Heihsgut: Unterschied zwischen den Versionen

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Bei der Kirche repräsentieren drei Grabsteine den mit Wohl­stand und Armut des Gaues verbundenen Aufstieg und Nieder­gang der Familie: Ein großer, aber schlichter Stein für den Er­wer­ber des Hauses, ein gar prächtiger mit dem [[1532]] von Karl V. verlie­he­nen Wap­pen für dessen Sohn Lienhard und eine kleine Tafel für den letzten Besitzer, den [[1839]] in Armut verstor­benen Enkel des [[1730]] von Karl VI. geadelten [[Andreas von Heihs]].
Bei der Kirche repräsentieren drei Grabsteine den mit Wohl­stand und Armut des Gaues verbundenen Aufstieg und Nieder­gang der Familie: Ein großer, aber schlichter Stein für den Er­wer­ber des Hauses, ein gar prächtiger mit dem [[1532]] von Karl V. verlie­he­nen Wap­pen für dessen Sohn Lienhard und eine kleine Tafel für den letzten Besitzer, den [[1839]] in Armut verstor­benen Enkel des [[1730]] von Karl VI. geadelten [[Andreas von Heihs]].


Den Rang der Familie im [[16. Jahrhundert]] bezeugen die Zirbenstube von [[1545]], ein Waf­feleisen mit dem Heihswappen aus dem Jahr [[1559]] und ein großer Grabstein mit Por­trät und Wappen für den [[1544]] als Pfar­rer von St. Michael und Murau und Erzdiakon des Lungau verstorbenen Bruder des Lienhard in der Pfarrkirche.
Den Rang der Familie im [[16. Jahrhundert]] bezeugen die Zirbenstube von [[1545]], ein Waf­feleisen mit dem Heihswappen aus dem Jahr [[1559]] und ein großer Grabstein mit Por­trät und Wappen für den [[1544]] als Pfar­rer von St. Michael und Murau und Erzdiakon des Lungau verstorbenen Bruder des Lienhard in der [[Pfarrkirche zum hl. Michael in St. Michael im Lungau|Pfarrkirche]].


Seine Nichte Apollonia, eine Tochter des Lienhard, und ihr Gatte, Hanns Genns­prunner zu Rad­stadt, haben unter Ein­be­ziehung eines gemauerten Getrei­de­kastens das Haus ver­grö­ßert und im ersten Stock die große Zirbenstube errichtet. Das war nach einer verschwundenen Inschrift über dem Türstock im Jahre [[1545]]. Vielleicht hat aber erst die Errichtung des mit [[1585]] be­zeich­neten großen Ze­hent­kastens die Einbeziehung des alten Ka­stens in den Bau­körper des Hauses möglich gemacht.
Seine Nichte Apollonia, eine Tochter des Lienhard, und ihr Gatte, Hanns Genns­prunner zu Rad­stadt, haben unter Ein­be­ziehung eines gemauerten Getrei­de­kastens das Haus ver­grö­ßert und im ersten Stock die große Zirbenstube errichtet. Das war nach einer verschwundenen Inschrift über dem Türstock im Jahre [[1545]]. Vielleicht hat aber erst die Errichtung des mit [[1585]] be­zeich­neten großen Ze­hent­kastens die Einbeziehung des alten Ka­stens in den Bau­körper des Hauses möglich gemacht.