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Stadtpfarrkirche zum hl. Paulus (Quelltext anzeigen)
Version vom 6. April 2007, 08:09 Uhr
, 08:09, 6. Apr. 2007keine Bearbeitungszusammenfassung
Schmalix hat es mit diesem Fresko geschafft, drei Dinge miteinander zu verbinden: Als erstes die Theologie des Paulus: Häufig arbeitet Paulus mit gegensätzlichen Typologien, die er einander gegenüberstellt. Dieses wichtige Element der paulinischen Theologie findet sich in den beiden Figuren, die das Fresko beherrschen. Als zweites wird hineinverknüpft der seelische Prozess eines jeden Menschen, der sich auf den Weg macht. Und das dritte ist schließlich die ganz persönliche Biographie des Paulus: Ein gebildeter, aber auch getriebener Mensch findet durch eine krisenhafte Erfahrung des Zu-Grunde-Gehens zu einem neuen Bewusstsein, das ihn auch ganz wörtlich genommen zu einem Aufbruch motiviert.
Schmalix hat es mit diesem Fresko geschafft, drei Dinge miteinander zu verbinden: Als erstes die Theologie des Paulus: Häufig arbeitet Paulus mit gegensätzlichen Typologien, die er einander gegenüberstellt. Dieses wichtige Element der paulinischen Theologie findet sich in den beiden Figuren, die das Fresko beherrschen. Als zweites wird hineinverknüpft der seelische Prozess eines jeden Menschen, der sich auf den Weg macht. Und das dritte ist schließlich die ganz persönliche Biographie des Paulus: Ein gebildeter, aber auch getriebener Mensch findet durch eine krisenhafte Erfahrung des Zu-Grunde-Gehens zu einem neuen Bewusstsein, das ihn auch ganz wörtlich genommen zu einem Aufbruch motiviert.
Manchen erscheint die Formensprache von Prof. Hubert Schmalix unzugänglich oder zumindest gewöhnungsbedürftig. Das Bedeutende an der Gestaltung dieses Kirchenraums ist aber, dass der Künstler von den Wurzeln her denkt und fühlt. Er versucht, dem Selbstverständnis des Paulus auf den Grund zu gehen, so wie er uns wirklich in seinen Briefen begegnet. Gerade die dem Bild eigene Spur von Ironie zeigt einen Weg der Annäherung an die schwierige Persönlichkeit des Paulus. Möglicherweise findet, wer sich mit diesem Werk auseinandersetzt, etwas von sich und seiner eigenen religiösen Erfahrung wieder.
Manchen erscheint die Formensprache von Prof. Hubert Schmalix unzugänglich oder zumindest gewöhnungsbedürftig. Das Bedeutende an der Gestaltung dieses Kirchenraums ist aber, dass der Künstler von den Wurzeln her denkt und fühlt. Er versucht, dem Selbstverständnis des Paulus auf den Grund zu gehen, so wie er uns wirklich in seinen Briefen begegnet. Gerade die dem Bild eigene Spur von Ironie zeigt einen Weg der Annäherung an die schwierige Persönlichkeit des Paulus. Möglicherweise findet, wer sich mit diesem Werk auseinandersetzt, etwas von sich und seiner eigenen religiösen Erfahrung wieder.