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'''Leonhard Steinwender''' (* [[19. September]] [[1889]] in der [[Gemeinde Lasaberg]]; † [[22. August]] [[1961]] in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]) war ein österreichischer Geistlicher, Politiker, Widerstandskämpfer gegen den [[Nationalsozialismus]], Häftling im [[KZ Buchenwald]] und Kanonikus in Mattsee.
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Dr. theol. '''Leonhard Steinwender''' (* [[19. September]] [[1889]] in der [[Gemeinde Lasaberg]]; † [[22. August]] [[1961]] in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]) war ein österreichischer Geistlicher, Politiker, Widerstandskämpfer gegen den [[Nationalsozialismus]], Häftling im [[KZ Buchenwald]] und Kanonikus in Mattsee.
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==Leben==
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== Leben ==
Steinwender war ein Sohn des Lasaberger Franzenbauern und [[Landtagsabgeordneter|Landtagsabgeordneten]] [[Leonhard Steinwender (senior)|Leonhard Steinwender]] und seiner Frau Salome, geborene Prodinger.<ref>[http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/tamsweg/TFBVII+X/?pg=326 Taufbuch der Pfarre Tamsweg, Band VII, S. 170.]</ref> Nach der Volksschule kam er ins [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum]], wo er die Studien 1908 mit gutem Erfolg abschloss. Anschließend studierte er römisch-katholische Theologie in Salzburg. Am [[27. März]] [[1912]] empfing er durch [[Johannes Baptist Katschthaler|Johannes Baptist Kardinal Katschthaler]] die Priesterweihe.
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Steinwender war ein Sohn des Lasaberger Franzenbauern und [[Landtagsabgeordneter|Landtagsabgeordneten]] [[Leonhard Steinwender (senior)|Leonhard Steinwender]] und seiner Frau Salome, geborene Prodinger.<ref>[http://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/tamsweg/TFBVII+X/?pg=326 Taufbuch der Pfarre Tamsweg, Band VII, S. 170.]</ref> Nach der Volksschule kam er ins [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Erzbischöfliche Privatgymnasium Borromäum]], wo er [[1908]] mit gutem Erfolg maturierte. Anschließend besuchte er das [[Priesterseminar der Erzdiözese Salzburg|Piresterseminar]] und studierte römisch-katholische Theologie in Salzburg. Am [[27. März]] [[1912]] empfing er durch [[Johannes Baptist Katschthaler|Johannes Baptist Kardinal Katschthaler]] die Priesterweihe. [[1914]] promovierte er zum Doktor der Theologie.
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Er war danach als Kooperator in [[Pfarre Brixlegg|Brixlegg]] (1912–1915) und [[Stadtpfarre Salzburg-Nonntal |Nonntal]] tätig. Von 1915 bis 1938 war er der Redakteur, von 1917 an Chefredakteur, der „[[Salzburger Chronik]]“. Politisch war er in der [[Christlich-Soziale Partei|Christlich-Sozialen Partei]] aktiv. Er war für die CSP Mitglied der Provisorischen Landesversammlung 1918. Ab 1927 war er Kanoniker im [[Stift Mattsee|Collegiatstift Mattsee]], seit [[1937]] als Milizvikar tätig.
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Von 1912 bis 1915 war Kooperator in der [[Pfarre Brixlegg]], von [[1915]] bis 1921 in der [[Stadtpfarre Salzburg-Nonntal]] tätig. Von 1915 bis 1938 war er Redakteur, von 1917 an Chefredakteur der „[[Salzburger Chronik]]“. Politisch war er in der [[Christlich-Soziale Partei|Christlich-Sozialen Partei]] aktiv, die er vom [[3. November|3.]] bis [[6. November]] [[1918]] in der [[Salzburger Landtag|Provisorischen Landesversammlung]] [[Landtagsabgeordneter|vertrat]]. Ab 1927 war er Kanoniker im [[Stift Mattsee|Collegiatstift Mattsee]], seit [[1937]] als Milizvikar tätig. Von [[1934]] bis 1938 war er Werbeleiter der [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]] und Herausgeber der "[[Front in Salzburg]]".
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Da die "Salzburger Chronik" einen strikten Kurs gegen die Nationalsozialisten vertrat, kam er nach dem Anschluss in Schutzhaft und wurde am 10. November 1938 über Auftrag der Gestapo Berlin in das Konzentrationslager Buchenwald eingeliefert. Im November 1940 wurde er aus dem KZ entlassen und bekam „Gauverbot“. Von 1940 bis 1945 arbeitete er als Vikar in Petting (Oberbayern).
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Da die "Salzburger Chronik" einen strikten Kurs gegen die [[Nationalsozialisten]] vertrat, kam er nach dem [[Anschluss]] in "Schutzhaft" und wurde am 10. November 1938 über Auftrag der [[Gestapo]] Berlin in das [[KZ Buchenwald|Konzentrationslager Buchenwald]] eingeliefert. Im November [[1940]] wurde er aus dem KZ entlassen und bekam „Gauverbot“. Von 1940 bis 1945 arbeitete er als Vikar in Petting (Oberbayern).
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Als die NS-Herrschaft beseitigt war, nahm er ab 1945 seinen Wohnsitz im Stift Mattsee. Bald nach Ende des Krieges beauftragte Erzbischof [[Andreas Rohracher]] Leonhard Steinwender, eine neue Kirchenzeitung aufzubauen. Mit [[14. November]] [[1945]] wurde Steinwender zum Leiter und Hauptredakteur des [[Rupertibote]]n ernannt.
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Als die NS-Herrschaft beseitigt war, nahm er ab 1945 seinen Wohnsitz im Stift Mattsee. Bald nach Ende des Krieges beauftragte Erzbischof [[Andreas Rohracher]] Leonhard Steinwender, eine neue Kirchenzeitung aufzubauen. Mit [[14. November]] [[1945]] wurde Steinwender Hauptredakteur des [[Rupertibote]]n ernannt und leitete diesen bis [[1958]].
    
Nach seinem Tod bekam er seine Ruhestätte in der Kanonikergruft des Stiftes Mattsee.
 
Nach seinem Tod bekam er seine Ruhestätte in der Kanonikergruft des Stiftes Mattsee.
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== Ehrungen ==
 
== Ehrungen ==
 
Leonhard Steinwender wurde [[1930]] zum Regierungsrat ernannt. Seit [[1937]] war er Inhaber des Ritterkreuzes des Österreichischen Verdienstordens.
 
Leonhard Steinwender wurde [[1930]] zum Regierungsrat ernannt. Seit [[1937]] war er Inhaber des Ritterkreuzes des Österreichischen Verdienstordens.
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Der [[Leonhard-Steinwender-Weg]] in [[Stadt Salzburg|Salzburg]]-[[Maxglan]] wurde nach ihm benannt.
    
== Werke ==
 
== Werke ==
 
*''Christus im KZ – Wege der Gnade und Opfers''. Salzburg: [[Otto Müller Verlag]], 1946.
 
*''Christus im KZ – Wege der Gnade und Opfers''. Salzburg: [[Otto Müller Verlag]], 1946.
==Quellen==
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== Quellen ==
 
*[[Diskussion:RES (Regesta Ecclesiastica Salisburgensia)|RES (Regesta Ecclesiastica Salisburgensia)]]: [http://res.icar-us.eu/index.php/Steinwender,_Leonhard_(1889-1961) Steinwender, Leonhard (1889-1961)]
 
*[[Diskussion:RES (Regesta Ecclesiastica Salisburgensia)|RES (Regesta Ecclesiastica Salisburgensia)]]: [http://res.icar-us.eu/index.php/Steinwender,_Leonhard_(1889-1961) Steinwender, Leonhard (1889-1961)]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Leonhard_Steinwender Wikipedia]
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* [https://de.wikipedia.org/wiki/Leonhard_Steinwender Wikipedia]
 
* [http://stiftmattsee.members.cablelink.at/download/S-Zeitung2008.pdf#page=12 Mattseer Stiftsblätter vom September 2008, S. 12: ''KZ-Priester Leonhard Steinwender'' (sa)]
 
* [http://stiftmattsee.members.cablelink.at/download/S-Zeitung2008.pdf#page=12 Mattseer Stiftsblätter vom September 2008, S. 12: ''KZ-Priester Leonhard Steinwender'' (sa)]
 
* [http://www.pfarre.zell.at/downloads/regierungsrat-kanonikus-leonhard-steinwender.pdf Pfarre Zell]
 
* [http://www.pfarre.zell.at/downloads/regierungsrat-kanonikus-leonhard-steinwender.pdf Pfarre Zell]
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[[Kategorie:Priester]]
 
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[[Kategorie:Erzdiözese]]
 
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[[Kategorie:NS-Opfer]]
 
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
 
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[[Kategorie:Lungau]]
 
[[Kategorie:Lungau]]
 
[[Kategorie:Tamsweg]]
 
[[Kategorie:Tamsweg]]
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