Margarete Schütte-Lihotzky: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Margarete Schütte-Lihotzky''' (* [[23. Jänner]] [[1897]] in Wien; † [[18. Jänner]] [[2000]] | '''Margarete Schütte-Lihotzky''' (* [[23. Jänner]] [[1897]] in [[Wien]]; † [[18. Jänner]] [[2000]] ebenda) war die erste Frau, die in Österreich ein Architekturstudium abgeschlossen hat. In den [[1960er]] plante die Architektin für ihre Schwester und deren Mann ein Ferienhaus in [[Radstadt]] ([[Bürgerbergstraße (Radstadt)|Bürgerbergstraße]] 3). Seit dieser Zeit verbrachte sie auch regelmäßig die Sommer in Radstadt. | ||
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[[File:Bauernhaus Schütte-Lihotzky.JPG|thumb|Haus in Radstadt]] | [[File:Bauernhaus Schütte-Lihotzky.JPG|thumb|Haus in Radstadt]] | ||
Sie heiratete den Architekten Wilhelm Schütte und reiste mit ihm in die Sowjetunion, wo sie an etlichen Projekten beteiligt waren. Den Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erlebte sie in der Türkei im Exil. Dort schloss sie sich einer österreichischen antifaschistischen Widerstandsbewegung an. Bei einem Aufenthalt in Wien im Jahr 1941 wurde | Sie heiratete den Architekten Wilhelm Schütte und reiste mit ihm in die Sowjetunion, wo sie an etlichen Projekten beteiligt waren. Den Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] erlebte sie in der [[Türkei]] im Exil. Dort schloss sie sich einer österreichischen antifaschistischen Widerstandsbewegung an. Bei einem Aufenthalt in Wien im Jahr [[1941]] wurde Margarete Schütte-Lihotzky zusammen mit einem weiteren Genossen von der [[Gestapo]] verhaftet. Der Berliner Volksgerichtshof verlangte ihren Tod, jedoch wurden es "nur" 15 Jahre Zuchthaus. | ||
Nach Ende des Krieges kehrte Schütte-Lihotzky nach Wien zurück. Trotz ihrer hohen fachlichen Kompetenz mied man sie zunächst aufgrund ihrer politischen Vergangenheit. Die Würdigung ihrer Arbeit begann erst Anfang der [[1980er]] Jahre, also mehr als 30 Jahre nach Kriegsende! Dann aber wurde sie mit Ehrungen überschüttet: Ehrendoktorate von vier Technischen Universitäten, dem Staatspreis für Wissenschaft und Kunst und anderen Auszeichnungen. | Nach Ende des Krieges kehrte Schütte-Lihotzky nach Wien zurück. Trotz ihrer hohen fachlichen Kompetenz mied man sie zunächst aufgrund ihrer politischen Vergangenheit. Die Würdigung ihrer Arbeit begann erst Anfang der [[1980er]] Jahre, also mehr als 30 Jahre nach Kriegsende! Dann aber wurde sie mit Ehrungen überschüttet: Ehrendoktorate von vier Technischen Universitäten, dem Staatspreis für Wissenschaft und Kunst und anderen Auszeichnungen. | ||