Günther Georg Bauer: Unterschied zwischen den Versionen
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Univ. Prof. [[Hofrat|HR]] Mag. Dr. phil. '''Günther G. Bauer''' (* [[12. Oktober]] [[1928]] in Bregenz) ist Theaterregisseur, emeritierter Professor der [[Universität Mozarteum|Hochschule „Mozarteum“]], Alt-Rektor dieser Universität (1983-1991), Schriftsteller und Spielforscher. | |||
== Leben == | == Leben == | ||
Günther Georg Bauer kam 1932 nach Salzburg. | Günther Georg Bauer kam [[1932]] mit seiner Familie nach Salzburg. | ||
Er studierte Schauspiel und Regie an der [[Universität Mozarteum|''Akademie für Musik und darstellende Kunst "Mozarteum"'']] ([[Diplom 1951]]) und übersiedelte [[1952]] nach Wien, wo er als Schauspieler, Regisseur und Autor tätig war und an der Universität Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte studierte. | |||
[[1971]] kehrte er als Professor für Schauspiel an die Universität Mozarteum nach Salzburg zurück. Dort war er von [[1973]] bis [[1977]] und von [[1979]] bis [[1983]] Leiter der Abteilung Darstellende Kunst und von [[1983]] bis [[1991]] Universitätsrektor. | |||
Von 1972 bis 1976 hatte er auch Lehraufträge für Schulspiel an der [[Universität Salzburg]]. [[1978]] promovierte er dort zum Dr. phil. | |||
Von [[1980]] bis [[1998]] war er Vorstands-, Gründungsmitglied und künstlerischer Leiter des Salzburger Kinder- und Jugendtheaters. | |||
[[1990]] gründete er das „[[Institut für Spielforschung und Spielpädagogik]]“ (heute: Institut für Spielforschung und Playing Arts), das er bis 2008 leitete. | |||
=== Schauspiel === | |||
Als Schauspieler hatte Bauer Engagements am [[Salzburger Landestheater]], zwei Jahre am Theater in der Josefstadt in Wien, fünf Jahre am Wiener Volkstheater, am Deutschen Theater Göttingen, in Graz, bei den [[Salzburger Festspiele|Salzburger]] und Bregenzer Festspielen und war dreizehn Jahre Mitglied des Wiener Burgtheaters. | |||
Als Regisseur arbeitete er am Theater der Jugend in Wien, an den Vereinigten Bühnen Graz, am Renaissancetheater Berlin und in der Kleinen Komödie Frankfurt; außerdem betreute er die Welttournee der Wiener Sängerknaben. | |||
=== Schriftstellerei === | === Schriftstellerei === | ||
Als Schriftsteller betätigte sich Dr. | Als Schriftsteller betätigte sich Dr. Bauer vorrangig auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendstücke sowie des Hörspiels. Sieben Kinder- und Jugendstücke erlebten über 400 Aufführungen. Für die österreichischen Rundfunk- und Fernsehanstalten schrieb er an die 200 Kinder- und Jugendhörspiele. | ||
Er ist Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Bücher und Publikationen zur Spielforschung und Spielpädagogik sowie der Mozartforschung | |||
1979 wurde er Generalsekretär des [[P.E.N.-Club Salzburg|Österreichischen P.E.N.-Clubs Salzburg]], | [[1979]] wurde er Generalsekretär des [[P.E.N.-Club Salzburg|Österreichischen P.E.N.-Clubs Salzburg]], von [[1995]] bis [[2001]] auch dessen Präsident. | ||
== Ehrungen == | == Ehrungen == | ||
Günther G. Bauer ist Inhaber zahlreicher Auszeichnungen:<ref name= " moz " /> | [[1996]] wurde Günther G. Bauer zum Hofrat ernannt.<ref name= " moz " /> | ||
Er ist Inhaber zahlreicher Auszeichnungen:<ref name= " moz " /> | |||
* Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft 1. Klasse | * Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft 1. Klasse | ||
* Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich | * Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich | ||
* Goldenes [[Ehrenzeichen des Landes Salzburg]] sowie der Länder [[Oberösterreich]] und [[Tirol]] | * Goldenes [[Ehrenzeichen des Landes Salzburg]] sowie der Länder [[Oberösterreich]] und [[Tirol]]. Er war | ||
* Ehrenmitglied der Universität Mozarteum und der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] ([[1998]]), | * Ehrenmitglied der Universität Mozarteum und der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] ([[1998]]), | ||
* Mozarteum- | * [[Bürgerbrief der Stadt Salzburg|Bürger der Stadt Salzburg]] (Verleihung am [[4. März]] [[1999]]), und | ||
* Träger des Ritterordens des Hl. Grabes zu Jerusalem und des | |||
* Mozarteum-Ehrenrings ([[2008]])<ref>[[SN]] vom 12. Oktober 2018</ref> sowie des | |||
* [[Ehrenring der Stadt Salzburg|Ehrenrings der Stadt Salzburg]] (Verleihung am [[19. Oktober]] [[2018]]) | |||
* Seit [[2012]] ist er Ehrenmitglied und Ehrenpräsident des Japanischen Instituts für Mozartforschung. | |||
== Veröffentlichungen == | == Veröffentlichungen == | ||
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* W. A. Mozart – der Spielende Mensch, 1991. | * W. A. Mozart – der Spielende Mensch, 1991. | ||
* Bölzlschießen, Brandeln und Tresette, 1991. | * Bölzlschießen, Brandeln und Tresette, 1991. | ||
*<!-- Bauer, Günther G | *<!-- Bauer, Günther G.: --> Die Salzburger Tarockkarten der Familie Mozart, in: Salzburger Nachrichten (Das Wochenende) 48 (1992), Nr. 218, Salzburg, 19. September 1992, S. 48. | ||
* Das Salzburger Hexenspiel, 1992. | * Das Salzburger Hexenspiel, 1992. | ||
* Die Salzburger Tarockkarten des [[Joseph Rauchmiller]], 1993. | * Die Salzburger Tarockkarten des [[Joseph Rauchmiller]], 1993. | ||
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*<!-- Bauer, Günther G.: --> Nannerl Mozarts 69 Spiele, in: Salzburger Nachrichten Samstag, 28. Juli 2001, Salzburg 2001, S. | *<!-- Bauer, Günther G.: --> Nannerl Mozarts 69 Spiele, in: Salzburger Nachrichten Samstag, 28. Juli 2001, Salzburg 2001, S. | ||
*<!-- Bauer, Günther G.: --> Bölzelschießen - das Sonntagvergnügen der Mozartzeit. Salzburg 1770-1795, in: Mozartiana. The Festschrift for the Seventieth Birthday of Professor Ebisawa Bin, hrsg. von Yosihiko Tokumaru u.a.. – (Tokyo: Tokyo Shoseki) (2001), S. 594-606. | *<!-- Bauer, Günther G.: --> Bölzelschießen - das Sonntagvergnügen der Mozartzeit. Salzburg 1770-1795, in: Mozartiana. The Festschrift for the Seventieth Birthday of Professor Ebisawa Bin, hrsg. von Yosihiko Tokumaru u.a.. – (Tokyo: Tokyo Shoseki) (2001), S. 594-606. | ||
*<!-- Bauer, Günther G | *<!-- Bauer, Günther G.: --> Die 69 Spiele der Nannerl Mozart, in: Mitteilungen der Internationalen Stiftung Mozarteum 49 (2001), H. 3-4, Salzburg, November 2001, S. 67-94. | ||
*<!-- Bauer, Günther G.: --> "Wer nicht spielen kann, dem traut man heutigen Tags kaum gute Sitten zu". Die Spiele der Nannerl Mozart, in: [[Nannerl|Maria Anna Mozart]]. Die Künstlerin und ihre Zeit, herausgegeben von Siegrid Düll und Otto Neumaier. – (Möhnesee:) Bibliopolis (2001), S. 49-71. | *<!-- Bauer, Günther G.: --> "Wer nicht spielen kann, dem traut man heutigen Tags kaum gute Sitten zu". Die Spiele der Nannerl Mozart, in: [[Nannerl|Maria Anna Mozart]]. Die Künstlerin und ihre Zeit, herausgegeben von Siegrid Düll und Otto Neumaier. – (Möhnesee:) Bibliopolis (2001), S. 49-71. | ||
*<!-- Bauer, Günther G.: --> Das Österreichische Zahlenlotto 1752-2002, in: Dem Glück auf der Spur. 250 Jahre Österreichisches Zahlenlotto. 285. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, Karlsplatz, A-1040 Wien, 11. April bis 26. Mai 2002. – (Wien: Historisches Museum der Stadt Wien) 2002, S. 60-83. | *<!-- Bauer, Günther G.: --> Das Österreichische Zahlenlotto 1752-2002, in: Dem Glück auf der Spur. 250 Jahre Österreichisches Zahlenlotto. 285. Sonderausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien, Karlsplatz, A-1040 Wien, 11. April bis 26. Mai 2002. – (Wien: Historisches Museum der Stadt Wien) 2002, S. 60-83. | ||
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*<!-- Bauer, Günther G.: --> Lotterien der Mozartzeit, in: Glück im Spiel - Lotterien der Mozartzeit. Katalog zur Sonderausstellung im Salzburger Barockmuseum vom 13. Dezember 2002 bis 2. Februar 2003, hrsg. von Günther. G. Bauer. – (Salzburg: Spielforschung der Universität Mozarteum Salzburg) 2002, S. 35-78. | *<!-- Bauer, Günther G.: --> Lotterien der Mozartzeit, in: Glück im Spiel - Lotterien der Mozartzeit. Katalog zur Sonderausstellung im Salzburger Barockmuseum vom 13. Dezember 2002 bis 2. Februar 2003, hrsg. von Günther. G. Bauer. – (Salzburg: Spielforschung der Universität Mozarteum Salzburg) 2002, S. 35-78. | ||
*<!-- Bauer, Günther Georg --> (Hrsg.): Glück im Spiel - Lotterien der Mozartzeit. Katalog zur Sonderausstellung im Salzburger Barockmuseum vom 13. Dezember 2002 bis 2. Februar 2003. – (Salzburg: Spielforschung der Universität Mozarteum Salzburg) 2002. | *<!-- Bauer, Günther Georg --> (Hrsg.): Glück im Spiel - Lotterien der Mozartzeit. Katalog zur Sonderausstellung im Salzburger Barockmuseum vom 13. Dezember 2002 bis 2. Februar 2003. – (Salzburg: Spielforschung der Universität Mozarteum Salzburg) 2002. | ||
*<!-- Bauer, Günther G | *<!-- Bauer, Günther G.: --> W. A. Mozart. Lotto und Lotterien. – München, Salzburg: Katzbichler (2002). | ||
*<!-- Bauer, Günther G.: --> Mozart. Glück Spiel und Leidenschaft. – (Bad Honnef:) K. H. Bock (2003). Mit 69 Abb. | *<!-- Bauer, Günther G.: --> Mozart. Glück Spiel und Leidenschaft. – (Bad Honnef:) K. H. Bock (2003). Mit 69 Abb. | ||
*<!-- Bauer, Günther G.: --> "... woher es komme, dass viele Beamte nach ihrem Tode nur Schulden hinterlassen." Was bedeutete das feste Einkommen von 800 Gulden für Mozart 1788-1791 wirklich?, in: In signo Wolfgang Amadé Mozart. Mitteilungen der Mozart-Gesellschaft Zürich 15 (2005), H. 26, Zürich, 2005, S. 14-21. | *<!-- Bauer, Günther G.: --> "... woher es komme, dass viele Beamte nach ihrem Tode nur Schulden hinterlassen." Was bedeutete das feste Einkommen von 800 Gulden für Mozart 1788-1791 wirklich?, in: In signo Wolfgang Amadé Mozart. Mitteilungen der Mozart-Gesellschaft Zürich 15 (2005), H. 26, Zürich, 2005, S. 14-21. | ||
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*<!-- Bauer, Günther G.: --> "... denn so einen frack muß ich haben...". Mozarts Galaröcke und Seidenstrümpfe, in: In signo Wolfgang Amadé Mozart. Mitteilungen der Mozart-Gesellschaft Zürich 16 (2006), H. 27, Zürich, 2006, S. 15-44. | *<!-- Bauer, Günther G.: --> "... denn so einen frack muß ich haben...". Mozarts Galaröcke und Seidenstrümpfe, in: In signo Wolfgang Amadé Mozart. Mitteilungen der Mozart-Gesellschaft Zürich 16 (2006), H. 27, Zürich, 2006, S. 15-44. | ||
*<!-- Bauer, Günther G.: --> Mozart, Kavalier und Spieler, in: Mozart. Experiment Aufklärung im Wien des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Essayband zur Mozart-Ausstellung. Herausgegeben von Herbert Lachmayer. – (Ostfildern:) Hatje Cantz Verlag (2006), S. 377-388. | *<!-- Bauer, Günther G.: --> Mozart, Kavalier und Spieler, in: Mozart. Experiment Aufklärung im Wien des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Essayband zur Mozart-Ausstellung. Herausgegeben von Herbert Lachmayer. – (Ostfildern:) Hatje Cantz Verlag (2006), S. 377-388. | ||
*<!-- Bauer, Günther G. --> mit [[Hannelore Angermüller]] und [[Rudolph Angermüller]]: [[Joachim Ferdinand von Schidenhofen]], ein Freund der Mozarts. Die Tagebücher des Salzburger Hofrats. Herausgegeben und kommentiert von Hannelore und Rudolph Angermüller unter Mitarbeit von Günther G. Bauer. – Bad Honnef: K. H. Bock 2006. | *<!-- Bauer, Günther G.: --> mit [[Hannelore Angermüller]] und [[Rudolph Angermüller]]: [[Joachim Ferdinand von Schidenhofen]], ein Freund der Mozarts. Die Tagebücher des Salzburger Hofrats. Herausgegeben und kommentiert von Hannelore und Rudolph Angermüller unter Mitarbeit von Günther G. Bauer. – Bad Honnef: K. H. Bock 2006. | ||
*<!-- Bauer, Günther G. -->mit Ray Flanagan: Mozart. A Great Lover of Games. (English translation by Ray Flanagan) Second, enlarged edition. – (Bad Honnef:) Verlag K.H. Bock (2006). | *<!-- Bauer, Günther G.: -->mit Ray Flanagan: Mozart. A Great Lover of Games. (English translation by Ray Flanagan) Second, enlarged edition. – (Bad Honnef:) Verlag K.H. Bock (2006). | ||
*<!-- Bauer, Günther G.: --> Mozarts hohe Licht- und Heizkosten 1781-1791, in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 148 (2008), Salzburg: Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 2008, S. 147-186. | *<!-- Bauer, Günther G.: --> Mozarts hohe Licht- und Heizkosten 1781-1791, in: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 148 (2008), Salzburg: Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 2008, S. 147-186. | ||
*<!-- Bauer, Günther Georg: --> Exkurs: Mozarts fast ebenso erfolgreicher Zeitgenosse Ditters von Dittersdorf, in: In signo Wolfgang Amadé Mozart. Mitteilungen der Mozart-Gesellschaft Zürich 18 (2008), H. 30, Zürich, Jänner 2008, S. 27-32. | *<!-- Bauer, Günther Georg: --> Exkurs: Mozarts fast ebenso erfolgreicher Zeitgenosse Ditters von Dittersdorf, in: In signo Wolfgang Amadé Mozart. Mitteilungen der Mozart-Gesellschaft Zürich 18 (2008), H. 30, Zürich, Jänner 2008, S. 27-32. | ||
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== Quellen == | == Quellen == | ||
* [https://www.uni-mozarteum.at/de/university/personen/emeriti_bio.php?l=de&nr=123 Homepage der Universität Mozarteum] | |||
* [https://www.stadt-salzburg.at/internet/service/aktuell/aussendungen/2018/ring_der_stadt_salzburg_fuer_prof_guenth_473842.htm Presseaussendung der Stadt Saltburg vom 19. Oktober 2018: ''Ring der Stadt Salzburg für Prof. Günther Bauer''] | |||
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