinder des Mönchsbergs war im Schlössl eine Schule untergebracht. Als Lehrer fungierte ein Gefreiter oder Korporal, der gleichzeitig auch den Mesnerdienst in der Schlosskapelle versah. Nach den Soldaten zogen Invalide, Offiziere und Mannschaft ein, die den Mönchsberg zu bewachen hatten, anschließend scharf bewachte Sträflinge des Zuchthauses, die in den Hallen des Schlössl arbeiten mussten.  
 
Am [[29. September]] [[1678]] erwarb die [[Hohe Salzburger Landschaft]] das Schlössl. Diese brachten dann Soldatenfamilien darin unter. [[1713]] waren 39 Männer, 41 Frauen und 68 (!) Kinder dort wohnhaft. Für alle Soldatenkinder des Mönchsbergs war im Schlössl eine Schule untergebracht. Als Lehrer fungierte ein Gefreiter oder Korporal, der gleichzeitig auch den Mesnerdienst in der Schlosskapelle versah. Nach den Soldaten zogen Invalide, Offiziere und Mannschaft ein, die den Mönchsberg zu bewachen hatten, anschließend scharf bewachte Sträflinge des Zuchthauses, die in den Hallen des Schlössl arbeiten mussten.  
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