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* Dem zentralen Ziergarten mit dem Schloss im Mittelpunkt,  
 
* Dem zentralen Ziergarten mit dem Schloss im Mittelpunkt,  
 
* den Meierhofgarten (Wirtschaftsgarten) mit dem [[Meierhof (Schloss Kleßheim)|Meierhof]] im Süden -  
 
* den Meierhofgarten (Wirtschaftsgarten) mit dem [[Meierhof (Schloss Kleßheim)|Meierhof]] im Süden -  
* den großen Fasangarten (Jagdgarten) mit dem Schlösschen Belvedere, von Johann Bernhard [[Fischer von Erlach]] erbaut (heute Hojos-Stöckl genannt) im Norden.  
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* den großen Fasangarten (Jagdgarten) mit dem Schlösschen Belvedere, von Johann Bernhard [[Fischer von Erlach]] erbaut (heute [[Hoyos-Stöckl]] genannt) im Norden.  
    
Das im Gartenkonzept am Eingangstor zum Ziergarten stehende [[Torwarthaus Schloss Kleßheim|Torwarthaus]] mit seinem markanten Uhrturm stammt aus der Zeit Erzbischof Firmians. Der barocke Ziergarten war einst mit vielen ornamentalen Wasserbecken samt allegorischen Figuren und Springbrunnen versehen. Hier fanden sich neben blumengeschmückten Zierbeeten auch Boskettte-Ziergehölz und Irrgärten. Teile dieses feingliedrigen Barock-Ziergartens wurden unter Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] zu im englischen Geschmack gestalteten Gartenfeldern umgewandelt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde dieser nun schon verwilderte englische Garten unter Verwendung alter Vorgaben in Teilen wieder als Barockanlage revitalisiert.  
 
Das im Gartenkonzept am Eingangstor zum Ziergarten stehende [[Torwarthaus Schloss Kleßheim|Torwarthaus]] mit seinem markanten Uhrturm stammt aus der Zeit Erzbischof Firmians. Der barocke Ziergarten war einst mit vielen ornamentalen Wasserbecken samt allegorischen Figuren und Springbrunnen versehen. Hier fanden sich neben blumengeschmückten Zierbeeten auch Boskettte-Ziergehölz und Irrgärten. Teile dieses feingliedrigen Barock-Ziergartens wurden unter Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] zu im englischen Geschmack gestalteten Gartenfeldern umgewandelt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde dieser nun schon verwilderte englische Garten unter Verwendung alter Vorgaben in Teilen wieder als Barockanlage revitalisiert.  
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Der große Fasangarten besaß noch bis Mitte des [[20. Jahrhundert]]s  
 
Der große Fasangarten besaß noch bis Mitte des [[20. Jahrhundert]]s  
* eine Haupt-Wegachse vom [[Hojos-Stöckl]] über das (nun leider vermauerte) [[Lieferinger Tor]] nach der Müllner Kirche, aber auch  
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* eine Haupt-Wegachse vom [[Hoyos-Stöckl]] über das (nun leider vermauerte) [[Lieferinger Tor]] nach der Müllner Kirche, aber auch  
 
* eine dominante alleebepflanzte Nord-Süd-Wegachse vom gleichen Tor zum nördlichen [[Rott]]-Tor sowie zudem  
 
* eine dominante alleebepflanzte Nord-Süd-Wegachse vom gleichen Tor zum nördlichen [[Rott]]-Tor sowie zudem  
 
* Quer-Wegachsen, die auf die Wallfahrtskirche von [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain|Maria Plain]] (dominant am [[Plainberg]] gelegen) ausgerichtet sind bzw. waren.  
 
* Quer-Wegachsen, die auf die Wallfahrtskirche von [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain|Maria Plain]] (dominant am [[Plainberg]] gelegen) ausgerichtet sind bzw. waren.  
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Im Zentrum des barocken Jagdgartens (der damit aus streng segmentierten Waldflächen bestand, in die Wildäcker eingelagert waren) befand sich ein großer Springbrunnen. Dieser barocke Jagdgarten wurde, obwohl dieser im Eigentum des Landes Salzburg steht, nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] immer mehr zur Golfspiel-Anlage umfunktioniert und nach und nach gemäß spieltechnischen Erfordernissen und mit wenig Rücksicht auf das historische Erbe umgestaltet. Die geschlossene Parkanlage mit ihren geradlinigen barocken Wegachsen wurden so zwangsläufig beeinträchtigt. Der weitaus größte Teil des historischen Schlossparks mit dem Fischer von Erlach-Bau Hojos-Stöckl steht damit der Allgemeinheit auch nicht als Erholungsraum zur Verfügung.
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Im Zentrum des barocken Jagdgartens (der damit aus streng segmentierten Waldflächen bestand, in die Wildäcker eingelagert waren) befand sich ein großer Springbrunnen. Dieser barocke Jagdgarten wurde, obwohl dieser im Eigentum des Landes Salzburg steht, nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] immer mehr zur Golfspiel-Anlage umfunktioniert und nach und nach gemäß spieltechnischen Erfordernissen und mit wenig Rücksicht auf das historische Erbe umgestaltet. Die geschlossene Parkanlage mit ihren geradlinigen barocken Wegachsen wurden so zwangsläufig beeinträchtigt. Der weitaus größte Teil des historischen Schlossparks mit dem Fischer von Erlach-Bau Hoyos-Stöckl steht damit der Allgemeinheit auch nicht als Erholungsraum zur Verfügung.
    
In den historischen Fasangarten hin wurde ein Golfclub errichtet, der die historische Substanz des Parks empfindlich beeinträchtigt und unmittelbar vor den Toren des Parks das Fussballstadion von Salzburg. Das Schlossgebäude selbst liegt zwar nur 300 m nördlich der Einflugschneise auf den [[Flughafen Salzburg W. A. Mozart|Salzburger Flughafen]], der Nordteil des Schlossparks ist dagegen im Norden bis einen Kilometer von dieser Achse abgerückt und wäre auch daher ein besonders wichtiger Naherholungsraum für die [[Taxham]]er Bevölkerung.
 
In den historischen Fasangarten hin wurde ein Golfclub errichtet, der die historische Substanz des Parks empfindlich beeinträchtigt und unmittelbar vor den Toren des Parks das Fussballstadion von Salzburg. Das Schlossgebäude selbst liegt zwar nur 300 m nördlich der Einflugschneise auf den [[Flughafen Salzburg W. A. Mozart|Salzburger Flughafen]], der Nordteil des Schlossparks ist dagegen im Norden bis einen Kilometer von dieser Achse abgerückt und wäre auch daher ein besonders wichtiger Naherholungsraum für die [[Taxham]]er Bevölkerung.
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