Volksschule St. Pankraz: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die Volksschule St. Pankraz entstand, als der seit dem [[28. Juni]] [[1748]] bei [[St.-Pankraz-Kirche|St. Pankraz]] ansässige Eremit [[Josef Eicherstorfer]] begann, den Kindern der Nachbarschaft in seiner Klause als Nebenschule der [[Volksschule Nußdorf]] Elementarunterricht zu erteilen. Nach seinem Tod übernahm [[Josef Wißauer]] Klause und Unterricht, bis die Lehrtätigkeit [[1795]] dem Mesner von St. Pankraz übertragen wurde. Nach dem Ableben des Eremiten | + | Die Volksschule St. Pankraz entstand, als der seit dem [[28. Juni]] [[1748]] bei [[St.-Pankraz-Kirche|St. Pankraz]] ansässige Eremit [[Josef Eicherstorfer]] begann, den Kindern der Nachbarschaft in seiner Klause als Nebenschule der [[Volksschule Nußdorf]] Elementarunterricht zu erteilen. Nach seinem Tod übernahm [[Josef Wißauer]] († 1814) Klause und Unterricht, bis die Lehrtätigkeit [[1795]] dem Mesner von St. Pankraz übertragen wurde. Nach dem Ableben des letzten Eremiten Franz Wiesauer († [[30. Jänner]] [[1817]]) wurde die Klause am [[27. August]] 1817 aufgekauft und zum Schulzimmer umgebaut (Baukosten 176 [[Gulden|fl]]). |
| − | [[1830]] | + | [[1830]] wurden Schulgebäude und -Einrichtung bei einem Unwetter zerstört, wieder aufgebaut und im August desselben Jahres neu eingeweiht. [[1890]] musste das Schulgebäude wegen Abrutschung teilweise abgebrochen und neu errichtet werden. [[1908]] beschloss man einen Neubau der Schule in der Ortschaft [[Schlößl]]. Am [[12. November]] [[1911]] wurde dieser eingeweiht. |
Das alte Schulhaus wurde Schließung der Schule abgerissen. Allerdings sind die Fundamente am "Kraft-Garten" des [[Wirtshaus Schlössl|Wirtshauses Schlössl]] hinter der Kirche immer noch sichtbar. Die Schule hatte im Schuljahr 1940/1941 48 Schüler. [[1973]] wurde die Schule aufgelassen. Die Schüler besuchen seither die [[Volksschule Nußdorf]]. | Das alte Schulhaus wurde Schließung der Schule abgerissen. Allerdings sind die Fundamente am "Kraft-Garten" des [[Wirtshaus Schlössl|Wirtshauses Schlössl]] hinter der Kirche immer noch sichtbar. Die Schule hatte im Schuljahr 1940/1941 48 Schüler. [[1973]] wurde die Schule aufgelassen. Die Schüler besuchen seither die [[Volksschule Nußdorf]]. | ||
Version vom 4. April 2019, 00:05 Uhr
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Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte. |
Die Volksschule St. Pankraz war eine Volksschule in der Ortschaft Schlössl der Flachgauer Gemeinde Nußdorf am Haunsberg.
Geschichte
Die Volksschule St. Pankraz entstand, als der seit dem 28. Juni 1748 bei St. Pankraz ansässige Eremit Josef Eicherstorfer begann, den Kindern der Nachbarschaft in seiner Klause als Nebenschule der Volksschule Nußdorf Elementarunterricht zu erteilen. Nach seinem Tod übernahm Josef Wißauer († 1814) Klause und Unterricht, bis die Lehrtätigkeit 1795 dem Mesner von St. Pankraz übertragen wurde. Nach dem Ableben des letzten Eremiten Franz Wiesauer († 30. Jänner 1817) wurde die Klause am 27. August 1817 aufgekauft und zum Schulzimmer umgebaut (Baukosten 176 fl).
1830 wurden Schulgebäude und -Einrichtung bei einem Unwetter zerstört, wieder aufgebaut und im August desselben Jahres neu eingeweiht. 1890 musste das Schulgebäude wegen Abrutschung teilweise abgebrochen und neu errichtet werden. 1908 beschloss man einen Neubau der Schule in der Ortschaft Schlößl. Am 12. November 1911 wurde dieser eingeweiht.
Das alte Schulhaus wurde Schließung der Schule abgerissen. Allerdings sind die Fundamente am "Kraft-Garten" des Wirtshauses Schlössl hinter der Kirche immer noch sichtbar. Die Schule hatte im Schuljahr 1940/1941 48 Schüler. 1973 wurde die Schule aufgelassen. Die Schüler besuchen seither die Volksschule Nußdorf.
Schulleiter
| Schülerzahl | |
|---|---|
| 1911 | 44 |
| 1940 | 48 |
- 1748–1779: Josef Echerstorfer (Klausner)
- 1779–1795: Johann Wißauer (Klausner)
- 1795–1808: A. Schröck (Mesner)
- 1808–1813: N.N.
- 1813-1856: Johann Nepomuk Hall (Lehrer und Mesner)
- 1856-1870: Josef Felser
- 1870-1871: Pankraz Hall
- 1871-1881: Eduard Schachinger
- 1881-1906: Michael Haberl
- 1906-1908: Ignaz Schichtl
- 1908-1945: Georg Hartl
- 1945-1945: Anton Hutticher
- 1945-1946: Rupert Spöckelberger
- 1946-1955: Franz Roth
- 1955-1962: Robert Travnicek
- 1962-1963: Peter Porenta
- 1963-1973: Karl Schlager
Quelle
- Mayregg, Veronika und Wolfgang Mayregg (Hrsg.): Nußdorfer Geschichten und Geschichte. Aus einer ländlichen Gemeinde im lieblichen Oichtental, nördlicher Flachgau, Salzburg Land. Nußdorf 2002.
- Rinnerthaler, Alfred: Der Konfessionsunterricht im Reichsgau Salzburg, Salzburg, Verlag Anton Pustet, 1991
