Bramberg am Wildkogel: Unterschied zwischen den Versionen

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| Politischer Bezirk: || [[Pinzgau|Zell am See]] (<tt>ZE</tt>)
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| Fläche: || 117,19 km²
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| Geografische Koordinaten: || Koordinaten: 47° 16' N, 12° 21' O
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| Höhe: || 819 [[m ü. A.]]
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| Einwohner: || 3.922   ''<small>(31. Dez. 2005)</small>''
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| Postleitzahl(en): || 5733
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| Vorwahl: || 0 65 66
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| Gliederung Gemeindegebiet: || 4 Katastralgemeinden  
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! colspan="2" | Politik
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| Bürgermeister: || [[Walter Freiberger]] ([[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]])
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| Gemeinderat (2009): || 21 Mitglieder: <br /> 10 [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]] <br /> 9 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], <br /> 2 [[Bramberger Bürgerliste|BBL]]
| Gemeinderat (2009): || 21 Mitglieder: <br /> 10 [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]] <br /> 9 [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], <br /> 2 [[Bramberger Bürgerliste|BBL]]
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[[Bild:Bramberg.jpg|thumb|Bramberg am Wildkogel]]
[[Bild:Bramberg.jpg|thumb|Bramberg am Wildkogel]]
'''Bramberg am Wildkogel''' ist eine Gemeinde im [[Oberpinzgau]], am Fuße des [[Wildkogel]]s, etwa 35 km westlich der Bezirkshauptstadt [[Zell am See]]. Sie gehört zu den Gemeinden im [[Nationalpark Hohe Tauern]]. Im nahe gelegenen [[Habachtal]] befindet sich als Besonderheit eines der wenigen europäischen [[Smaragd]]vorkommen.  
'''Bramberg am Wildkogel''' ist eine Gemeinde im [[Oberpinzgau]] etwa 35 km westlich der Bezirkshauptstadt [[Zell am See]]. Sie gehört zu den Gemeinden im [[Nationalpark Hohe Tauern]]. Im nahe gelegenen [[Habachtal]] befindet sich als Besonderheit eines der wenigen europäischen [[Smaragd]]vorkommen.


==Gliederung==
==Geografie==
Bramberg am Wildkogel teilt sich in die Katastralgemeinden [[KG Bramberg|Bramberg]], [[KG Habach|Habach]], [[KG Mühlbach|Mühlbach]] und [[KG Mühlberg|Mühlberg]]. Weiters wird die Gemeinde in folgende Ortsteile unterteilt:  
=====Lage=====
Bramberg liegt am Oberlauf der [[Salzach]] direkt am Fuße des [[Wildkogel]]s, eingebettet zwischen [[Kitzbüheler Alpen]] und [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]. Aus dem [[Mühlbachtal (Kitzbüheler Alpen)|Mühlbachtal]] fließt in Bramberg der größte nördliche Zufluss im [[Pinzgau]], der [[Mühlbach (Kitzbüheler Alpen)|Mühlbach]], in die Salzach. Neben dem Wildkogel bildet der mehrgipfelige [[Rettenstein|Große Rettenstein]] das unverwechselbare Panorama der Gegend.
 
=====Gliederung=====
Bramberg am Wildkogel teilt sich in die Katastralgemeinden [[KG Bramberg|Bramberg]], [[KG Habach|Habach]], [[KG Mühlbach|Mühlbach]] und [[KG Mühlberg|Mühlberg]]. Weiters wird die Gemeinde in folgende Ortsteile unterteilt:


* Bicheln ''324''
* Bicheln ''324''
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==Geschichte==</noinclude>
==Geschichte==</noinclude>
Bramberg wurde [[1160]] erstmals als "Prentenperige" namentlich genannt. Älter als der Ort selbst ist das Leitengut, das erstmals im Jahr [[925]] Erwähnung fand.  
Bramberg wurde [[1160]] erstmals als "Prentenperige" namentlich genannt. Älter als der Ort selbst ist das Leitengut, das erstmals im Jahr [[925]] Erwähnung fand.


Der Ort war im Altertum Zentrum des [[Kupfererzbergbau]]s. Im [[19. Jahrhundert]] wurde der Erzbau vorübergehend wieder aufgenommen. Eine Wiederbelebung des Bergbaus im 19. Jahrhundert scheiterte.  
Am [[18. März]] [[1575]] werden der [[Bramberg]]er Pfarrer [[Rupert Ramsauer]] und seine Pfarrersköchin [[Eva Neidegger]] Opfer der ersten Hexenverbrennung im [[Pinzgau]]. Sie waren der  [[Wetterzauber]]ei angeklagt worden.


Heute ist Bramberg mit dem [[Wildkogelskigebiet]] eine beliebte [[Winterfremdenverkehr]]sgemeinde.  
Der Ort war im Altertum Zentrum des [[Kupfererzbergbau]]s. Im [[19. Jahrhundert]] wurde der Erzbau vorübergehend wieder aufgenommen. Eine Wiederbelebung des Bergbaus im 19. Jahrhundert scheiterte.
 
1900 wird der spätere [[Domdechant]], [[Landesrat]] und Gründer des [[Salzburger Pressverein|Salzburger Pressevereines]], Daniel Etter, Kooperator in Bramberg. Sechs Jahre später wird er nach [[Salzburg]] berufen.  


<noinclude>==Wappen==
<noinclude>==Wappen==
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==Persönlichkeiten==
==Persönlichkeiten==
* [[Robert Schwarzenbacher]]
* [[Mathias Stöckl]], [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege|Salzburger Bauernführer]] im [[16. Jahrhundert]]
* [[Mathias Stöckl]]
* [[Anna Maria Rottmayrin]], eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit im ausgehenden [[17. Jahrhundert]], Wirtin am Senninger Bräu
* [[Josef Stoitzner]], (1884-1951) in Wien geborener Maler mit engen Beziehungen zu Bramberg
* [[Joseph Jakob Fürstaller]] (1730-1775), Mesner, Lehrer und Geograf
* [[Johann Panzl]]
* [[Johann Panzl]] (1786-1862), Salzburger [[Befreiungskriege (Überblick)|Landesverteidiger]] zur Zeit der [[Befreiungskriege (Überblick)|Franzosenkriege]].
* [[Anna Maria Rottmayrin]]
* [[Josef Lahnsteiner]] (1882-??), Kirchenbauer und Heimatforscher
* [[Josef Stoitzner]] (1884-1951), in Wien geborener Maler mit engen Beziehungen zu Bramberg
* [[Elisabeth Innerhofer]] (* 1925), Mundartdichterin
* [[Alois Steiner jun.]] (* 1939), Mineraliensucher
* [[Karl Nindl]] (1943-2010), langjähriger Bürgermeister
* [[Franz Graber]] (* 1951), [[Kollegiatstift Seekirchen|Stiftspfarrer]] von [[Seekirchen]]
* [[Alois Innerhofer]], Leiter des [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Bankhauses Spängler]] im Pinzgau
* [[Robert Schwarzenbacher]] (* 1973), Strukturbiologe an der [[Universität Salzburg]]
* [[Claudia Reinprecht]] (* 1974), Diplomatin
 
==Wirtschaft und Infrastuktur==
Bramberg ist heute mit dem [[Wildkogelskigebiet]] eine beliebte [[Winterfremdenverkehr]]sgemeinde. Aber hier sind auch unter anderem das Familienunternehmen [[Holzbau Maier]], das seit [[2000]] von [[Birgit Maier]] geleitet wird oder der [[Salzburger Wollstadel]], der erprobtes Kunsthandwerk aus Schafwolle aus den Salzburger Bergen verkauft, beheimatet.
 
Seit November [[2010]] erzeugt das [[Solarkraftwerk Wildkogel]] auf dem [[Wildkogel]] Strom für die [[Wildkogel-Bergbahnen]].
 
==Verkehr==
Bramberg ist nach dem Hochwasser vom Sommer [[2008]] seit [[13. Dezember]] [[2009]] wieder an die [[Pinzgaubahn]] und damit an [[Krimml]] im Westen und [[Zell am See]] im Osten angebunden. Auch die [[Postbus]]linie {{Buslinie|670}} befährt diese Strecke im Salzachtal.
 
==Politik==
Neben den arivierten Parteien existiert in Bramberg auch noch die [[Bramberger Bürgerliste]] (BBL). Sie sieht sich als unabhängige, parteifreie Liste und versucht die Gemeindepolitik transparenter zu machen.


==Bildung==
==Bildung==
Im Herbst [[2011]] wird mit der [[Tourismusschule Bramberg]] die vierte [[Tourismusschulen Salzburg - Kleßheim|Tourismusschule]] des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes Salzburg]] eröffnet werden.
Im Herbst [[2011]] wird mit der [[Tourismusschule Bramberg]] die vierte [[Tourismusschulen Salzburg - Kleßheim|Tourismusschule]] des [[Bundesland Salzburg|Bundeslandes Salzburg]] eröffnet werden.
 
Der [[Verein Bergbauforschung Bramberg]] wurde [[1995]] gegründet und befasst sich mit der Erforschung des historischen [[Bergbau]]es im Oberpinzgau.
 
==Sport==
In der Oberpinzgauer Gemeinde existieren mit der [[TSU Bramberg am Wildkogel]] und dem
[[SC Mühlbach/Pinzgau|Sportklub Mühlbach]] zwei polysportiver Vereine, deren Fußballmannschaften in der [[1. Landesliga|1.]] (Bramberg) bzw. [[2. Landesliga Süd]] (Mühlbach) spielen.
 
Für [[Gleitschirmfliegen|Paragleiter]] stellt der Wildkogel einen beliebten Startberg dar.


== Quellen ==
== Quellen ==