Salzburger Landwehr: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 24. Dezember 2009, 07:42 Uhr

Die Salzburger Landwehr war eine von Erzherzog Johann ins Leben gerufene Armee für den Volkskrieg gegen Napoleon.

Am 23. Juni 1808 verlautbarte Erzherzog Johann von Österreich die Errichtung der Landwehr. 3 Motive lassen sich dafür feststellen

  • l) die weitgehende Ausschöpfung des Wehrpotentials der österreichischen Länder unter Nutzung der positiven Erfahrungen mit bewaffneten Volksautgeboten in Tirol und Salzburg 1800 und 1805.
  • 2) die für arrivierte Militärs des ausgehenden 17. Jahrhunderts völlig überraschenden Erfolge der französischen Volksheere in den Koalitionskriegen
  • 3) als vielleicht wesentlichste Faktor die geringen erwarteten Kosten, zumal nur die kurze Ausbildurng und Bewaffnung vom Staat, Bekleidung und sonstige Ausrüstung aber von den Landständen und teilweise von den Landwehrmännern selbst zu stellen war.

Klar festgelegt wurde von Erzherzog Johann die Uniformierung der Wehr: Innergebirg brauner Rock, im Flachgau und Tennengau grauer, in der Stadt Salzburg grüner Waffenrock. Alle mit gelben Aufschlägen und mit Messingemblem LW für Landwehr versehen.
In der Adjustierungsvorschrift steht:,,Der Zweck der Landwehr ist: Verteidigung des Vaterlandes Erhaltung der jetzigen milden und gerechten Verfassung,der Nationalehre und Selbständigkeit und zur Erfüllung dieses erhabenen Zweckes ist jeder Flitter überflüssig"

Einsatz

Die Landwehr führte 1809 einen neuen - vergeblichen - Versuch, sich von der Herrschaft der Franzosen zu befreien. Einer der Kommandanten dieser Landwehr war Anton Rauchenbichler.

Arn l. März 1809 erfolgtedie Mobilisierung der österreichischen Armee, die 4 Salzburger Landwehrbataillone wurden mit l. April in der Stadt Salzburg zusammengezogen,wo am 9. April die Weihe der 4 Bataillonsfahnen stattfand. Der erste Einsatz der Salzburger Landwehr war die Bewachung von Kriegsgefangenen,die von Tirol nach Oberösterreich zu eskortieren waren. Ab 14. April mußte, nach Abrücken aller regulären österreichischen Truppen der Garnisonsdiens in Salzburg allein verrichtet werden. Das l. Bataillon bezog am 28. April Stellung im Raum Bergheim,das 2. westlich Saalbrücke und das 3. bei Glanegg währendd das 4. Bataillon als Reserve verblieb. Die durch Desertion gelichteten Reihen von 3 Landwehr-Bataillons kämpften bei der Verteidigung des Pass Lueg mit. Sie kämpften bei den Gefechten in St. Michael am 25.Mai in der Steiermark, und in Ungarn, in der Schlacht bei Raab am 2l. Juni, und wurden sodann nach Komorn als Festungsbesatzung verlegt.

Quelle

  • www.buergergarde-salzburg.at-Die_Salzburger_Landwehr.pdf