Jüdischer Friedhof Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Errichtung und Gebrauch bis 1938 ===
=== Errichtung und Gebrauch bis 1938 ===
Die Anlage des jüdischen Friedhofs in Aigen erfolgte [[1893]] durch den im selben Jahr gegründeten jüdischen Begräbnisverein ''Chewra Kadischa''. Das Grundstück erwarb der Verein von der damals noch eigenständigen [[Gemeinde Aigen]] ''bei Salzburg'', die nach dem Verkauf jedoch die Errichtung des jüdischen Friedhofs mit der Begründung, dass dies die religiösen Gefühle der katholischen Einwohner von Aigen beleidigen würde, ablehnte. Diese Entscheidung wurde jedoch nach Intervention von der [[Salzburger Landesregierung]] aufgehoben und für nichtig erklärt.  
Die Anlage des jüdischen Friedhofs in Aigen erfolgte [[1893]] durch den im selben Jahr gegründeten jüdischen Begräbnisverein ''Chewra Kadischa''. Das Grundstück erwarb der Verein von der damals noch eigenständigen Gemeinde [[Aigen (Gemeinde)|Aigen]] ''bei Salzburg'', die nach dem Verkauf jedoch die Errichtung des jüdischen Friedhofs mit der Begründung, dass dies die religiösen Gefühle der katholischen Einwohner von Aigen beleidigen würde, ablehnte. Diese Entscheidung wurde jedoch nach Intervention von der [[Salzburger Landesregierung]] aufgehoben und für nichtig erklärt.  


Der erste Vertreter der jüdischen Gemeinde Salzburgs, der hier seine letzte Ruhestätte fand, war der ein Jahr zuvor verstorbene Salzburger Lederwarenhändler [[Rudolf Fürst]]. Dessen Witwe Elise, sie  war zugleich die einzige Frau, die für die Errichtung des jüdischen Friedhofs Geld spendete, ließ den Leichnam ihres Gatten vom [[Salzburger Kommunalfriedhof]] nach Aigen überfuhren und „ermöglichte“ somit die erste Begräbnisfeierlichkeit am neuen Friedhof.
Der erste Vertreter der jüdischen Gemeinde Salzburgs, der hier seine letzte Ruhestätte fand, war der ein Jahr zuvor verstorbene Salzburger Lederwarenhändler [[Rudolf Fürst]]. Dessen Witwe Elise, sie  war zugleich die einzige Frau, die für die Errichtung des jüdischen Friedhofs Geld spendete, ließ den Leichnam ihres Gatten vom [[Salzburger Kommunalfriedhof]] nach Aigen überfuhren und „ermöglichte“ somit die erste Begräbnisfeierlichkeit am neuen Friedhof.