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| | === 16. bis 22. März === | | === 16. bis 22. März === |
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| − | ; 16. März (Montag) | + | ; 16. März, Montag |
| | Die '''Kirchen und Religionsgesellschaften''' in Österreich setzten ab Montag, den [[16. März]], öffentliche Gottesdienste und Versammlungen weitestgehend aus. Der Handel pausierte ab Montag, den 16. März, außer in versorgungsnotwendigen Bereichen wie Lebensmittelverkauf, Apotheken, Tankstellen und Trafiken. Restaurants, Bars und Kaffeehäuser durften gemäß Ankündigung der Regierung ab Montag nur noch bis 15 Uhr offen halten. Ebenfalls ab Montag 20 Uhr galt das '''Betriebsverbot für alle gewerblichen Hotels und Beherbergungsbetriebe''' – und zwar bis Ostermontag, [[13. April]]. Weil die Schließung auf Basis des Epidemiegesetzes erfolgt, bestand für die Betriebe Anspruch auf eine Entschädigungsleistung vonseiten des Bundes. | | Die '''Kirchen und Religionsgesellschaften''' in Österreich setzten ab Montag, den [[16. März]], öffentliche Gottesdienste und Versammlungen weitestgehend aus. Der Handel pausierte ab Montag, den 16. März, außer in versorgungsnotwendigen Bereichen wie Lebensmittelverkauf, Apotheken, Tankstellen und Trafiken. Restaurants, Bars und Kaffeehäuser durften gemäß Ankündigung der Regierung ab Montag nur noch bis 15 Uhr offen halten. Ebenfalls ab Montag 20 Uhr galt das '''Betriebsverbot für alle gewerblichen Hotels und Beherbergungsbetriebe''' – und zwar bis Ostermontag, [[13. April]]. Weil die Schließung auf Basis des Epidemiegesetzes erfolgt, bestand für die Betriebe Anspruch auf eine Entschädigungsleistung vonseiten des Bundes. |
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| − | ; 17. März (Dienstag) | + | ; 17. März, Dienstag |
| | Die Bundesregierung hatte am Sonntag, den [[15. März]], ein '''Versammlungsverbot, Spielplätze und Sportplätze ab Dienstag,''' [[17. März]], erlassen, '''ebenso alle Restaurants, Bars und Cafés geschlossen'''. Weiters hatte die Bundesregierung am Sonntag angekündigt, zur Bekämpfung der Corona-Krise Zivildiener der letzten fünf Jahre einzuberufen, die Erfahrungen als Sanitäter gesammelt haben. Derzeit dienende Zivildiener werden länger Zivildienst machen müssen. Die Rechtsgrundlage dafür bot das Zivildienstgesetz, das die Möglichkeit eines "außerordentlichen Zivildiensts" (§21) für Unter-50-Jährige vorsieht. Mit Mai werden 3 000 Milizsoldaten mobilisiert. | | Die Bundesregierung hatte am Sonntag, den [[15. März]], ein '''Versammlungsverbot, Spielplätze und Sportplätze ab Dienstag,''' [[17. März]], erlassen, '''ebenso alle Restaurants, Bars und Cafés geschlossen'''. Weiters hatte die Bundesregierung am Sonntag angekündigt, zur Bekämpfung der Corona-Krise Zivildiener der letzten fünf Jahre einzuberufen, die Erfahrungen als Sanitäter gesammelt haben. Derzeit dienende Zivildiener werden länger Zivildienst machen müssen. Die Rechtsgrundlage dafür bot das Zivildienstgesetz, das die Möglichkeit eines "außerordentlichen Zivildiensts" (§21) für Unter-50-Jährige vorsieht. Mit Mai werden 3 000 Milizsoldaten mobilisiert. |
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| | Über 45 Kilometer lang war der Grenzstau in Nickelsdorf nach [[Ungarn]], der von heimreisenden Rumänen und Bulgaren herrührte. Ungarn hatte die Grenze dicht gemacht. In der Nacht öffnete Ungarn diese jedoch wieder, um sie in der Früh abermals zu schließen. In den folgenden Tagen wurde ein Lösung für Transitfahrten gefunden. | | Über 45 Kilometer lang war der Grenzstau in Nickelsdorf nach [[Ungarn]], der von heimreisenden Rumänen und Bulgaren herrührte. Ungarn hatte die Grenze dicht gemacht. In der Nacht öffnete Ungarn diese jedoch wieder, um sie in der Früh abermals zu schließen. In den folgenden Tagen wurde ein Lösung für Transitfahrten gefunden. |
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| − | ; 18. März (Mittwoch) | + | ; 18. März, Mittwoch |
| | Die Regierung will '''38 Milliarden Euro für Wirtschaft''' zur Verfügung stellen, sagte am Mittwoch, den [[18. März]], Vizekanzler Werner Kogler. Diese Summe entspricht fast der Hälfte des österreichischen 82-Milliarden-Budgets für 2020, das Finanzminister Gernot Blümel am Mittwoch vorgelegt hatte und das aufgrund der gleichzeitig von der Bundesregierung zugesagten Wiederaufbau-Milliarden bereits Makulatur war. Einige der Milliarden wird der Staat, wenn alles halbwegs gut geht, zurückerhalten. Denn neun der 38 Milliarden entfallen auf Garantien und Haftungen, die, wenn wir Glück haben, niemals fällig werden. Zehn weitere Milliarden entfallen auf die Stundung von Steuern, die vielleicht später nachgezahlt werden. 15 Milliarden sind als "Notfallhilfe" für besonders betroffene Unternehmen und Branchen vorgesehen. Und vier Milliarden kostet das Wirtschaftspaket, das Bundesregierung und Parlament bereits am Sonntag, den 15. März, beschlossen haben. | | Die Regierung will '''38 Milliarden Euro für Wirtschaft''' zur Verfügung stellen, sagte am Mittwoch, den [[18. März]], Vizekanzler Werner Kogler. Diese Summe entspricht fast der Hälfte des österreichischen 82-Milliarden-Budgets für 2020, das Finanzminister Gernot Blümel am Mittwoch vorgelegt hatte und das aufgrund der gleichzeitig von der Bundesregierung zugesagten Wiederaufbau-Milliarden bereits Makulatur war. Einige der Milliarden wird der Staat, wenn alles halbwegs gut geht, zurückerhalten. Denn neun der 38 Milliarden entfallen auf Garantien und Haftungen, die, wenn wir Glück haben, niemals fällig werden. Zehn weitere Milliarden entfallen auf die Stundung von Steuern, die vielleicht später nachgezahlt werden. 15 Milliarden sind als "Notfallhilfe" für besonders betroffene Unternehmen und Branchen vorgesehen. Und vier Milliarden kostet das Wirtschaftspaket, das Bundesregierung und Parlament bereits am Sonntag, den 15. März, beschlossen haben. |
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| − | ; 19. März (Donnerstag) | + | ; 19. März, Donnerstag |
| | Am Donnerstag, [[19. März]], stellten die [[Austrian Airlines]] ihren Linienflugbetrieb komplett ein; am Mittwoch, [[18. März]] hatte bereits die Wiener [[Ryanair]]-Tochter [[Laudamotion]] ihren Flugbetrieb in [[Wien]] eingestellt. Der letzte Flug der AUA war am Donnerstag um 8:02 Uhr OS 066 aus Chicago, [[USA]], mit 132 Passagieren an Bord, in Wien gelandet.<ref>Salzburger Nachrichten vom [https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/die-aua-steht-still-wie-die-flugzeuge-trotzdem-warm-gehalten-werden-85078030 19. März 2020]</ref> | | Am Donnerstag, [[19. März]], stellten die [[Austrian Airlines]] ihren Linienflugbetrieb komplett ein; am Mittwoch, [[18. März]] hatte bereits die Wiener [[Ryanair]]-Tochter [[Laudamotion]] ihren Flugbetrieb in [[Wien]] eingestellt. Der letzte Flug der AUA war am Donnerstag um 8:02 Uhr OS 066 aus Chicago, [[USA]], mit 132 Passagieren an Bord, in Wien gelandet.<ref>Salzburger Nachrichten vom [https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/die-aua-steht-still-wie-die-flugzeuge-trotzdem-warm-gehalten-werden-85078030 19. März 2020]</ref> |
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| | Von Montag, 16. März, bis Donnerstag, [[19. März]], gab es 97 500 Arbeitslose mehr. | | Von Montag, 16. März, bis Donnerstag, [[19. März]], gab es 97 500 Arbeitslose mehr. |
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| − | ; 20. März (Freitag) | + | ; 20. März, Freitag |
| | Am [[20. März]] teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz mit, dass die österreichweit geltenden '''Ausgangsbeschränkungen''' um drei Wochen bis zum [[13. April]] (Ostermontag) verlängert werden. | | Am [[20. März]] teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz mit, dass die österreichweit geltenden '''Ausgangsbeschränkungen''' um drei Wochen bis zum [[13. April]] (Ostermontag) verlängert werden. |
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| − | ; 21. März (Samstag) | + | ; 21. März, Samstag |
| | Insgesamt waren bisher in Österreich über 18 545 Testungen bei 2 664 bestätigten Corona-Virus-Fälle durchgeführt worden (Stand 08:00 Uhr). In Österreich wurde je nach Bundesland unterschiedlich oft auf das Corona-Virus getestet, weswegen einige Experten die Aussagekraft der Angaben kritisieren, wie Ö1 Samstagfrüh berichtete. So habe es 5 700 Testungen bisher in [[Nordtirol]] gegeben, aber nur 3 500 Testungen in Wien – und das, obwohl Wien in etwa zweieinhalb Mal so viele Einwohner habe wie Tirol. Man habe also in Wien viermal weniger getestet. | | Insgesamt waren bisher in Österreich über 18 545 Testungen bei 2 664 bestätigten Corona-Virus-Fälle durchgeführt worden (Stand 08:00 Uhr). In Österreich wurde je nach Bundesland unterschiedlich oft auf das Corona-Virus getestet, weswegen einige Experten die Aussagekraft der Angaben kritisieren, wie Ö1 Samstagfrüh berichtete. So habe es 5 700 Testungen bisher in [[Nordtirol]] gegeben, aber nur 3 500 Testungen in Wien – und das, obwohl Wien in etwa zweieinhalb Mal so viele Einwohner habe wie Tirol. Man habe also in Wien viermal weniger getestet. |
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| − | ; 22. März (Sonntag) | + | ; 22. März, Sonntag |
| | Bis zum [[22. März]] hatte es 16 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gegeben. | | Bis zum [[22. März]] hatte es 16 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gegeben. |
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| | === 23. bis 29. März === | | === 23. bis 29. März === |
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| | Seit dem Beginn der Ausgangsbeschränkungen gab es Montag bis Sonntag zusammengerechnet um 115 600 mehr registrierte Arbeitslose als noch am 15. März. 41 000 zusätzliche Arbeitslose gebe es im Bereich Gastronomie und Beherbergung, 14 000 am Bau und 11 000 aus dem Bereich sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, hauptsächlich aus der Leiharbeitsbranche. Ende Februar gab es in Österreich fast 400 000 Personen ohne Job, Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet. | | Seit dem Beginn der Ausgangsbeschränkungen gab es Montag bis Sonntag zusammengerechnet um 115 600 mehr registrierte Arbeitslose als noch am 15. März. 41 000 zusätzliche Arbeitslose gebe es im Bereich Gastronomie und Beherbergung, 14 000 am Bau und 11 000 aus dem Bereich sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, hauptsächlich aus der Leiharbeitsbranche. Ende Februar gab es in Österreich fast 400 000 Personen ohne Job, Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet. |
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| | Im Vergleichszeitraum zum letzten Montag ergab sich eine Steigerungsrate der nachgewiesenen Infizierten von 24,26 Prozent. | | Im Vergleichszeitraum zum letzten Montag ergab sich eine Steigerungsrate der nachgewiesenen Infizierten von 24,26 Prozent. |
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| − | ; 24. März (Dienstag) | + | ; 24. März, Dienstag |
| | '''Die Seefestspiele Mörbisch und die Oper im Steinbruch wurden abgesagt'''. Aus derzeitiger Sicht sei es nicht möglich, wie geplant Ende Mai mit den Proben zu beginnen. Viele Ensemble-Mitglieder der Produktionen seien international tätig und würden sich derzeit in Ländern aufhalten, die sich alle "''in unterschiedlichen Stadien der Ausbreitung des Virus befinden''", betonten die Kultur-Betriebe. Die Einschränkungen der persönlichen Reisetätigkeit und die derzeitige Lage in Österreich würden das gemeinsame Erarbeiten der Inszenierungen sowie andere Vorbereitungsarbeiten auf unbestimmte Zeit unmöglich machen. | | '''Die Seefestspiele Mörbisch und die Oper im Steinbruch wurden abgesagt'''. Aus derzeitiger Sicht sei es nicht möglich, wie geplant Ende Mai mit den Proben zu beginnen. Viele Ensemble-Mitglieder der Produktionen seien international tätig und würden sich derzeit in Ländern aufhalten, die sich alle "''in unterschiedlichen Stadien der Ausbreitung des Virus befinden''", betonten die Kultur-Betriebe. Die Einschränkungen der persönlichen Reisetätigkeit und die derzeitige Lage in Österreich würden das gemeinsame Erarbeiten der Inszenierungen sowie andere Vorbereitungsarbeiten auf unbestimmte Zeit unmöglich machen. |
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| | Bisher hatten sich knapp 7 000 Arbeitskräfte beim vom Landwirtschaftsministerium gestarteten Portal "dielebensmittelhelfer.at" gemeldet. Über die am Freitag gestartete Online-Plattform hatten bereits mehr als 100 Betriebe ihren Arbeitskräftebedarf (Saisonarbeiter) angemeldet. Der Branchenverband für Obst und Gemüse ging aktuell von bis zu 5 000 fehlenden Arbeitskräften aus. Im Fleischsektor waren laut Landwirtschaftsministerium in Österreich rund 9 000 Arbeitskräfte aus den benachbarten Ländern beschäftigt, von denen ein hoher Anteil aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht mehr verfügbar sein wird. Gesucht wurden außerdem Personen mit Lkw- oder Stapler-Führerschein für den Logistikbereich. | | Bisher hatten sich knapp 7 000 Arbeitskräfte beim vom Landwirtschaftsministerium gestarteten Portal "dielebensmittelhelfer.at" gemeldet. Über die am Freitag gestartete Online-Plattform hatten bereits mehr als 100 Betriebe ihren Arbeitskräftebedarf (Saisonarbeiter) angemeldet. Der Branchenverband für Obst und Gemüse ging aktuell von bis zu 5 000 fehlenden Arbeitskräften aus. Im Fleischsektor waren laut Landwirtschaftsministerium in Österreich rund 9 000 Arbeitskräfte aus den benachbarten Ländern beschäftigt, von denen ein hoher Anteil aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht mehr verfügbar sein wird. Gesucht wurden außerdem Personen mit Lkw- oder Stapler-Führerschein für den Logistikbereich. |
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| − | ; 25. März (Mittwoch) | + | ; 25. März, Mittwoch |
| | Es gab um 153 100 mehr Arbeitslose in Österreich seit 15. März. Mehr als 5 000 Österreicher im Ausland wurden schon mit 28 Sonderflügen in ihre Heimat zurückgebracht. | | Es gab um 153 100 mehr Arbeitslose in Österreich seit 15. März. Mehr als 5 000 Österreicher im Ausland wurden schon mit 28 Sonderflügen in ihre Heimat zurückgebracht. |
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| | Rund elf Prozent der Covid-19-Erkrankten in Österreich waren heute in Spitälern betreut worden. Von den um 15:00 Uhr 5 560 bestätigten Fällen mussten 1,6 Prozent (rund 90 Personen) auf Intensivstationen behandelt werden. Weitere 9,75 Prozent (rund 540 Patienten) befanden sich auf einer Normalstation, teilte das Gesundheitsministerium am späten Nachmittag mit. | | Rund elf Prozent der Covid-19-Erkrankten in Österreich waren heute in Spitälern betreut worden. Von den um 15:00 Uhr 5 560 bestätigten Fällen mussten 1,6 Prozent (rund 90 Personen) auf Intensivstationen behandelt werden. Weitere 9,75 Prozent (rund 540 Patienten) befanden sich auf einer Normalstation, teilte das Gesundheitsministerium am späten Nachmittag mit. |
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| − | ; 26. März (Donnerstag) | + | ; 26. März, Donnerstag |
| | 5 888 Menschen waren heute (08.00 Uhr) mit dem Corona-Virus infiziert. Das bedeutete einen Anstieg um 606 Fälle in 24 Stunden und '''mit 11,5 Prozent das geringste prozentuelle Plus in den vergangenen zwei Wochen'''. | | 5 888 Menschen waren heute (08.00 Uhr) mit dem Corona-Virus infiziert. Das bedeutete einen Anstieg um 606 Fälle in 24 Stunden und '''mit 11,5 Prozent das geringste prozentuelle Plus in den vergangenen zwei Wochen'''. |
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| | Für St. Anton am Arlberg und Sölden wurde die Komplettisolation durch das Land Tirol bis zum 13. April verlängert. | | Für St. Anton am Arlberg und Sölden wurde die Komplettisolation durch das Land Tirol bis zum 13. April verlängert. |
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| − | ; 27. März (Freitag) | + | ; 27. März, Freitag |
| | Vom 15. bis zum 26. März ist die '''Arbeitslosigkeit in Österreich''' um rund 170 800 Personen angestiegen. Ende Februar waren rund 400 000 Personen in Österreich arbeitslos. Mit Stand 27. März waren in Österreich 1 071 Intensivbetten frei. Von mehr als 2 500 Beatmungsgeräten waren noch 908 verfügbar. | | Vom 15. bis zum 26. März ist die '''Arbeitslosigkeit in Österreich''' um rund 170 800 Personen angestiegen. Ende Februar waren rund 400 000 Personen in Österreich arbeitslos. Mit Stand 27. März waren in Österreich 1 071 Intensivbetten frei. Von mehr als 2 500 Beatmungsgeräten waren noch 908 verfügbar. |
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| | Quelle: Gesundheitsministerium, Salzburger Nachrichten, Stand 27. März 2020 | | Quelle: Gesundheitsministerium, Salzburger Nachrichten, Stand 27. März 2020 |
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| − | ; 28. März (Samstag) | + | ; 28. März, Samstag |
| | Das Gesundheitsministerium meldete mit Stand 15:00 Uhr 8 030 behördlich bestätigte Erkrankte und weiterhin 68 Todesopfer. Mit einer Erhöhung der Infektionszahlen um 8,06 Prozent wurde im 24-Stunden Vergleich aber das geringste prozentuelle Plus seit zwei Wochen verbucht. | | Das Gesundheitsministerium meldete mit Stand 15:00 Uhr 8 030 behördlich bestätigte Erkrankte und weiterhin 68 Todesopfer. Mit einer Erhöhung der Infektionszahlen um 8,06 Prozent wurde im 24-Stunden Vergleich aber das geringste prozentuelle Plus seit zwei Wochen verbucht. |
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| | Die [[Landjugend Seekirchen am Wallersee]] kündigt an das Ihr 70-jähriges Bestandsjubiläum das für den [[Mai]] 2020 geplant gewesen wäre, verschoben wird auf das Jahr [[2021]]. | | Die [[Landjugend Seekirchen am Wallersee]] kündigt an das Ihr 70-jähriges Bestandsjubiläum das für den [[Mai]] 2020 geplant gewesen wäre, verschoben wird auf das Jahr [[2021]]. |
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| − | ; 29. März (Sonntag) | + | ; 29. März, Sonntag |
| | Die Zahl der Corona-Virus-Fälle in Österreich lag am heute Nachmittag (14 Uhr) bei 8 846. Davon mussten 931 Personen (Stand 10.00 Uhr) wegen der Lungenkrankheit Covid-19 in Spitälern behandelt werden, davon 187 auf Intensivstationen, berichtete das Gesundheitsministerium. 86 Menschen starben bisher an den Folgen einer Infektion, in Salzburg gab es den fünften Todesfall. Mindestens 479 Personen waren inzwischen wieder genesen. Bisher wurden in Österreich 46 441 Tests durchgeführt (Stand: Sonntag 08:00 Uhr). Im 24-Stunden-Vergleich der Zahlen – ebenfalls jeweils um 08:00 Uhr erfasst – legte die Zahl der Erkrankten bis Sonntagfrüh um 7,7 Prozent zu. Damit wurde die niedrigste tägliche Zuwachsrate in den vergangenen zwei Wochen erreicht. Am Samstag hatte dieser Wert eine Steigerung um 8,06 Prozent innerhalb von 24 Stunden gezeigt. Gesundheitsminister Rudolf Anschober ([[Grüne]]) will die täglichen Zuwachszahlen dauerhaft in den niedrigen einstelligen Bereich drücken, hatte er am Freitag, 27. März, bekräftigt. | | Die Zahl der Corona-Virus-Fälle in Österreich lag am heute Nachmittag (14 Uhr) bei 8 846. Davon mussten 931 Personen (Stand 10.00 Uhr) wegen der Lungenkrankheit Covid-19 in Spitälern behandelt werden, davon 187 auf Intensivstationen, berichtete das Gesundheitsministerium. 86 Menschen starben bisher an den Folgen einer Infektion, in Salzburg gab es den fünften Todesfall. Mindestens 479 Personen waren inzwischen wieder genesen. Bisher wurden in Österreich 46 441 Tests durchgeführt (Stand: Sonntag 08:00 Uhr). Im 24-Stunden-Vergleich der Zahlen – ebenfalls jeweils um 08:00 Uhr erfasst – legte die Zahl der Erkrankten bis Sonntagfrüh um 7,7 Prozent zu. Damit wurde die niedrigste tägliche Zuwachsrate in den vergangenen zwei Wochen erreicht. Am Samstag hatte dieser Wert eine Steigerung um 8,06 Prozent innerhalb von 24 Stunden gezeigt. Gesundheitsminister Rudolf Anschober ([[Grüne]]) will die täglichen Zuwachszahlen dauerhaft in den niedrigen einstelligen Bereich drücken, hatte er am Freitag, 27. März, bekräftigt. |
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| | === 30. März bis 5. April === | | === 30. März bis 5. April === |
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| − | ; 30. März (Montag) | + | ; 30. März, Montag |
| | Ab Mittwoch, [[1. April]], sollen in den Supermärkten Masken gegen Gebühr (?) für all jene ausgehändigt werden, die einkaufen gehen. Sie haben einen Wirkungszeitraum von vier Stunden. Zum weiteren Fahrplan der Normalisierung des Alltags: Schulen und Universitäten sollen in jedem Fall erst nach den Geschäfte geöffnet werden. "''Die Verdoppelungsrate bei den Erkrankungsfällen habe sich zwar von 2,5 Tage vor drei Wochen auf aktuell 5,9 Tage erhöht. Doch auch das ist noch zu hoch.''" sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei der Pressekonferenz der Regierung. | | Ab Mittwoch, [[1. April]], sollen in den Supermärkten Masken gegen Gebühr (?) für all jene ausgehändigt werden, die einkaufen gehen. Sie haben einen Wirkungszeitraum von vier Stunden. Zum weiteren Fahrplan der Normalisierung des Alltags: Schulen und Universitäten sollen in jedem Fall erst nach den Geschäfte geöffnet werden. "''Die Verdoppelungsrate bei den Erkrankungsfällen habe sich zwar von 2,5 Tage vor drei Wochen auf aktuell 5,9 Tage erhöht. Doch auch das ist noch zu hoch.''" sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei der Pressekonferenz der Regierung. |
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| | Die alles entscheidende Größe in der Epidemie ist der Replikationsfaktor 'R0'. Dieser gibt darüber Auskunft, wie viele Personen ein Infizierter im Durchschnitt wieder ansteckt. Ist der Replikationsfaktor kleiner als eins, klingt die Epidemie rasch ab, ist er größer als eins, verbreitet sich die Krankheit unweigerlich mit exponentieller Geschwindigkeit. Unter der realistischen Annahme eines Replikationsfaktors von 1,7 werde unser Gesundheitssystem Mitte April zusammenbrechen, betonen die Experten. Um dies zu verhindern, bleibe kaum Zeit. Im Fall von Covid-19 entspricht ein Replikationsfaktor von eins einem täglichen Zuwachs von etwa sieben Prozent – liegt der Zuwachs höher komme es zu einer exponentiellen Ausbreitung. Die derzeitige tägliche Zuwachsrate der Infizierten in Österreich wird von den Experten auf 14 Prozent geschätzt, am Anfang der Epidemie lag sie bei 30 Prozent. | | Die alles entscheidende Größe in der Epidemie ist der Replikationsfaktor 'R0'. Dieser gibt darüber Auskunft, wie viele Personen ein Infizierter im Durchschnitt wieder ansteckt. Ist der Replikationsfaktor kleiner als eins, klingt die Epidemie rasch ab, ist er größer als eins, verbreitet sich die Krankheit unweigerlich mit exponentieller Geschwindigkeit. Unter der realistischen Annahme eines Replikationsfaktors von 1,7 werde unser Gesundheitssystem Mitte April zusammenbrechen, betonen die Experten. Um dies zu verhindern, bleibe kaum Zeit. Im Fall von Covid-19 entspricht ein Replikationsfaktor von eins einem täglichen Zuwachs von etwa sieben Prozent – liegt der Zuwachs höher komme es zu einer exponentiellen Ausbreitung. Die derzeitige tägliche Zuwachsrate der Infizierten in Österreich wird von den Experten auf 14 Prozent geschätzt, am Anfang der Epidemie lag sie bei 30 Prozent. |
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| − | ; 31. März (Dienstag) | + | ; 31. März, Dienstag |
| | Verstorbene in Österreich waren im Schnitt 80 Jahre alt. | | Verstorbene in Österreich waren im Schnitt 80 Jahre alt. |
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| | An den Schulen wird es im April "realistisch gesehen" keinen regulären Betrieb geben. Das kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei einer Pressekonferenz an. | | An den Schulen wird es im April "realistisch gesehen" keinen regulären Betrieb geben. Das kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei einer Pressekonferenz an. |
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| − | ; 1. April (Mittwoch) | + | ; 1. April, Mittwoch |
| | 55 863 Personen waren in Österreich bisher auf SARS-CoV-2 getestet worden (Stand heute 08:00 Uhr). 40 Labors stünden für Testverfahren auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zur Verfügung, 15 000 bis 17 000 Testungen täglich sind möglich. | | 55 863 Personen waren in Österreich bisher auf SARS-CoV-2 getestet worden (Stand heute 08:00 Uhr). 40 Labors stünden für Testverfahren auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zur Verfügung, 15 000 bis 17 000 Testungen täglich sind möglich. |
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| | In einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorausmeldung vom Mittwoch hatte sich Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) für Einschränkungen bei den Dividendenzahlungen ausgesprochen für Firmen, die Staatshilfen – beispielsweise über Kurzarbeit – beziehen. | | In einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorausmeldung vom Mittwoch hatte sich Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) für Einschränkungen bei den Dividendenzahlungen ausgesprochen für Firmen, die Staatshilfen – beispielsweise über Kurzarbeit – beziehen. |
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| − | ; 3. April (Freitag) | + | ; 3. April, Freitag |
| | In Oberösterreich benötigen nach Schätzung des Landes akut ca. 100 Personen Ersatz für ihre bisherige 24-Stunden-Pflege, rund weitere 500 voraussichtlich in den kommenden zwei bis vier Wochen. | | In Oberösterreich benötigen nach Schätzung des Landes akut ca. 100 Personen Ersatz für ihre bisherige 24-Stunden-Pflege, rund weitere 500 voraussichtlich in den kommenden zwei bis vier Wochen. |
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| | Die Tankstellenbetreiber spüren weiterhin massiv den "Shutdown" durch die Corona-Krise. Kurzarbeit und Kündigungen sind auch hier die Folge. Die Obfrau der Tankstellenbetreiber in Kärnten, Iris Kraiger, beziffert den Umsatzrückgang beim Treibstoff seit Mitte März mit 70 und 80 Prozent. Der Shopumsatz bzw. die Nebengeschäfte sind teilweise komplett eingebrochen, sagte sie zu "orf.at". | | Die Tankstellenbetreiber spüren weiterhin massiv den "Shutdown" durch die Corona-Krise. Kurzarbeit und Kündigungen sind auch hier die Folge. Die Obfrau der Tankstellenbetreiber in Kärnten, Iris Kraiger, beziffert den Umsatzrückgang beim Treibstoff seit Mitte März mit 70 und 80 Prozent. Der Shopumsatz bzw. die Nebengeschäfte sind teilweise komplett eingebrochen, sagte sie zu "orf.at". |
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| − | ; 4. April (Samstag) | + | ; 4. April, Samstag |
| | Ein '''Oster-Erlass zur Corona-Krise''' soll großen Festen in den eigenen vier Wänden einen Strich durch die Rechnung machen. Rechtzeitig vor den Feiertagen veranlasste das Gesundheitsministerium, dass sich nicht mehr als fünf Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, versammeln dürfen. Kritik kam nicht nur aus der Opposition, auch für Verfassungsexperten ist dies nicht haltbar. Der Erlass des Gesundheitsministeriums erging bereits am 2. April an die Landeshauptleute. Diese sollen die Bezirksverwaltungsbehörden anweisen, private Zusammenkünfte bis auf Weiteres zu untersagen. Konkret heißt es darin dass "sämtliche Zusammenkünfte in einem geschlossenen Raum, an denen mehr als fünf Personen teilnehmen, die nicht im selben Haushalt leben, ab Erhalt dieses Erlasses bis auf Weiteres zu untersagen" sind. Das Problem, das sich etwa für den Verfassungsjuristen Bernd-Christian Funk nun stellt: Das Epidemiegesetz, auf das sich der Erlass bezieht, sieht gar keinen Eingriff in den Privatbereich vor. Geregelt werden darin, konkret in Paragraf 15, lediglich öffentliche Veranstaltungen.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/panorama/oesterreich/keine-grossen-familienfeiern-zu-ostern-neuer-erlass-regelt-haeusliche-zusammenkuenfte-85806571 4. April 2020</ref> | | Ein '''Oster-Erlass zur Corona-Krise''' soll großen Festen in den eigenen vier Wänden einen Strich durch die Rechnung machen. Rechtzeitig vor den Feiertagen veranlasste das Gesundheitsministerium, dass sich nicht mehr als fünf Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, versammeln dürfen. Kritik kam nicht nur aus der Opposition, auch für Verfassungsexperten ist dies nicht haltbar. Der Erlass des Gesundheitsministeriums erging bereits am 2. April an die Landeshauptleute. Diese sollen die Bezirksverwaltungsbehörden anweisen, private Zusammenkünfte bis auf Weiteres zu untersagen. Konkret heißt es darin dass "sämtliche Zusammenkünfte in einem geschlossenen Raum, an denen mehr als fünf Personen teilnehmen, die nicht im selben Haushalt leben, ab Erhalt dieses Erlasses bis auf Weiteres zu untersagen" sind. Das Problem, das sich etwa für den Verfassungsjuristen Bernd-Christian Funk nun stellt: Das Epidemiegesetz, auf das sich der Erlass bezieht, sieht gar keinen Eingriff in den Privatbereich vor. Geregelt werden darin, konkret in Paragraf 15, lediglich öffentliche Veranstaltungen.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/panorama/oesterreich/keine-grossen-familienfeiern-zu-ostern-neuer-erlass-regelt-haeusliche-zusammenkuenfte-85806571 4. April 2020</ref> |
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| | === 6. bis 12. April === | | === 6. bis 12. April === |
| − | ; 6. April (Montag, Karwoche) | + | <hr> |
| | + | ; 6. April, Montag, Karwoche |
| | * 12 083 Österreicher mit dem Corona-Virus infiziert, 220 Personen an Covid-19 verstorben (Stand Montag, 6. April, 13.00 Uhr) | | * 12 083 Österreicher mit dem Corona-Virus infiziert, 220 Personen an Covid-19 verstorben (Stand Montag, 6. April, 13.00 Uhr) |
| | * Kleine Geschäfte sollen mit 14. April öffnen, größere mit Mai | | * Kleine Geschäfte sollen mit 14. April öffnen, größere mit Mai |
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| | Es sei erstaunlich, wie mit den Maßnahmen zur sozialen Distanzierung die Entwicklung der Covid-19-Fallzahlen gebremst wurde, nun müsse man aber sehr aufpassen, dass es nicht zu einem "Rebound", also Rückschlag, kommt. Das war der Tenor eines heute von der Uni Linz durchgeführten Expertengesprächs. Trotz der bisherigen Erfolge "''könnten wir wieder an den Startpunkt kommen''", sagte Niki Popper. | | Es sei erstaunlich, wie mit den Maßnahmen zur sozialen Distanzierung die Entwicklung der Covid-19-Fallzahlen gebremst wurde, nun müsse man aber sehr aufpassen, dass es nicht zu einem "Rebound", also Rückschlag, kommt. Das war der Tenor eines heute von der Uni Linz durchgeführten Expertengesprächs. Trotz der bisherigen Erfolge "''könnten wir wieder an den Startpunkt kommen''", sagte Niki Popper. |
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| − | ; 7. April (Dienstag, Karwoche) | + | ; 7. April, Dienstag, Karwoche |
| | Heute war ein weiterer Rückgang der aktiven Erkrankungen - die Infektionen mit SARS-CoV-2 abzüglich der Genesungen und der Todesfälle - verzeichnet worden. Den vierten Tag in Folge ist dieser signifikante Faktor in der 24-Stunden-Schau gesunken, diesmal um 3,4 Prozent auf 8 043 Fälle. Am vergangenen Freitag hatte es noch fast 9 000 aktive Erkrankungen gegeben. 243 Personen waren bisher an Covid-19 verstorben (Stand heute 09:30 Uhr). | | Heute war ein weiterer Rückgang der aktiven Erkrankungen - die Infektionen mit SARS-CoV-2 abzüglich der Genesungen und der Todesfälle - verzeichnet worden. Den vierten Tag in Folge ist dieser signifikante Faktor in der 24-Stunden-Schau gesunken, diesmal um 3,4 Prozent auf 8 043 Fälle. Am vergangenen Freitag hatte es noch fast 9 000 aktive Erkrankungen gegeben. 243 Personen waren bisher an Covid-19 verstorben (Stand heute 09:30 Uhr). |
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| | Nach rund drei Wochen Aufenthalt in der Innsbrucker Klinik hat es ein 95-jähriger Patient am Dienstag geschafft: Er überstand eine Corona-Infektion und konnte nun gesund entlassen werden. | | Nach rund drei Wochen Aufenthalt in der Innsbrucker Klinik hat es ein 95-jähriger Patient am Dienstag geschafft: Er überstand eine Corona-Infektion und konnte nun gesund entlassen werden. |
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| − | ; 8. April (Mittwoch, Karwoche) | + | ; 8. April, (Mittwoch, Karwoche |
| | Von ursprünglich 47 000 Österreichern, die sich zu Beginn des Ausbruchs der Pandemie im Ausland aufgehalten haben, sind noch 3 500 übrig. Von ihnen wollen nur rund 1 000 auch tatsächlich zurück in ihre Heimat, wie Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) mitteilte. Die verbleibenden 1 000 registrierten Reisende aus Österreich sind quer über den Globus verstreut - in 84 Ländern, teilweise in Klein- oder Kleinstgruppen. | | Von ursprünglich 47 000 Österreichern, die sich zu Beginn des Ausbruchs der Pandemie im Ausland aufgehalten haben, sind noch 3 500 übrig. Von ihnen wollen nur rund 1 000 auch tatsächlich zurück in ihre Heimat, wie Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) mitteilte. Die verbleibenden 1 000 registrierten Reisende aus Österreich sind quer über den Globus verstreut - in 84 Ländern, teilweise in Klein- oder Kleinstgruppen. |
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| − | ; 9. April (Gründonnerstag) | + | ; 9. April, Gründonnerstag |
| | Wegen einer neuen Notstands-Verordnung können 306 Altenbetreuerinnen nicht von '''Rumänien''' nach Österreich einfliegen. Das berichtete das "Profil" am Donnerstag. Zudem könnten jene Pflegerinnen, die seit Wochen Sonderschichten in Österreich einlegen, nicht nach Rumänien zurückfliegen. Grund dafür sei die Verordnung, wonach medizinisches und soziales Fachpersonal nicht das Land verlassen darf. | | Wegen einer neuen Notstands-Verordnung können 306 Altenbetreuerinnen nicht von '''Rumänien''' nach Österreich einfliegen. Das berichtete das "Profil" am Donnerstag. Zudem könnten jene Pflegerinnen, die seit Wochen Sonderschichten in Österreich einlegen, nicht nach Rumänien zurückfliegen. Grund dafür sei die Verordnung, wonach medizinisches und soziales Fachpersonal nicht das Land verlassen darf. |
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| − | ; 10. April (Karfreitag) | + | ; 10. April, Karfreitag |
| | ;Gesundheitsminister Anschober: "''Der erste Kraftakt ist geschafft''" | | ;Gesundheitsminister Anschober: "''Der erste Kraftakt ist geschafft''" |
| | Die Corona-Infektionen verdoppeln sich nur noch alle 29 Tage. | | Die Corona-Infektionen verdoppeln sich nur noch alle 29 Tage. |
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| | Gesundheitskontrollen auf alle Nachbarländer ausgeweitet. Bei der Einreise muss demnach durch ein ärztliches Zeugnis bestätigt werden, dass keine SARS-CoV-2-Infektion vorliegt. Alternativ ist für Österreicher und Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich auch eine 14-tägige Heimquarantäne möglich. Auch die Durchreise ist (ohne Zwischenstopp) erlaubt. Weiterhin zulässig ist u. a. auch der Güterverkehr. | | Gesundheitskontrollen auf alle Nachbarländer ausgeweitet. Bei der Einreise muss demnach durch ein ärztliches Zeugnis bestätigt werden, dass keine SARS-CoV-2-Infektion vorliegt. Alternativ ist für Österreicher und Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich auch eine 14-tägige Heimquarantäne möglich. Auch die Durchreise ist (ohne Zwischenstopp) erlaubt. Weiterhin zulässig ist u. a. auch der Güterverkehr. |
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| − | ; 11. April (Karsamstag) | + | ; 11. April, Karsamstag |
| | ; Weniger Intensivpatienten und aktive Erkrankungen in Österreich | | ; Weniger Intensivpatienten und aktive Erkrankungen in Österreich |
| | Nach bisher 13 672 positiven Tests auf das Coronavirus, wurden am Karsamstag (Stand 09:30 Uhr) 6 604 dieser Personen, also knapp die Hälfte, wieder als genesen gemeldet. 337 Menschen sind bisher mit oder an einer Covid-19-Erkrankung verstorben, geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. Mit 6 731 aktiven Fällen im 24-Stunden-Vergleich ist ein Rückgang von rund vier Prozent erfolgt. Die 337 Todesopfer bedeuteten einen Anstieg um 18 Verstorbene gegenüber Freitag. 73 Todesfälle gab es bisher in der Steiermark, 72 in Wien, 62 in Tirol und 60 in Niederösterreich. Oberösterreich meldete 29 Tote, Salzburg 24, Vorarlberg sieben, Kärnten fünf und das Burgenland fünf. Die Zahl der Covid-19-Spitalspatienten blieb fast konstant. 1 036 Personen sind aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung, womit deren Zahl im Vergleich zu Karfreitag um vier gestiegen ist. 246 und damit 15 Personen weniger als am Freitag befanden sich davon auf einer Intensivstation. | | Nach bisher 13 672 positiven Tests auf das Coronavirus, wurden am Karsamstag (Stand 09:30 Uhr) 6 604 dieser Personen, also knapp die Hälfte, wieder als genesen gemeldet. 337 Menschen sind bisher mit oder an einer Covid-19-Erkrankung verstorben, geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. Mit 6 731 aktiven Fällen im 24-Stunden-Vergleich ist ein Rückgang von rund vier Prozent erfolgt. Die 337 Todesopfer bedeuteten einen Anstieg um 18 Verstorbene gegenüber Freitag. 73 Todesfälle gab es bisher in der Steiermark, 72 in Wien, 62 in Tirol und 60 in Niederösterreich. Oberösterreich meldete 29 Tote, Salzburg 24, Vorarlberg sieben, Kärnten fünf und das Burgenland fünf. Die Zahl der Covid-19-Spitalspatienten blieb fast konstant. 1 036 Personen sind aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung, womit deren Zahl im Vergleich zu Karfreitag um vier gestiegen ist. 246 und damit 15 Personen weniger als am Freitag befanden sich davon auf einer Intensivstation. |
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| − | ; 12. April (Ostersonntag) | + | ; 12. April, Ostersonntag |
| | Kardinal Schönborn feierte Osterhochamt in beinahe leerem Stephansdom. | | Kardinal Schönborn feierte Osterhochamt in beinahe leerem Stephansdom. |
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| | === 13. bis 19. April === | | === 13. bis 19. April === |
| | <hr> | | <hr> |
| − | ; 13. April (Ostermontag) | + | ; 13. April, Ostermontag |
| | {| class="wikitable" style="width:20%; float:right;margin-left:10px" | | {| class="wikitable" style="width:20%; float:right;margin-left:10px" |
| | ! Todeszahlen | | ! Todeszahlen |
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| | Seit dem Inkrafttreten des Covid-19-Maßnahmengesetzes am 16. März wurden bisher 23 837 Menschen wegen Missachtung der Bestimmungen angezeigt. Bis vergangenen Montag waren es 17 417. In der Karwoche kamen somit 6 420 Anzeigen dazu. Die weitaus meisten Verstöße gibt es in den Ballungsräumen. Auf Wien entfallen allein etwa 8 000 Anzeigen. | | Seit dem Inkrafttreten des Covid-19-Maßnahmengesetzes am 16. März wurden bisher 23 837 Menschen wegen Missachtung der Bestimmungen angezeigt. Bis vergangenen Montag waren es 17 417. In der Karwoche kamen somit 6 420 Anzeigen dazu. Die weitaus meisten Verstöße gibt es in den Ballungsräumen. Auf Wien entfallen allein etwa 8 000 Anzeigen. |
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| − | | + | ; 14. April, Dienstag |
| − | ; 14. April (Dienstag) | |
| | Bundesgärten wieder geöffnet - Andrang vorerst überschaubar | | Bundesgärten wieder geöffnet - Andrang vorerst überschaubar |
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| − | | + | ; 17. April, Freitag |
| | + | Vizekanzler Werner Kogler und Staatssekretärin Ulrike Lunacek hatten heute in ihrer Pressekonferenz über Lockerungen für die Kulturbranche infolge der Corona-Krise gesprochen. Gute Nachrichten gibt es für Museen, Bibliotheken und Büchereien: Sie dürfen ab Mitte Mai öffnen. Großveranstaltungen im Sommer erteilte die Regierung jedoch eine Absage. Die Abhaltung der Salzburger Festspiele stand somit weiterhin an der Kippe. Kogler stellte aber in Aussicht, dass ab [[1. Juli]] Freiluftkinos sowie kleinere Veranstaltung wieder möglich sein können. Kinos wollen zum derzeitigen Stand erst Ende August, Anfang September wieder ihre Säle öffnen. |
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| | == Sonstige Ereignisse in Österreich == | | == Sonstige Ereignisse in Österreich == |