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Im Jahre [[1857]] wurde dem [[Johann Peter Grösser]], Gasingenieur aus Darmstadt, von der [[Salzburger Landesregierung]] eine Konzession für die Errichtung und den Betrieb eines Gaswerkes erteilt. Dieser kaufte in Salzburg ein Grundstück von Primararzt Dr. [[Josef Walcher]] aus Lofer um 7500 [[Gulden]]. Am 14. Jänner [[1858]] wurden [[Anton von Aichinger]] und [[Johann Peter Grässer]] als Firma eingetragen. Es wurde sofort mit dem Bau des Gaswerkes begonnen und wegen der Rohrlegung und wegen der öffentlichen Beleuchtung mit der [[Stadtgemeinde Salzburg]] ein Vertrag geschlossen. Am [[13. Jänner]] [[1859]] fand eine erste Probebeleuchtung in der [[Judengasse]] im Kontor des Gaswerks und einigen Verkaufsläden statt.
 
Im Jahre [[1857]] wurde dem [[Johann Peter Grösser]], Gasingenieur aus Darmstadt, von der [[Salzburger Landesregierung]] eine Konzession für die Errichtung und den Betrieb eines Gaswerkes erteilt. Dieser kaufte in Salzburg ein Grundstück von Primararzt Dr. [[Josef Walcher]] aus Lofer um 7500 [[Gulden]]. Am 14. Jänner [[1858]] wurden [[Anton von Aichinger]] und [[Johann Peter Grässer]] als Firma eingetragen. Es wurde sofort mit dem Bau des Gaswerkes begonnen und wegen der Rohrlegung und wegen der öffentlichen Beleuchtung mit der [[Stadtgemeinde Salzburg]] ein Vertrag geschlossen. Am [[13. Jänner]] [[1859]] fand eine erste Probebeleuchtung in der [[Judengasse]] im Kontor des Gaswerks und einigen Verkaufsläden statt.
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Die Eröffnung der öffentlichen Gasbeleuchtung war für [[16. Jänner]] [[1859]] ankündigt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18590115&query=%22Gasbeleuchtung%22&seite=4 [[ANNO]]], [[Salzburger Zeitung]], 15. Jänner 1859, Seite 4</ref> Pünktlich am besagten Tage um 5 Uhr abends marschierten die Laternenanzünder mit ihren Stangen vom [[Rathaus der Stadt Salzburg|Rathaus]] weg und in einer Viertelstunde leuchte die Stadt zum ersten Male im neuen Licht. Am Regierungsgebäude war ein mit 4300 Flämmchen beleuchteter Doppeladler, vor dem [[Mozart-Denkmal am Mozartplatz|Mozart-Denkmal]] eine große Lyra und am [[Kloster St. Peter]] ein riesiges beleuchtetes Kreuz angebracht. Ein riesiger Menschenstrom durchzog die Straßen und auch von auswärts waren Leute gekommen, um dieses Wunder der Neuzeit anzusehen. Bis tief in die Nacht wollten sich die Straßen nicht leeren.
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Die Eröffnung der öffentlichen Gasbeleuchtung war für [[16. Jänner]] [[1859]] ankündigt. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18590115&query=%22Gasbeleuchtung%22&seite=4 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], 15. Jänner 1859, Seite 4</ref> Pünktlich am besagten Tage um 5 Uhr abends marschierten die Laternenanzünder mit ihren Stangen vom [[Rathaus der Stadt Salzburg|Rathaus]] weg und in einer Viertelstunde leuchte die Stadt zum ersten Male im neuen Licht. Am Regierungsgebäude war ein mit 4300 Flämmchen beleuchteter Doppeladler, vor dem [[Mozart-Denkmal am Mozartplatz|Mozart-Denkmal]] eine große Lyra und am [[Kloster St. Peter]] ein riesiges beleuchtetes Kreuz angebracht. Ein riesiger Menschenstrom durchzog die Straßen und auch von auswärts waren Leute gekommen, um dieses Wunder der Neuzeit anzusehen. Bis tief in die Nacht wollten sich die Straßen nicht leeren.
    
Zur Erzeugung des Leuchtgases wurde [[Torf]] aus dem [[Bürmooser Moor|''Lamprechtshausener Moos'']] verwendet, der jedoch bald durch die Traunthaler Braunkohle verdrängt wurde. In der Stadt, auf öffentlichen Straßen und Plätzen brannten dreihundert Flammen, während die Aufgänge zum [[Kapuzinerberg]], der [[Mönchsberg]] und die weniger belebten Straßen an der Stadtgrenze wie ehedem mit Öllampen beleuchtet wurden. Für Private wurde Gaslicht für mehr als 1000 Flammen geliefert. Die Lampen waren auf den Plätzen auf gusseisernen Ständern und in den Gassen auf an den Hauswänden befestigten gusseisernen Armen aufgesetzt.  
 
Zur Erzeugung des Leuchtgases wurde [[Torf]] aus dem [[Bürmooser Moor|''Lamprechtshausener Moos'']] verwendet, der jedoch bald durch die Traunthaler Braunkohle verdrängt wurde. In der Stadt, auf öffentlichen Straßen und Plätzen brannten dreihundert Flammen, während die Aufgänge zum [[Kapuzinerberg]], der [[Mönchsberg]] und die weniger belebten Straßen an der Stadtgrenze wie ehedem mit Öllampen beleuchtet wurden. Für Private wurde Gaslicht für mehr als 1000 Flammen geliefert. Die Lampen waren auf den Plätzen auf gusseisernen Ständern und in den Gassen auf an den Hauswänden befestigten gusseisernen Armen aufgesetzt.  
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* ''Das Städtische Gaswerk (Direktor [[August Roßkothen]])'' in: [[Das Buch der Stadt Salzburg]], [[1932]], Seite 191 f
 
* ''Das Städtische Gaswerk (Direktor [[August Roßkothen]])'' in: [[Das Buch der Stadt Salzburg]], [[1932]], Seite 191 f
 
* Foto in ''Salzburg Vorstädte Album 1860–1930'', Verlag für Photografie, Wien, 1998
 
* Foto in ''Salzburg Vorstädte Album 1860–1930'', Verlag für Photografie, Wien, 1998
* [[Josef Eder (Baumeister und Historiker)|Josef Eder]]: ''Siebzig Jahre Salzburger Gaswerk'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19300110&query=%22Eder%22&seite=9 [[ANNO]]], [[Salzburger Volksblatt]], 10. Januar 1930, Seite 9
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* [[Josef Eder (Baumeister und Historiker)|Josef Eder]]: ''Siebzig Jahre Salzburger Gaswerk'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19300110&query=%22Eder%22&seite=9 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 10. Januar 1930, Seite 9
    
== Fußnoten ==
 
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