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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Der erste bekannte [[Salzburger Buchdrucker|Buchdrucker]] Salzburgs war Hanns Baumann von Rotenburg, der von 1551 etwa 1569 in Salzburg arbeitete. Er druckte 1533 die Polizeiordnung des Fürsterzbischofs Matthäus Lang von Wellenburg "Ordnung im Stifft vnd Lannd Salzburg, zu Abstellung des Fürkauffs und übermässiger staigerung der Pfennbert". | + | Der erste bekannte [[Salzburger Buchdrucker|Buchdrucker]] Salzburgs war Hanns Baumann von Rotenburg, der von [[1551]] bis etwa [[1569]] in Salzburg arbeitete. Er druckte [[1533]] die Polizeiordnung des Fürsterzbischofs [[Matthäus Lang von Wellenburg]] "Ordnung im Stifft vnd Lannd Salzburg, zu Abstellung des Fürkauffs und übermässiger staigerung der Pfennbert". |
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| − | [[1598]] wird von Konrad Kürner die Buchhandlung Höllrigl als "Kürners Hof- Buchdrucker" <ref name="Quelle">Quelle [http://de.wikipedia.org/Eduard_Höllrigl deutschsprachige Wikipedia Eduard Höllrigl]</ref> gegründet. Sein erstes Druckwerk war "Proprium Sanctorum Ecclesiae Salisburgensis cum Approbatione Sedis Apostolicae". | + | [[1598]] wurde die nachmalige Buchhandlung Höllrigl von [[Konrad Kürner]] als "Kürners Hof- Buchdrucker"<ref name="Quelle">Quelle [http://de.wikipedia.org/Eduard_Höllrigl deutschsprachige Wikipedia Eduard Höllrigl]</ref> gegründet. Sein erstes Druckwerk war "Proprium Sanctorum Ecclesiae Salisburgensis cum Approbatione Sedis Apostolicae". |
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| − | Sein Sohn Gregor Kürner folgte im 1620 und druckte 1630 ein "Geistliches Vergißmein nit", verließ Salzburg dann aber wieder. Christoph Katzenberger war sein Nachfolger. Die Buchhandlung nannte sich nun "Kürners Hof- und akademische Buchhandlung".
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| − | Nach dem Tod von Katzenberger im im Jahr 1653, folgte ihm Johann Baptist Mayr von Mayregg (1633-1708), der den Salzburger Buchdruck zu neuen Erfolgen verhalf. Hergestellt wurden die neuen Druckwerke in einer Presse, die dem Drucker von Fürsterzbischof Guidobald Graf Thun geschenkt worden war. Hier entstanden nun auch die Missalen und Choralbücher für den Salzburer Dom. Sein Sohn Johann Joseph Mayr von Mayregg (1689-1724) übernahm die Aufgaben des Vaters nach dessen Tod. Dessen Witwe führte danach die Firma unter dem Namen "Johann Joseph Mayrs seel. Erben" weiter, bis diese 1775 als Strafe für ein Zensurvergehen zwangsweise verkauft wurde, und zwar an das städtische Waisenhaus.
| + | Sein Sohn Gregor Kürner folgte ihm [[1620]] und druckte [[1630]] ein "Geistliches Vergißmein nit", verließ Salzburg dann aber wieder. [[Christoph Katzenberger]] war sein Nachfolger. Die Buchhandlung nannte sich nun "Kürners Hof- und akademische Buchhandlung". |
| − | Die "Waisenhauspresse" veröffentlichte 1784 das bekannte Werk »Kleinmayers Juvavia«. 1784 kaufte die Druckerei und Buchhandlung Franz Xaver Duyle (1743-1804), der seit 1781 Geschäftsführer der Weisenhauspresse gewesen war. Nach seinem Tode folgte dessen Sohn Franz Xaver Duyle jun., der seinerseits die Buchhandlung im Jahr 1843 an Christoph Gottfried Lindig abtrat, die Druckpresse aber behielt. | |
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| − | Nach Linding folgte Max Glonner (1852-1879) und 1879-1881 die Brüder Franz und Matthäus Krakowitzer, der Name "Duyle'sche Buchhandlung" blieb dabei bestehen. 1881 ging die Buchhandlung an Hermann Kerber und verblieb in dessen Eigentum bis Ende 1900. Seit 1897 führte die Buchhandlung Hermann Kerber den Titel eines K. u. k. Hofbuchhändlers. | + | Nach dem Tod Katzenbergers im Jahr [[1653]] folgte diesem [[Johann Baptist Mayr|Johann Baptist Mayr von Mayregg]] (* [[1634]], † [[1703]]), der dem Salzburger Buchdruck zu neuen Erfolgen verhalf. Hergestellt wurden die neuen Druckwerke in einer Presse, die dem Drucker von Fürsterzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] geschenkt worden war. Hier entstanden nun auch die Missalen und Choralbücher für den [[Salzburger Dom]]. Sein Sohn Johann Joseph Mayr von Mayregg (*1689, † 1724) übernahm die Aufgaben des Vaters nach dessen Tod. Dessen Witwe Anna Barbara (* 1687, † 1739)<ref>1724 neuerlich verheiratet mit dem Münzwardein Johann Josef Moßhamer.</ref> führte danach die Firma unter dem Namen "Johann Joseph Mayrs seel. Erben" weiter. [[1775]] wurde die Druckerei als Strafe für ein Zensurvergehen (im Zusammenhang mit einer kirchenkritischen Schrift) zwangsweise verkauft, und zwar an das städtische Waisenhaus. |
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| − | ==Eduard Höllrigl == | + | Die "Waisenhauspresse" veröffentlichte [[1784]] das bekannte Werk »[[Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn|Kleinmayer]]s Juvavia«. 1784 kaufte die Druckerei und Buchhandlung [[Franz Xaver Duyle]] (* 1743, † 1804), der seit 1781 Geschäftsführer der Waisenhauspresse gewesen war. Nach seinem Tode folgte sein Sohn Franz Xaver Duyle jun., der seinerseits die Buchhandlung im Jahr [[1843]] an Christoph Gottfried Lindig abtrat, die Druckpresse aber behielt. |
| − | Anfang des Jahres [[1901]] verkauft Hermann Kerber seine Buchhandlung an [[Eduard Höllrigl]] ([[1861]]-[[1901]]), einen langjährigen Mitarbeiter aus [[Tirol]], dessen Grundsatz „''Fleiß und Pflichterfüllung''“ <ref name="Quelle">Quelle</ref> lautet. Höllrigl stirbt unerwartet bereits Endes des Jahres 1901. Anfang [[1902]] geht die Buchhandlung in den Besitz von [[Adolf Stierle]] und [[Otto Spinnhirn]] über. Beide führen diese unter dem Namen „Eduard Höllrigl, vorm. Herm. Kerber“ weiter. Nach etwa sieben Jahren erwerben die Besitzer das gesamte Haus am Ritzerbogen, welches aus dem [[Mittelalter]] stammt. | + | |
| | + | Nach Lindig folgten Max Glonner (1852-1879) und 1879-1881 die Brüder Franz und Matthäus Krakowitzer; der Name "Duyle'sche Buchhandlung" blieb dabei bestehen. 1881 ging die Buchhandlung an Hermann Kerber und verblieb in dessen Eigentum bis Ende 1900. Seit 1897 führte die Buchhandlung Hermann Kerber den Titel eines K. u. k. Hofbuchhändlers. |
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| | + | ==Eduard Höllrigl== |
| | + | Anfang des Jahres [[1901]] verkaufte Hermann Kerber seine Buchhandlung an [[Eduard Höllrigl]] ([[1861]]-[[1901]]), einen langjährigen Mitarbeiter aus [[Tirol]], dessen Grundsatz „''Fleiß und Pflichterfüllung''“ <ref name="Quelle">Quelle</ref> lautete. Höllrigl starb unerwartet bereits Endes des Jahres 1901. |
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| | + | ==20. Jahrhundert== |
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| | + | Anfang [[1902]] ging die Buchhandlung in den Besitz von [[Adolf Stierle]] und [[Otto Spinnhirn]] über. Beide führen diese unter dem Namen „Eduard Höllrigl, vorm. Herm. Kerber“ weiter. Nach etwa sieben Jahren erwarben die Besitzer das gesamte Ritzerbogenhaus. |
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| | == Öffnungszeiten == | | == Öffnungszeiten == |
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| | ==Fußnoten== | | ==Fußnoten== |
| | <references/> | | <references/> |
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| | [[Kategorie:Stadt Salzburg|Höllrigl, Buchhandlung]] | | [[Kategorie:Stadt Salzburg|Höllrigl, Buchhandlung]] |