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Im [[17. Jahrhundert]] errichtete Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] (1668–1687) aus Furcht vor einer Türkenbelagerung die [[Kuenburgbastei (Festung Hohensalzburg)|Kuenburgbastei]] an der Nordseite.  
 
Im [[17. Jahrhundert]] errichtete Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] (1668–1687) aus Furcht vor einer Türkenbelagerung die [[Kuenburgbastei (Festung Hohensalzburg)|Kuenburgbastei]] an der Nordseite.  
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Um [[1800]] hat die Festung ihre militärische Funktion und Bedeutung schon weitestgehend verloren. Nach der [[Schlacht am Walserfeld]] wurde die Festung kampflos an die Franzosen übergeben. Als [[1816]] das Land Salzburg zu k.k. [[Österreich]] kam wurde die Festung vor allem als Kaserne genutzt.
   
=== Kaserne ===
 
=== Kaserne ===
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Um [[1800]] hat die Festung ihre militärische Funktion und Bedeutung schon weitestgehend verloren. Nach der [[Schlacht am Walserfeld]] wurde die Festung kampflos an die Franzosen übergeben. Als [[1816]] das Land Salzburg zum [[Österreich#Kaisertum Österreich|Österreich]] kam wurde die Festung vor allem als Kaserne  genutzt. Auch nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden bis [[1938]] Teile der Festung noch als Kaserne genutzt (''Hohe-Stock-Kaserne'').<ref name="Haslacher">[[Stefan Haslacher|Haslacher, Stefan]]; [[Michael Günther|Günther, Michael]]: [[Unbekannte Festung Hohensalzburg]], [[Verlag Anton Pustet]], 2013</ref>
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[[1861]] hob Kaiser [[Franz Joseph I.]] Hohensalzburg als Festung auf, d. h. sie war nicht mehr militärische Sperrgebiet und konnte nun auch von der Bevölkerung betreten werden. Anfangs waren dafür aber noch Passierscheine notwendig, weil sie weiter als Kaserne genutzt wurde. Sie blieb auch im Besitz des kaiserlichen Ärars<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rar Wikipedia Ärar]</ref> - ganz im Gegensatz zu anderen [[Stadtbefestigung]]sanlagen, die er damals der Stadt Salzburg schenkte. Später kam sie in den Besitz der Republik Österreich und anlässlich der Feiern [[200 Jahre Salzburg bei Österreich]] im Jahr [[2016]] übergab die Republik die Festung in das Eigentum des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]].
 
[[1861]] hob Kaiser [[Franz Joseph I.]] Hohensalzburg als Festung auf, d. h. sie war nicht mehr militärische Sperrgebiet und konnte nun auch von der Bevölkerung betreten werden. Anfangs waren dafür aber noch Passierscheine notwendig, weil sie weiter als Kaserne genutzt wurde. Sie blieb auch im Besitz des kaiserlichen Ärars<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rar Wikipedia Ärar]</ref> - ganz im Gegensatz zu anderen [[Stadtbefestigung]]sanlagen, die er damals der Stadt Salzburg schenkte. Später kam sie in den Besitz der Republik Österreich und anlässlich der Feiern [[200 Jahre Salzburg bei Österreich]] im Jahr [[2016]] übergab die Republik die Festung in das Eigentum des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]].
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== Historische Aborte ==
 
== Historische Aborte ==
In Festungsanlagen wurden [[Plumpsklo]]s an den Außenwänden in Erkern eingerichtet. Der Stuhlgang rann an den Außenwänden hinunter und wurde mit der Zeit von der Luft getrocknet. So befindet sich beispielsweise im [[Schlangengang (Festung Hohensalzburg)|Schlangengang]] in der Festung Hohensalzburg ein solches Beispiel. Dieser Abort ist aus Ziegeln gemauert (auch die Sitzfläche) und nach vorne in den Schlangengang offen.<ref>[[Stefan Haslacher|Haslacher, Stefan]]; [[Michael Günther|Günther, Michael]]: [[Unbekannte Festung Hohensalzburg]], [[Verlag Anton Pustet]], 2013, Bild Seite 30</ref>
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In Festungsanlagen wurden [[Plumpsklo]]s an den Außenwänden in Erkern eingerichtet. Der Stuhlgang rann an den Außenwänden hinunter und wurde mit der Zeit von der Luft getrocknet. So befindet sich beispielsweise im [[Schlangengang (Festung Hohensalzburg)|Schlangengang]] in der Festung Hohensalzburg ein solches Beispiel. Dieser Abort ist aus Ziegeln gemauert (auch die Sitzfläche) und nach vorne in den Schlangengang offen.<ref name="Haslacher"></ref>
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== Notizen zu Verteidigungsdetails ==
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Die Roßpforte als Zugang zum Festungsinnerne ist in einem Bogen ausgeführt. Dies dient im Fall eines Angriffs für die Sicherheit der Verteidiger. Denn diese werden von den Angreifern so nicht direkt gesehen und Schüsse prallen an den gebogene Innenwänden der Roßpforte ab.
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In den Decke des oberen Teils der Roßpforte im Bereich der Schleudderpforte, befinden sich Öffnungen, durch die man im Fall eines Eindringens des Feindes in die Roßpforte Kampfmittel hinabschleudern kann.
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Die Bodenplanken in den Wehrgängen konnten geöffent werden. So hatte ein Schütze nicht nur ein Schussfeld nach vorne durch die Maueröffnungen, sondern auch nach unten und war gleichzeitig aber vor Beschuss sicher. Schräg in die Mauer eingelassene Senkscharten würden keinen so steilen Schusswinkel ermöglichen.<ref name="Haslacher"></ref>
    
== Brände und Brandschutz ==
 
== Brände und Brandschutz ==