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[[Datei:Silberaltar_Rauris_02.JPG|thumb|Der Silberaltar, Ausschnitt]]
 
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Die '''Pfarrkirche zu den Heiligen Jakob und Martin''' ist die [[Katholische Kirche|katholische]] [[Pfarre Rauris|Pfarrkirche]] in der [[Pinzgau]]er Marktgemeinde [[Rauris]] und steht unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Rauris|Denkmalschutz]].
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Die '''Pfarrkirche zu den Heiligen Jakob und Martin''' (oder ''Martin und Jakob'') ist die Pfarrkirche der [[Katholische Kirche|katholischen]] [[Pfarre Rauris]] − einer der beiden auf dem Gebiet der [[Pinzgau]]er Marktgemeinde [[Rauris]] bestehenden Pfarren − und steht unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Rauris|Denkmalschutz]].
    
== Patrozinium ==
 
== Patrozinium ==
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Zum ersten Mal aufgestellt wurde der Altar im Jahr [[1885]], nachdem 16 Rauriser Bürger für die Anfertigung durch den Salzburger Gürtler C. Haring gespendet hatten. Damals wurde in Rauris neben [[Goldbergbau|Gold]], [[Kupferbergbau|Kupfer]] und [[Kobaltbergbau|Kobalt]] auch [[Silberbergbau|Silber]] abgebaut, so lag es nahe, den Altar in Silber zu gestalten. Nach heutigen Schätzungen dürften Arbeit und Material rund 15.000 Euro gekostet haben, so Christian Haller vom Referat für die Erhaltung des kulturellen Erbes.
 
Zum ersten Mal aufgestellt wurde der Altar im Jahr [[1885]], nachdem 16 Rauriser Bürger für die Anfertigung durch den Salzburger Gürtler C. Haring gespendet hatten. Damals wurde in Rauris neben [[Goldbergbau|Gold]], [[Kupferbergbau|Kupfer]] und [[Kobaltbergbau|Kobalt]] auch [[Silberbergbau|Silber]] abgebaut, so lag es nahe, den Altar in Silber zu gestalten. Nach heutigen Schätzungen dürften Arbeit und Material rund 15.000 Euro gekostet haben, so Christian Haller vom Referat für die Erhaltung des kulturellen Erbes.
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1962 ,verschwand‘ der Altar nach dem Tod seines „Pflegers“, Mesner Jakob Rathgeb, in einem Abstellraum im Mesnerhaus. Erst vor gut acht Jahren wurden Teile davon für die Ausstellung "Der Rauriser Kirchenschatz" wieder in die Öffentlichkeit geholt. Danach bemühte sich Pfarrgemeinderatsobmann Karl Granegger um die Restaurierung des gesamten Altars bzw. die Finanzierung.
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1962 ,verschwand‘ der Altar nach dem Tod seines „Pflegers“, des Mesners Jakob Rathgeb, in einem Abstellraum im Mesnerhaus. Erst [[2007]]/[[2008|08]] wurden Teile davon für die Ausstellung "Der Rauriser Kirchenschatz" wieder in die Öffentlichkeit geholt. Danach bemühte sich [[Pfarrgemeinderat]]s<nowiki>obmann</nowiki> Karl Granegger um die Restaurierung des gesamten Altars bzw. die Finanzierung.
    
"''In der Gürtlerwerkstatt wurde der komplette Altar samt Krone in rund 400 Arbeitsstunden zerlegt, gereinigt, neu versilbert und wieder zusammengebaut. Fehlende Gablonzersteine wurden ersetzt und fein ziselierte Goldbroschen wieder neu vergoldet''", schildert Granegger die Restaurierungsarbeiten, die Ende 2014 begannen und im Frühjahr 2015 abgeschlossen waren.
 
"''In der Gürtlerwerkstatt wurde der komplette Altar samt Krone in rund 400 Arbeitsstunden zerlegt, gereinigt, neu versilbert und wieder zusammengebaut. Fehlende Gablonzersteine wurden ersetzt und fein ziselierte Goldbroschen wieder neu vergoldet''", schildert Granegger die Restaurierungsarbeiten, die Ende 2014 begannen und im Frühjahr 2015 abgeschlossen waren.
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== Orgel ==
 
== Orgel ==
 
[[Datei:Rauris 002.JPG|thumb|Mauracher-Lachmayr-Orgel von 1886 - 1892]]
 
[[Datei:Rauris 002.JPG|thumb|Mauracher-Lachmayr-Orgel von 1886 - 1892]]
Die Orgel wurde [[1996]] in der Pfarrkirche Rauris aufgestellt, wobei das Orgelwerk von Johann Lachmayr stammt, der es [[1892]] für das Stift Engelszell geschaffen hatte, das Orgelgehäuse von [[Hans Mauracher]], das seit [[1886]] für die Orgel der Salzburger [[Ursulinenkirche St. Markus|Ursulinenkirche]] in Verwendung stand.<br/>Das Mauracher-Instrument verstellte eines von vier großen Fenstern der Ursulinenkirche; nämlich das in Richtung [[Ursulinenplatz]]. Im Zuge der ungewöhnlich aufwändigen Sanierungsarbeiten an der Kirche entschloss sich Kirchenrektor P. Josef Strolz MSC († 1998), den ungehinderten Lichteinfall durch den Abbau der Orgel wieder zur Geltung zu bringen. Das Orgelwerk selber war im Zuge der lang anhaltenden Renovierungsarbeiten in den 1970/80er-Jahren ohnehin so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass nur mehr das Gehäuse erhaltenswert erschien.<br/>Andererseits war 1996 aus dem Orgelkasten der Stiftskirche von Engelszell gerade die oben erwähnte Lachmayr-Orgel ausgebaut worden, um einer neuen zu weichen. Die Lachmayr-Orgel war für das dortige Gehäuse aus dem Jahre [[1788]] zu klein, die großen Prospektfelder z. B. waren ohne Pfeifen sondern nur mit Holzbrettern, auf denen Orgelpfeifen aufgemalt waren, versehen gewesen. Die orignale Franz X. Chrismann Orgel war nämlich im Zuge der josephinischen Klosteraufhebungen [[1788]] aus dem Gehäuse ausgebaut, und in den Alten Dom von Linz transferiert worden, die 1892 eingebaute Lachmayr-Orgel galt als Notlösung. 1996 konnten das Gehäuse der Mauracher-Orgel, versehen mit dem Lachmayr-Instrument, adaptiert in der Rauriser Pfarrkirche installiert werden. Die Orgel verfügt über 15 Register auf zwei Manualen und Pedal und ist mechanisch.
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Die Orgel wurde [[1996]] in der Pfarrkirche Rauris aufgestellt, wobei das Orgelwerk von Johann Lachmayr stammt, der es [[1892]] für das Stift Engelszell geschaffen hatte, das Orgelgehäuse von [[Hans Mauracher]], das seit [[1886]] für die Orgel der Salzburger [[Ursulinenkirche St. Markus|Ursulinenkirche]] in Verwendung stand.<br/>Das Mauracher-Instrument verstellte eines von vier großen Fenstern der Ursulinenkirche; nämlich das in Richtung [[Ursulinenplatz]]. Im Zuge der ungewöhnlich aufwändigen Sanierungsarbeiten an der Kirche entschloss sich Kirchenrektor P. Josef Strolz MSC († 1998), den ungehinderten Lichteinfall durch den Abbau der Orgel wieder zur Geltung zu bringen. Das Orgelwerk selber war im Zuge der lang anhaltenden Renovierungsarbeiten in den 1970/80er-Jahren ohnehin so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass nur mehr das Gehäuse erhaltenswert erschien.<br/>Andererseits war 1996 aus dem Orgelkasten der Stiftskirche von Engelszell gerade die oben erwähnte Lachmayr-Orgel ausgebaut worden, um einer neuen zu weichen. Die Lachmayr-Orgel war für das dortige Gehäuse aus dem Jahre [[1788]] zu klein, die großen Prospektfelder z. B. waren ohne Pfeifen sondern nur mit Holzbrettern, auf denen Orgelpfeifen aufgemalt waren, versehen gewesen. Die originale Franz X. Chrismann Orgel war nämlich im Zuge der [[Joseph II.|josephinischen]] Klosteraufhebungen [[1788]] aus dem Gehäuse ausgebaut, und in den Alten Dom von Linz transferiert worden, die 1892 eingebaute Lachmayr-Orgel galt als Notlösung. 1996 konnten das Gehäuse der Mauracher-Orgel, versehen mit dem Lachmayr-Instrument, adaptiert in der Rauriser Pfarrkirche installiert werden. Die Orgel verfügt über 15 Register auf zwei Manualen und Pedal und ist mechanisch.
    
== Weitere Bilder ==
 
== Weitere Bilder ==
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=56510 vom 13. Mai 2016]
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* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom 13. Mai 2016: [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=56510 ''Silberaltar in Pfarrkirche Rauris wieder zu bewundern]
* [https://www.salzburg.gv.at/kultur_/Seiten/kirche_rauris.aspx www.salzburg.gv.at] Kirche Rauris, abgefragt am 18. März 2018
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* [https://www.salzburg.gv.at/kultur_/Seiten/kirche_rauris.aspx Land Salzburg > Themen > Kultur > Kulturelle Baudenkmäler > Religiöse Baudenkmäler > Pfarrkirche Rauris], abgefragt am 18. März 2018
    
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==